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            <titleStmt>
                <title type="main">Historisch-philologischer Kommentar zur Chronik des Johannes Malalas</title>
                <title type="sub">Buch 17, Kapitel 19</title>
                <author>die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HAdW-Forschungsstelle Malalas</author>
                <respStmt xml:id="Malalas">
                    <resp>Export vom 20260604-000003</resp>
                    <name>daffi/HAdW</name>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <date>20260604</date>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>Heidelberger Akademie der Wissenschaften: Forschungsstelle Malalas-Kommentar</publisher>
                <availability status="restricted">
                    <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de">CC BY-NC-SA 4.0</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <p>Export aus Malalas-Datenbank</p>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
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                    <date>20260604-000003</date>
                    <name>die Mitarbeiter der HAdW-Forschungsstelle</name>
                </change>
            </listChange>
        </revisionDesc>
    </teiHeader>
    <text>

            <!-- Kommentar Anfang -->
            <div type="commentary">
  

            <!-- Kommentar Ende -->
            </div>
  
        <front>
            <!-- Inhaltszusammenfassung -->
<p xml:space="preserve"> Der Abschnitt XVII 19 präsentiert eine Reihe von
Nachrichten über Stiftungen des Kaiserpaares Justinian und Theodora, darunter
zahlreiche Baumaßnahmen in Antiochia, die womöglich mit der mit dem Brand von
525 (Malal. XVII 14) einsetzenden Serie von Zerstörungen in Verbindung stehen.
Die komprimierte Form des Abschnittes spricht dafür, dass hier Maßnahmen
zusammengebracht sind, die sich in der Realität über einen längeren Zeitraum
hinzogen und entsprechend nicht alleine durch das Erdbeben von 526 (XVII 16),
sondern vielleicht erst durch dasjenige von 528 (XVIII 27) nötig geworden sein
könnten. Überschneidungen mit von Prokop (<emph rend="italics">aed.</emph> II
10) überlieferten, z.T. archäologisch bestätigten Maßnahmen nach dem
Persereinfall unter Chosroes I. von 540 könnten sogar dafür sprechen, dass
einzelne Maßnahmen erst nach diesem Ereignis vorgenommen wurden.

 </p>
        </front>

<div xml:id="B000142" n="B000142" rend="inline" type="section">
  <p>            Cramer <mentioned>Anecd. Paris.</mentioned> 2,110,7–9; Joh. Nik. XC,50.


            Vgl. Procop. <mentioned>aed.</mentioned> II 10,1–25.
</p></div> 
        <body>

            <!-- Griechische Transkription -->
            <div type="edition" xml:id="T000563" xml:space="preserve">
                <ab>
                    <lb n="1"/><anchor xml:id="K002052"/>Ἔκτισεν δὲ ἐν τῇ αὐτῇ Ἀντιοχείᾳ <anchor xml:id="K002031"/>εὐκτήριον οἶκον <anchor xml:id="K002105"/>τῆς ἁγίας θεοτό- 
                    <lb n="2"/>κου καὶ ἀειπαρθένου Μαρίας, <anchor xml:id="K002054"/>ἄντικρυς τῆς λεγομένης Ῥουφίνου βασι- 
                    <lb n="3"/>λικῆς, κτίσας πλησίον καὶ ἕτερον <anchor xml:id="K002058"/>οἶκον τῶν ἁγίων Κοσμᾶ καὶ Δαμιανοῦ. 
                    <lb n="4"/>ὡσαύτως δὲ ἔκτισεν καὶ <anchor xml:id="K002059"/>ξενῶνα καὶ λουτρὰ καὶ <anchor xml:id="K002106"/>κινστέρνας. ὁμοίως δὲ καὶ 
                    <lb n="5"/><anchor xml:id="K002060"/>ἡ εὐσεβεστάτη Θεοδώρα καὶ αὐτὴ πολλὰ τῇ πόλει παρέσχεν· ἔκτισεν δὲ 
                    <lb n="6"/>καὶ οἶκον τοῦ ἀρχαγγέλου Μιχαὴλ εὐπρεπέστατον πάνυ· <anchor xml:id="K002061"/>ἔκτισεν δὲ καὶ 
                    <lb n="7"/>τὴν λεγομένην Ἀνατολίου βασιλικήν, πέμψας τοὺς κίονας ἀπὸ Κωνσταν- 
                    <lb n="8"/>τινουπόλεως. <anchor xml:id="K002063"/>ἡ δὲ αὐτὴ Αὐγούστα Θεοδώρα, ποιήσασα σταυρὸν πολύ- 
                    <lb n="9"/>τιμον διὰ μαργαρίτων ἔπεμψεν ἐν Ἱεροσολύμοις. ὁ δὲ αὐτὸς Ἰουστινιανὸς 
                    <lb n="10"/>δωρεὰς κατέπεμψεν πᾶσι τοῖς ὑποτελέσι τῆς Ῥωμαϊκῆς πολιτείας. 
                </ab>
            </div>

            <!-- Kommentar Anfang -->
            <div type="commentary">
  
                <list>
                    <item corresp="#K002052" xml:space="preserve">
                        <ref>1|1</ref>
                        <p><label>Ἔκτισεν δὲ:</label>
  Der hier beginnende Abschnitt wird sowohl von <bibl><ref
 target="Jeffreys_Jeffreys_Scott_1986"><title>Jeffreys, Jeffreys, Scott
 (1986)</title></ref></bibl>, 243 als auch von <bibl><ref
 target="Thurn_2000"><title>Thurn (2000)</title></ref></bibl>, 351) als
 eigenes Kapitel gezählt. Diese Einteilung entspricht formal allerdings
 nicht konsequent dem üblichen Vorgehen, da eine Datierungsformel hier
 ganz fehlt. Im Gesamtkontext gelesen fällt die Stelle in den Rahmen
 derjenigen Taten Justinians, die gleich nach dessen Antritt als
 Mitkaiser (XVII 18) vorgestellt werden: Eine Schenkung an Antiochia,
 das Erzeugen von Furcht unter Missetätern durch Erlasse in allen
 Provinzen, dann, im hier Folgenden, die Errichtung von Bauten
 gemeinsam mit Kaiserin Theodora sowie schließlich Geschenke an alle
 Untertanen. Damit bestehen für die in diesem Abschnitt vorgestellten
 Baumaßnahmen, die offenbar thematisch gebündelt berichtet werden,
 genau genommen nur ein <emph rend="italics">terminus post quem</emph>
 im Jahr 527 und ein <emph rend="italics">terminus ante quem</emph> im
 Jahr 548 (Theodoras Tod).

 <lb/><lb/>

  Es ist bemerkenswert, dass Prokop in <emph rend="italics">de
 Aedificiis</emph> (II 10,25 sowie II 10,14) gleich mehrere der hier von
 Malalas erwähnten Gebäude erneut nennt; auch bei ihm werden sie als
 Bauten Justinians beschrieben, jedoch ohne Erwähnung Theodoras und mit
 Datierung in die Zeit nach der abermaligen Zerstörung Antiochias durch
 Chosroes' Perser 540. <bibl><ref target="Downey_1961"><title>Downey
 (1961)</title></ref></bibl>, 552f. mit Anm. 207 geht davon aus, dass es
 sich um einen zweiten – abermaligen – Wiederaufbau derselben Gebäude
 handelt, den Justinian aus Prestigegründen so rasch als möglich habe
 vornehmen lassen. Es ist aber vielleicht wahrscheinlicher, dass sich
 beide auf dieselben Maßnahmen beziehen (<bibl><ref
 target="Jeffreys_2000"><title>Jeffreys (2000)</title></ref></bibl>,
 74f.), die von Malalas, so könnte man angesichts von dessen loser
 chronologischer Einordnung ergänzen, alle gemeinsam in komprimierter
 Form zu Beginn von Justinians Regierungszeit präsentiert werden, obwohl
 sie sich vielleicht über einen längeren Zeitraum hinweg hinzogen bzw.
 womöglich sogar z.T. erst nach dem Persereinfall vorgenommen wurden.
 Umgekehrt könnte auch Prokop Baumaßnahmen, die bereits nach den
 Bebenkatastrophen der 520er Jahre vorgenommen worden waren, auf den
 Wiederaufbau nach dem Perserinfall bezogen haben – was dann wiederum
 dafür spräche, dass die entsprechenden Gebäude von Chosroes' Heer
 niemals zerstört wurden.

 (J.B.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K001978" xml:space="preserve">
                        <ref>1|7</ref>
                        <p><label>εὐκτήριον οἶκον:</label>
  Ein εὐκτήριος οἶκος ist eine "Gebetstätte", <emph
 rend="italics">i.e.</emph> eine Kapelle. Das Neutrum τὸ εὐκτήριον ist
 ebenfalls in der <emph rend="italics">Chronographia</emph> belegt (IV
 9, 21--22 und XVI 16,21--22). Vgl. LSJ und Lampe <emph
 rend="italics">s.v.</emph> εὐκτήριος.

 (O.G.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K002031" xml:space="preserve">
                        <ref>1f.|7</ref>
                        <p><label>εὐκτήριον οἶκον τῆς ἁγίας θεοτόκου καὶ ἀειπαρθένου Μαρίας:</label>
  Eine Kirche der Jungfrau Maria wird in der slawischen Fassung des
 Berichtes über die Beben- und Brandkatastrophe von 526 unter die
 zerstörten Gebäude gezählt; zu diesem Bau <ref target="#K002004">17,
 16</ref>. Es erscheint plausibel, dass es sich dabei um den
 Vorgängerbau der hier neu errichteten Kirche der "heiligen
 Gottesgebärerin und ewigen Jungfrau Maria" (τῆς ἁγίας θεοτόκου καὶ
 ἀειπαρθένου Μαρίας) handelt (vgl. <bibl><ref
 target="Mayer_Allen_2012"><title>Mayer, Allen
 (2012)</title></ref></bibl>, 108; <bibl><ref
 target="Todt_Vest_2014"><title>Todt, Vest (2014)</title></ref></bibl>,
 646). In seinem Bericht über den Wiederaufbau Antiochias nach dem
 Einfall des Chosroes bezeugt Prokop (<emph rend="italics">aed.</emph>
 II 10,25) die Errichtung eines ἱερὸν ἐνταῦθα τῇ θεοτόκῳ ... μέγα.
 <bibl><ref target="Mayer_Allen_2012"><title>Mayer, Allen
 (2012)</title></ref></bibl>, 108 vermuten, dass Prokop sich auf
 dieselbe Bautätigkeit bezieht wie Malalas (s. <ref
 target="#K002052">17, 19</ref> zu den vergleichbaren allgemeinen
 Beobachtungen zum Abschnitt von <bibl><ref
 target="Jeffreys_2000"><title>Jeffreys (2000)</title></ref></bibl>),
 und dass letztere durch das Erdbeben veranlasst wurde – für das Malal.
 XVII 16 (slav.) explizit die Zerstörung einer Marienkirche bezeugt,
 während für 540 nichts Entsprechendes aus den Quellen zu entnehmen ist.
 Da Malalas nicht präzise datiert, ist dieser chronologische Ablauf
 allerdings nicht sicher.

 (J.B.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K002105" xml:space="preserve">
                        <ref>1|9</ref>
                        <p><label>τῆς ἁγίας θεοτόκου καὶ ἀειπαρθένου Μαρίας:</label>
  Gängige Bezeichnung der Mutter Christi, die unter zahlreichen anderen
 Belegen auch bei Justinian (z.B. <emph rend="italics">Edictum rectae
 fidei</emph>, S. 148 Z. 20--21) zu finden ist. In der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> wird Maria darüber hinaus als ἡ
 ἁγία παρθένος καὶ θεοτόκος Μαρία (IX 25,3--4) oder einfach ἡ ἁγία
 θεοτόκος Μαρία (XV 8,13) bezeichnet.

 (O.G.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K002054" xml:space="preserve">
                        <ref>2|5</ref>
                        <p><label>ἄντικρυς τῆς λεγομένης Ῥουφίνου βασιλικῆς:</label>
  "Gegenüber der so genannten Basilika des Rufinus": Zur Basilika des
 Rufinus, die im 4. Jahrhundert entstand und von <bibl><ref
 target="Downey_1961"><title>Downey (1961)</title></ref></bibl>, 621–624
 im Stadtteil Epiphania im Bereich der "hellenistischen Agora" vermutet
 wird, <ref target="#K002053">13, 3</ref>. Epiphania wird üblicherweise
 im Hangbereich am Fuß des Silpios-Berges vermutet: Malal. VIII 21; vgl.
 <bibl><ref target="Downey_1961"><title>Downey
 (1961)</title></ref></bibl>, 621; <bibl><ref
 target="Caire_2019"><title>Caire (2019)</title></ref></bibl>, 175f. Im
 Zuge jüngerer archäologischer Untersuchungen ist Epiphania allerdings
 versuchsweise auch ganz außerhalb der Stadt auf dem Gipfel des
 Staurin-Berges lokalisiert worden, was für unser Verständnis der
 antiochenischen Topographie erhebliche Konsequenzen hätte: <bibl><ref
 target="Mayer_Allen_2012"><title>Mayer, Allen
 (2012)</title></ref></bibl>, 67 unter Verweis auf <bibl><ref
 target="Hoepfner_2004"><title>Hoepfner (2004)</title></ref></bibl>.

 (J.B.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K002058" xml:space="preserve">
                        <ref>3|6</ref>
                        <p><label>οἶκον τῶν ἁγίων Κοσμᾶ καὶ Δαμιανοῦ:</label>
  Diese Kirche des Kosmas und Damian, der beiden aus Syrien stammenden
 wunderheilenden Märtyrer (zu der angeblich durch sie bewerkstelligten
 Bekehrung des Kaisers Carinus s. XII 36), ist nur durch Malalas belegt.
 Da dieser die Kirche in der Nähe (πλησίον) der Theotokos-Kirche
 lokalisiert, könnte sie ebenfalls in Epiphania gelegen haben: <ref
 target="#K002054">17, 19</ref>, vgl. <bibl><ref
 target="Mayer_Allen_2012"><title>Mayer, Allen
 (2012)</title></ref></bibl>, 67.

 (J.B.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K002059" xml:space="preserve">
                        <ref>4|5</ref>
                        <p><label>ξενῶνα καὶ λουτρὰ καὶ κινστέρνας:</label>
  "ein Hospiz, Bäder und Zisternen": Für jede dieser Gebäudeformen finden
 sich zumindest ungefähre Entsprechungen in Prokops Beschreibung von
 Justinians Baumaßnahmen nach 540: Vgl. <emph rend="italics">aed.</emph>
 II 10,14 (καὶ βαλανεῖα καὶ ὑδάτων ... πεποίηται, "Auch Bäder und
 Wasserspeicher entstanden"; φρέαρ τε ὤρυξεν ἐν πύργῳ ἑκάστῳ: "es wurde
 ein Behälter in jedem Turm [der Stadtmauer] gegraben", Übers.
 <bibl><ref target="Veh_1970"><title>Veh (1970)</title></ref></bibl> mit
 Modif.) sowie die Ausführungen zur Bereitstellung von Häusern und
 anderem für die Pflege kranker Bettler (und Fremder) Notwendigem in
 <emph rend="italics">aed.</emph> II 10,25. Auch hier erscheint es
 möglich, dass Malalas dieselben Maßnahmen, die bei Prokop mit einiger
 Detailfreude berichtet werden, in einer lediglich stärker komprimierten
 Form bietet. Die Erwähnung einer Geldstiftung für das Hospiz (ξενών) in
 Mal. XVIII 48 bezeugt, dass ein entsprechender Bau nach dem zweiten
 schweren Beben von 528 (XVIII 27) existierte, also entweder nicht
 zerstört worden war oder erst in dessen Folge (neu) errichtet wurde.
 Zum Begriff und den möglichen Funktionen des ξενών <ref
 target="#K000718">18, 48</ref>.

 <lb/><lb/>

  In Opposition zur skeptischen Beurteilung durch <bibl><ref
 target="Downey_1939"><title>Downey (1939)</title></ref></bibl> hat
 <bibl><ref target="Whitby_1989"><title>Whitby
 (1989)</title></ref></bibl> im Rahmen eines Surveys zur
 Wasserregulierung am noch aufrecht stehenden sog. "Eisernen Tor"
 festgestellt, dass sich gerade im Bereich der Wasserversorgung bzw.
 Hochwasservorsorge die von Prokop berichteten Maßnahmen zumindest im
 Groben archäologisch bestätigen lassen (vgl. auf Basis neuerer
 Bauuntersuchungen <bibl><ref target="Brands_2009"><title>Brands
 (2009)</title></ref></bibl> mit ähnlichen Ergebnissen). Einer der
 erhaltenen (bautypologisch schwer datierbaren) Mauerzüge weist
 durchgehend Türme mit Zisternen auf, was als Beweis für seine
 Errichtung durch Justinian gesehen worden ist: <bibl><ref
 target="Brasse_2010"><title>Brasse (2010)</title></ref></bibl>, 279,
 vgl. <bibl><ref target="Brands_2016"><title>Brands
 (2016)</title></ref></bibl>, 42.

 (J.B.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K002106" xml:space="preserve">
                        <ref>4|9</ref>
                        <p><label>κινστέρνας:</label>
  Aus dem Lat. <emph rend="italics">cisterna</emph> als κινστέρνα o.
 κιστέρνα belegt. Vgl. LBG s.v. κινστέρνα.

 (O.G.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K002060" xml:space="preserve">
                        <ref>5|1</ref>
                        <p><label>ἡ εὐσεβεστάτη Θεοδώρα:</label>
  Zu Justinians Frau Theodora, hier als Mitstifterin der Stadt Antiochia
 erwähnt, <ref target="#K000314">18, 24</ref>.

 (J.B.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K002061" xml:space="preserve">
                        <ref>6|8</ref>
                        <p><label>ἔκτισεν δὲ καὶ τὴν λεγομένην Ἀνατολίου βασιλικήν:</label>
  Hier ist offensichtlich ein Gebäude gemeint, das in der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> bereits früher erwähnt wurde: Über
 die Errichtung eines als Basilika des Anatolios bezeichneten Gebäudes
 durch einen <emph rend="italics">magister militum</emph> dieses Namens
 unter Theodosius II berichtet Mal. XIV 13. Es handelt sich mithin
 implizit um einen <emph rend="italics">Wieder</emph>aufbau. Das Gebäude
 befand sich möglicherweise in der Nähe eines Forums (vgl. Evagr. <emph
 rend="italics">HE</emph> I 18 auf Basis von Malalas), das aber nicht
 sicher zu identifizieren ist: <bibl><ref
 target="Downey_1961"><title>Downey (1961)</title></ref></bibl>, 625–627
 vermutet hypothetisch die "hellenistische Agora".

 (J.B.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K002063" xml:space="preserve">
                        <ref>8f.|2</ref>
                        <p><label>ἡ δὲ αὐτὴ Αὐγούστα Θεοδώρα, ποιήσασα σταυρὸν πολύτιμον διὰ μαργαρίτων ἔπεμψεν ἐν Ἱεροσολύμοις:</label>
  Nur durch die Person Theodoras und den Gegenstand, eine wohltätige
 Stiftung, mit dem Vorangegangenen verbunden ist der Bericht über die
 Entsendung eines Kreuzes nach Jerusalem durch Theodora, der in den
 Rahmen der vielfältig bezeugten Kirchenstiftungen der Kaiserin (bzw.
 des Herrscherpaares) fällt, vgl. dazu allgemein <bibl><ref
 target="Leppin_2011a"><title>Leppin (2011a)</title></ref></bibl>,
 78, 199–201.

 (J.B.)</p>
                    </item>
                </list>

            <!-- Kommentar Ende -->
            </div>
  
            <!-- Bibliographie -->
            <div type="bibliography">
                <listBibl>
    
                    <bibl xml:id="Brands_2009" xml:space="preserve">
                          Brands (2009): Brands, Gunnar: 
                        Prokop und das Eiserne Tor. Ein Beitrag zur Topographie von Antiochia am Orontes. 
                        Syrien und seine Nachbarn von der Spätantike bis in die islamische Zeit 2009, 9–20
                    </bibl>
      
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                          Brands (2016): Brands, Gunnar: 
                        Antiochia in der Spätantike. 
                        de Gruyter, 
                        Berlin/Boston 2016
                    </bibl>
      
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                          Brasse (2010): Brasse, Christiane: 
                        Von der Stadtmauer zur Stadtgeschichte: Das Befestigungssystem von Antiochia am Orontes. 
                        Aktuelle Forschungen zur Konstruktion, Funktion und Semantik antiker Stadtbefestigungen 2010, 259–282
                    </bibl>
      
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                          Caire (2019): Caire, Emmanuèle: 
                        Jean Malalas et la mémoire d’Antioche. Construction de l’espace et du temps dans la Chronique, l’exemple d’Épiphania. 
                        Die Weltchronik des Johannes Malalas im Kontext spätantiker Memorialkultur 2019, 171–189
                    </bibl>
      
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                          Downey (1939): Downey, Glanville: 
                        Procopius on Antioch : A Study of Method in the "De Aedificiis". 
                        Byzantion 1939, 361–378
                    </bibl>
      
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                          Downey (1961): Downey, Glanville: 
                        A history of Antioch in Syria from Seleucus to the Arab Conquest. 
                        Princeton 1961
                    </bibl>
      
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                          Hoepfner (2004): Hoepfner, Wolfram: 
                        Antiochia die Große. Geschichte einer antiken Stadt. 
                        Antike Welt 2004, 3–9
                    </bibl>
      
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                          Jeffreys, Jeffreys, Scott (1986): Jeffreys, Elizabeth/Jeffreys, Michael/Scott, Roger: 
                        The Chronicle of John Malalas. A Translation. 
                        Melbourne 1986
                    </bibl>
      
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                          Jeffreys (2000): Jeffreys, Elizabeth: 
                        Malalas, Procopius and Justinian's Buildings. 
                        Antiquité Tardive 2000, 73–79
                    </bibl>
      
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                          Leppin (2011a): Leppin, Hartmut: 
                        Justinian. Das christliche Experiment. 
                        Stuttgart 2011
                    </bibl>
      
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                          Mayer, Allen (2012): Mayer, Wendy/Allen, Pauline: 
                        The Churches of Syrian Antioch (300–638 CE). 
                        Leuven/Paris/Walpole 2012
                    </bibl>
      
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                          Thurn (2000): Thurn, Johannes: 
                        Ioannis Malalae Chronographia. 
                        Berolini et Novi Eboraci 2000
                    </bibl>
      
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                          Todt, Vest (2014): Todt, Klaus-Peter; Vest, Bernd Andreas: 
                        Syria. 
                        Wien 2014
                    </bibl>
      
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                          Whitby (1989): Whitby, Michael: 
                        Procopius and Antioch. 
                        The Eastern Frontier of the Roman Empire 1989, 537–553
                    </bibl>
      
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