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                <title type="main">Historisch-philologischer Kommentar zur Chronik des Johannes Malalas</title>
                <title type="sub">Buch 18, Kapitel 22</title>
                <author>die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HAdW-Forschungsstelle Malalas</author>
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                    <name>daffi/HAdW</name>
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            <editionStmt>
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                    <date>20260604</date>
                </edition>
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            <publicationStmt>
                <publisher>Heidelberger Akademie der Wissenschaften: Forschungsstelle Malalas-Kommentar</publisher>
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                    <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de">CC BY-NC-SA 4.0</licence>
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                <p>Export aus Malalas-Datenbank</p>
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                    <name>die Mitarbeiter der HAdW-Forschungsstelle</name>
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            <!-- Kommentar Anfang -->
            <div type="commentary">
  

            <!-- Kommentar Ende -->
            </div>
  

<div xml:id="B000021" n="B000021" rend="inline" type="section">
  <p>            Procop., <mentioned>Pers</mentioned>. I 12,6.
</p></div> 
        <body>

            <!-- Griechische Transkription -->
            <div type="edition" xml:id="T000022" xml:space="preserve">
                <ab>
                    <lb n="1"/>Ἐν αὐτῷ δὲ τῷ χρόνῳ <anchor xml:id="K000262"/>ἠγανακτήθη <anchor xml:id="K000261"/>ὁ πατρίκιος Πρόβος, ὅστις 
                    <lb n="2"/>συγγενὴς ἦν Ἀναστασίου τοῦ βασιλέως, ὡς λοιδορήσας <anchor xml:id="K000263"/>τὸν αὐτὸν βασι- 
                    <lb n="3"/>λέα Ἰουστινιανόν. <anchor xml:id="K000268"/>καὶ γενομένου <anchor xml:id="K000265"/>σιλεντίου <anchor xml:id="K000266"/>κομβέντου <anchor xml:id="K000267"/>ἐπὶ πράξεως 
                    <lb n="4"/>ὑπομνημάτων ἐγγράφως, καὶ <anchor xml:id="K000269"/>τῶν πεπραγμένων πάντων <anchor xml:id="K000270"/>ὑπαναγνω- 
                    <lb n="5"/>σθέντων τῷ βασιλεῖ μετὰ τὸ ἐλεγχθῆναι τὸν αὐτὸν Πρόβον ἐπὶ <anchor xml:id="K000271"/>τοῦ κοι- 
                    <lb n="6"/>νοῦ τῆς συγκλήτου λαβὼν <anchor xml:id="K000272"/>ὁ αὐτὸς βασιλεὺς τὰ πεπραγμένα ἔσχισεν, 
                    <lb n="7"/>εἰπὼν τῷ αὐτῷ Πρόβῳ, ὅτι· 'ἐγὼ <anchor xml:id="K000273"/>τὸ ἁμάρτημα συγχωρῶ σοι, ὃ κατ' 
                    <lb n="8"/>ἐμοῦ ἔπραξας· <anchor xml:id="K000274"/>εὖξαι οὖν, ἵνα καὶ ὁ θεὸς συγχωρήσῃ σοι.' <anchor xml:id="K000276"/>καὶ <anchor xml:id="K000275"/>ἀνυμνήθη 
                    <lb n="9"/>ὁ αὐτὸς βασιλεὺς ὑπὸ τῆς συγκλήτου. 
                </ab>
            </div>

            <!-- Kommentar Anfang -->
            <div type="commentary">
  
                <list>
                    <item corresp="#K000262" xml:space="preserve">
                        <ref>1|6</ref>
                        <p><label>ἠγανακτήθη:</label>
  Das passive Pendant zur aktiven ἀγανακτεῖν-Formel in der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> (dazu <ref target="#K000606">18,
 41</ref>): Der Kaiser (oder seltener Gott o.ä.) „ärgert sich“
 (ἀγανακτήσας o.ä.) und ergreift Maßnahmen (aktives Verhaltensmuster),
 das Ziel dieses Zornes, der ἀγανακτηθείς/die ἀγανακτηθέντες,
 fällt/fallen diesen Maßnahmen zum Opfer (passives Verhaltensmuster);
 Näheres <ref target="#K007156">15, 15</ref>.

 (F.Sch.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000261" xml:space="preserve">
                        <ref>1f.|7</ref>
                        <p><label>ὁ πατρίκιος Πρόβος, ὅστις συγγενὴς ἦν Ἀναστασίου τοῦ βασιλέως:</label>
  Bei Flavius Probos (PLRE II (Fl. Probus 8), 912f.) handelt es sich um
 einen in zahlreichen Zusammenhängen des Zeitraums 528 bis 533 n. Chr.
 und in verschiedenen Werken auftauchenden römischen Senator, einen
 Neffen des Kaiser Anastasios (vgl. Marcell. 532, <emph
 rend="italics">Anon. Val.</emph> XIII 74–5, Procop. <emph
 rend="italics">Pers</emph>. I 12,6, Malal. XVIII 22). Er war Konsul im
 Jahr 502 n. Chr., <emph rend="italics">magister utriusque
 militiae</emph> um 526 n. Chr. und <emph
 rend="italics">patricius</emph> (zum letztgenannten Titel: <ref
 target="#K003647">13, 27</ref>). Neben seiner Verwandtschaft mit Kaiser
 Anastasios ist bekannt, dass er ein Bruder des Hypatios (PLRE II
 (Hypathius 6), 577-581) und Pompeios (PLRE II (Pompeius 2), 898f.) war,
 vgl. <bibl><ref target="Greatrex_1996"><title>Greatrex
 (1996)</title></ref></bibl>, <bibl><ref
 target="Cameron_1978"><title>Cameron (1978)</title></ref></bibl>,
 <bibl><ref target="Meier_2014a"><title>Meier
 (2014a)</title></ref></bibl>. Nachdem Probos im Anschluss an seine
 beiden Brüder im Jahr 502 das Konsulat verliehen worden war (diese
 Ehrenzuweisung an Verwandte kann als Charakteristikum der Herrschaft
 des Anastaios angesehen werden, vgl. <bibl><ref
 target="Cameron_1978"><title>Cameron (1978)</title></ref></bibl>, 260f.
 sowie <bibl><ref target="Meier_2014a"><title>Meier
 (2014a)</title></ref></bibl>, 4f.), fällt sein Name im Zusammenhang mit
 der Einführung des Mönchs und späteren Patriarchen von Antiochia
 Severos bei Anastasios um 508 (Zach., HE VII 10); später ist Probos
 Adressat eines Briefes des Severos, den dieser im Exil zwischen 519 und
 538 nach seiner Flucht nach Ägypten verfasst hat, vgl. Sev. Ant. <emph
 rend="italics">Ep</emph>. 79. Zudem wird er bei Prokop im Zusammenhang
 einer Delegation erwähnt, die Justin im Jahr 526 mit einer größeren
 Menge Geldes zu einem hunnischen Verband entsandte, um bei ihnen
 Kämpfer zu rekrutieren, die den durch Übergriffe durch den Perserkönig
 Kavadh (vgl. den Kommentar <emph rend="italics">ad</emph> Malal. XVIII
 4 und 26) bedrängten Iberern zu Hilfe kommen sollten – ein Unternehmen,
 das jedoch scheiterte (vgl. Procop. <emph rend="italics">Pers</emph>. I
 12,6–9). Möglicherweise hatte er in dieser Zeit das Amt eines <emph
 rend="italics">magister militum</emph> inne, war in jedem Fall aber
 bereits <emph rend="italics">patricius</emph>.

  Die im vorliegenden Kapitel beschriebene Geschichte ereignete sich
 wahrscheinlich im Jahr 528, da sie unmittelbar nach der Niederlage der
 <emph rend="italics">magistri militum</emph> Konstantiolos und Ascum
 gegen die in Skythien und Moesien eingefallen Bulgaren (Malal. XVIII
 21) eingereiht wird. Die in XVIII 22 erwähnte Passage aus dem Leben des
 Probos stellt einen singulären Fall dar: Probos war auf nicht näher
 erläuterte Weise in Ungnade gefallen und wird nun nach einer ersten
 Beratung über seinen Fall vor eine Senatsvollversammlung geführt –
 möglicherweise eine Reminiszenz an das alte Senatsgericht, wo über ihn
 gerichtet werden soll. Ebenfalls ohne weitere Erklärung nimmt Justinian
 die zuvor angefertigten Protokolle und zerreißt sie als Zeichen der
 Begnadigung des Probos. Der genaue Hergang der Geschichte und der
 Vorgeschichte, die Probos in diese Situation brachte, ist nicht
 rekonstruierbar, möglicherweise handelt es sich bei der Einfügung
 dieser Episode um die Einleitung einer Reihe symbolischer Handlungen,
 die in den Kapiteln XVIII 22–24 eine wichtige Rolle spielen und diese
 Kapitel gleichsam als Einheit erscheinen lassen (vgl. auch die
 Ausführungen <emph rend="italics">ad</emph> Malal. XVIII 23–24).

  Weitaus prominenter und eindeutiger ist das spätere Auftreten des
 Probos im Zusammenhang des Nikaaufstandes im Jahr 532 n. Chr., vgl.
 dazu <emph rend="italics">Chron. Pasch.</emph> 532 und Marcell. 532, wo
 von ihm behauptet wird, ein aktiver Aufrührer gemeinsam mit seinen
 Brüdern Hypatios (vgl. zu seiner Person ausführlich <bibl><ref
 target="Greatrex_1996"><title>Greatrex (1996)</title></ref></bibl> und
 <bibl><ref target="Meier_2014a"><title>Meier
 (2014a)</title></ref></bibl>) und Pompeios gewesen zu sein. Im Kontext
 jener Volkserhebung in Konstantinopel, die als die schwerste
 Zirkusunruhe der Spätantike gilt und im Laufe derer zahlreiche Menschen
 den Tod fanden und große Teile der Stadt zerstört wurden (vgl. Malal.
 XVIII 71), lassen sich mehrere Handlungsstränge und Protagonisten
 herausarbeiten, unter ihnen Probos, der als Neffe des Anastasios aus
 Gründen der Legitimität zeitweilig als geeigneter Gegenkandidat zum
 Kaiser gehandelt wurde. Nachdem Justinian den im Zusammenhang der
 Unruhen von den Aufständischen genannten Forderungen nach Entlassung
 des Prätorianerpräfekten Johannes, des Stadtpräfekten Eudamion und des
 <emph rend="italics">quaestor sacri palatii</emph> Tribonian
 nachgekommen war und die hohen Würdenträger freigelassen hatte, die
 Unruhen jedoch nicht abebbten, wurde Belisar mit einer Schar Goten
 gegen die wütende Menge entsandt (vgl. Malal. XVIII 71). Anstelle einer
 Deeskalation der Situation folgten weitere blutige Straßenschlachten,
 weitere Gebäude gerieten in Brand und die Aufständischen ließen nicht
 von ihrem Ansinnen ab. „Sie hofften auf einen Gegenkaiser, und die
 Auswahl war nicht schwer, standen doch mit den Neffen des Anastasius
 geeignetere Kandidaten zur Verfügung. Man zog zum Haus des einen, des
 Probus.“ <bibl><ref target="Leppin_2011a"><title>Leppin
 (2011a)</title></ref></bibl>, 146 (vgl. auch Theoph. 184,21–24, <emph
 rend="italics">Chron. Pasch.</emph> 622,2–6; zum genauen Ablauf des
 Aufstandes vgl. <bibl><ref target="Greatrex_1997"><title>Greatrex
 (1997)</title></ref></bibl>, 74 sowie <bibl><ref
 target="Meier_2003a"><title>Meier (2003a)</title></ref></bibl>, 286ff.)
 Probos jedoch war nicht zugegen, er hatte sich vielleicht vorsorglich
 entfernt, woraufhin sein Haus in Brand gesetzt wurde. Später wurden
 auch Probos‘ Brüder jeweils zum Kaiser ausgerufen, was jedoch ebenfalls
 misslang und mit der Hinrichtung der beiden Brüder endete (zur schwer
 einzuschätzenden Rolle und Funktion des Hypatios vgl. <bibl><ref
 target="Meier_2003a"><title>Meier (2003a)</title></ref></bibl>, 294ff.
 sowie zur Überlegung, dass in der Proklamation des Probos bestechende
 Parallelen zu der im Jahr 512 vollzogenen Akklamation des Areobindos
 (PLRE II (Fl. Areobindus Dagalaiphus Areobindus 1), 143f.) bestehen,
 vgl. <bibl><ref target="Greatrex_1997"><title>Greatrex
 (1997)</title></ref></bibl>, 74f.).

  Die Quellen berichten von der anschließenden Exilierung des Probos,
 eine im Vergleich zur Behandlung seiner beiden Brüder, die exekutiert
 wurden, leichte Strafe, zumal sie im Jahr 533 wieder aufgehoben wurde:
 Probos wurde in jenem Jahr gemeinsam mit dem <emph
 rend="italics">patricius</emph> Olybrius nach Konstantinopel
 zurückgeholt und erhielt sein Vermögen, das offensichtlich eingezogen
 worden war, zurück (Malal. XVIII 80). Die Milde der Bestrafung muss
 dadurch erklärt werden, dass sich Probos augenscheinlich nicht auf die
 Seite der Aufständischen stellte, sondern sich frühzeitig durch
 Verlassen seines Hauses ihrem Vorhaben entzog. Auch in späteren
 Zeugnissen findet er nochmal Erwähnung: Laut Johannes von Ephesos gab
 er diesem im Zeitraum von 540 bis 542 die Möglichkeit, in seinem Haus
 zu wohnen, vgl. Ioh. Eph. <emph rend="italics">V. SS. Or.</emph> 10.

  Interessant im Kontext der Figur des Probos ist darüber hinaus die
 Situation der Nachfolgeregelung beim Tod Kaiser Anastasios‘, mit dem ja
 Probos, Hypatios und Pompeios verwandt waren: Es herrschte „ein
 gewisses Durcheinander“ beim Ableben des Kaisers, da er keine Vorsorge
 für diesen Fall getroffen zu haben schien, vgl. <emph rend="italics">de
 caerim.</emph> I 93, <emph rend="italics">Anon. Val.</emph> XIII 74–78
 sowie <bibl><ref target="Meier_2009"><title>Meier
 (2009)</title></ref></bibl>, 322f. Zum sich anschließenden Aufstieg des
 Justin anstelle eines direkten Verwandten des Anastasios vgl.
 <bibl><ref target="Meier_2009"><title>Meier
 (2009)</title></ref></bibl>, 322f., <bibl><ref
 target="Leppin_2011a"><title>Leppin (2011a)</title></ref></bibl>,
 43ff., <bibl><ref target="Croke_2007"><title>Croke
 (2007)</title></ref></bibl>, <emph rend="italics">passim</emph> sowie
 <bibl><ref target="Meier_2014a"><title>Meier
 (2014a)</title></ref></bibl>, <emph rend="italics">passim</emph> mit
 einer ausführlichen Analyse der Karriere des Hypatios und Überlegungen
 dazu, warum er und seine Brüder zwar von einer direkten Nachfolge
 ausgeschlossen wurden, sowohl für Anastasios als auch später Justinian
 jedoch einen einzukalkulierenden Faktor darstellten. Meier kommt dabei
 zu dem Ergebnis, dass eine Zugehörigkeit zur kaiserlichen Familie
 keineswegs eine glänzende politische Karriere garantierte, die
 Erwartungshaltung der Bevölkerung, welche gerade in Zeiten der Unruhen
 und des Unmutes gegen den jeweils regierenden Herrscher auf Angehörige
 der kaiserlichen Familie als alternative Thronprätendenten zurückgriff,
 jedoch nicht vollständig ignoriert werden konnte. Dies führte dazu,
 dass der amtierende Kaiser die Mitglieder der (vormaligen) kaiserlichen
 Familie zumindest nicht gänzlich von der politischen Bildfläche
 verdrängen konnte, vgl. <bibl><ref target="Meier_2014a"><title>Meier
 (2014a)</title></ref></bibl>, besonders 14f.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000263" xml:space="preserve">
                        <ref>2ff.|8</ref>
                        <p><label>τὸν αὐτὸν βασιλέα Ἰουστινιανόν... τὸν αὐτὸν Πρόβον... ὁ αὐτὸς βασιλεὺς... τῷ αὐτῷ Πρόβῳ... ὁ αὐτὸς βασιλεὺς:</label>
  An der Häufung von αὐτός, die wohl amtlichen Sprachgebrauch spiegelt,
 lässt sich die linguistische Überdeterminierung der <emph
 rend="italics">Chronik</emph> erkennen; vgl. <bibl><ref
 target="James_1990"><title>James (1990)</title></ref></bibl>, 224f. und
 <bibl><ref target="Horrocks_2010a"><title>Horrocks
 (2010a)</title></ref></bibl>, 247.

 (F.Sch.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000268" xml:space="preserve">
                        <ref>3f.|3</ref>
                        <p><label>καὶ γενομένου σιλεντίου κομβέντου ἐπὶ πράξεως ὑπομνημάτων ἐγγράφως:</label>
  Nachdem ein <emph rend="italics">silentium</emph> und ein Konvent
 einberufen worden waren, wurde schriftlich über die Verhandlung
 Protokoll geführt. Der Terminus σιλέντιον ist dem Lateinischen
 entlehnt; in byzantinischer Zeit stand er in einem engen Zusammenhang
 mit dem der Person des Kaisers gebührenden Schweigen (vgl. <bibl><ref
 target="Christophilopulu_1951"><title>Christophilopulu
 (1951)</title></ref></bibl>, 79). Er kommt zudem in der Wendung
 σιλέντιον διδόναι vor, einer Weisung des Kaisers an seinen <emph
 rend="italics">praepositus</emph>, während einer Zeremonie den
 Anwesenden ein Zeichen zu geben zu schweigen, sich zu sammeln oder zu
 entfernen. Im Rahmen einer Weiterbildung erscheint der Terminus
 σιλέντιον jedoch auch als Bezeichnung für eine Versammlung selbst, die
 in der Regel feierlichen Charakter hatte und sich weniger durch
 Diskussionen und Debatten kennzeichnete als vielmehr durch das
 Bekanntgeben kaiserlicher Entschlüsse und die Entgegennahme von
 Akklamationen (<bibl><ref
 target="Christophilopulu_1951"><title>Christophilopulu
 (1951)</title></ref></bibl>, 80 sowie <emph rend="italics">De
 caerim.</emph> I 77). In der Zeit Justinians wurden an die
 beschriebenen Silentien jedoch auch noch förmliche Prozesse überwiesen,
 was aus der Novelle LXII aus dem Jahr 534 hervorgeht:

  NOV. LXII DE SENATORIBUS. (AD 537)

  CAPUT I.

  <emph rend="italics">In praesenti itaque multis variisque actibus
 urgentibus, quos nostra maiestas bello ac pace indefesse gerere
 noscitur, pars vacantium senatorum in nimiam deminutionem pervenit
 hocque summam putavit iniuriam et non curiosae conversationis
 remedium.</emph>

 <lb/><lb/>

  # <emph rend="italics">Ideoque et eam quibus oportet modis ampliare
 # nostro molimento visum est et homines nobilitate et summa opinione
 # egregios ei adsignare, quatenus una quidem nostri senatus pars per
 # administrationes suam ostendat sagacitatem, altera vero, quae in
 # quiete degit, alio modo suum ingenium reipublicae valeat
 # exhibere.</emph>

  # <emph rend="italics">Et quia magna utilitas ex iudicandi sinceritate
 # reipublicae nostrae cedit, quaedam autem causae post appellationes
 # iudicibus porrectas in sacrum nostri numinis consistorium inferuntur
 # et a nostris proceribus examinantur, idcirco nobis &lt;placuit&gt;
 # non solum iudices nostros, sed etiam senatores ad examinandas lites
 # in consultationibus convenientes una cum aliis florentissimis nostris
 # proceribus litium facta trutinare, et quemadmodum, si quando
 # silentium ob alia una cum conventu fuerit nuntiatum, omnes
 # colliguntur et proceres et senatores, ita et nunc, quando silentium
 # tantummodo propter alicuius causae examinationem pronuntietur, etsi
 # non addatur conventus vocabulum, tamen eos convenire et omnes
 # consedentes quod eis visum fuerit sub sacrosanctorum evangeliorum
 # praesentia et statuere et ad nostram referre scientiam et augustae
 # maiestatis dispositionem expectare: a solis senatoribus, sed ab
 # utroque ordine, huiusmodi litibus exercendis. Melius enim et
 # perpensius amplioribus quam paucis examinantibus ius merum et
 # iustitiae lumen invenitur.</emph>

  # <emph rend="italics">Eo certissimo constituto, quod et in ludis
 # circensibus et quando conventus fuerit nuntiatus, solito more et
 # senatores colligi necesse est et suum officium exercere. Et hunc
 # quidem praesentis legis articulum ita disponimus et hac constitutione
 # in perpetuum valitura constringimus.</emph>

 <lb/><lb/>

  Der Ausdruck σιλέντιον erscheint hier in Verbindung mit dem Terminus
 <emph rend="italics">conventus</emph> (neben der genannten Novelle auch
 noch in <emph rend="italics">De caerim.</emph> I 92 und I 93). Während
 <emph rend="italics">silentium</emph> in dieser Anwendung lediglich
 eine Versammlung des kaiserlichen Rates bzw. des <emph
 rend="italics">consistoriums</emph> bezeichnet, meint eine
 Veranstaltung <emph rend="italics">silentium cum conventu</emph> eine
 Ergänzung der im <emph rend="italics">consistorium</emph> üblicherweise
 anwesenden Mitglieder durch Senatsangehörige, die in den
 Entscheidungsprozess beispielsweise in Rechtsfragen miteinbezogen
 werden sollten. „In serious cases, senators who did not belong to the
 Council were frequently called to assist. The technical term for a
 meeting of the Council was silentium; a meeting in which the Senate
 took part was called silentium et conventus. But the words <emph
 rend="italics">et conventus</emph> were frequently dropped; and thus it
 becomes difficult to say in a given case whether a silentium means the
 Council only or the Council and Senate.” (<bibl><ref
 target="Bury_1923"><title>Bury (1923)</title></ref></bibl>, 23f.)

  Ein solches (in der Novelle LXII beschriebenes) σιλέντιον war dadurch
 gekennzeichnet, dass es im Gegensatz zur oben beschriebenen Variante
 Rede und Gegenrede der Teilnehmer sowie die freie Meinungsäußerung der
 Teilnehmenden zuließ, diese sogar als förderlich für die
 Entscheidungsfindung empfunden wurde, vgl. <emph
 rend="italics">Nov.</emph> LXII 2: <emph rend="italics">Melius enim et
 perpensius amplioribus quam paucis examinantibus ius merum et iustitiae
 lumen invenitur</emph>). Die Angelegenheiten, die bei Silentien
 behandelt wurden, waren hauptsächlich innenpolitischer Natur und dabei
 sowohl weltlicher als auch kirchlicher Art. Bei den Verhandlungen mit
 weltlichen Themen ging es zumeist um Hochverratsprozesse gegen die
 Person des Kaisers (wie dies auch im vorliegenden Fall des Probos
 gegeben sein könnte). Mit diesbezüglichen Prozessen beschäftigten sich
 die Silentien bis ins 7. Jh. Aus den im 6. Jh. entstandenen Kapiteln
 des Zeremonienbuches wissen wir zudem, dass in entsprechenden Silentien
 auswärtige Gesandtschaften empfangen wurden, wobei der Schwerpunkt
 dieser Veranstaltungen auf der gegenseitigen Gunsterstattung und dem
 Geschenkeaustausch, weniger auf einer politischen Auseinandersetzung
 lag (vgl. <emph rend="italics">De caerim.</emph> I 87–89). Für das 6.
 Jh. belegt sind darüber hinaus die Beförderungen höherer Amtsträger in
 Silentien (z.B. <emph rend="italics">De caerim.</emph> I 84–85).

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000265" xml:space="preserve">
                        <ref>3|5</ref>
                        <p><label>σιλεντίου:</label>
  Latinismus; σιλέντιον, „reception, audience“ (Lampe). Der Chronist
 verwendet über 150 Latinismen, was für die offizielle und populäre
 Sprache seiner Zeit charakteristisch ist, vgl. <bibl><ref
 target="James_1990"><title>James (1990)</title></ref></bibl>, 222f.
 Dies ist bemerkenswert, weil das Griechische im Begriff war, das
 Lateinische als Verwaltungssprache abzulösen, vgl. <bibl><ref
 target="Horrocks_2010a"><title>Horrocks
 (2010a)</title></ref></bibl>, 245.

 <lb/><lb/>

  σιλεντίου κομβέντου: asyndetisch.

 (F.Sch.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000266" xml:space="preserve">
                        <ref>3|6</ref>
                        <p><label>κομβέντου:</label>
  Latinismus; κόνβεντος, „conventus, assembly“ (LSJ Supp.).

 (F.Sch.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000267" xml:space="preserve">
                        <ref>3f.|7</ref>
                        <p><label>ἐπὶ πράξεως ὑπομνημάτων ἐγγράφως:</label>
  ἐπί + Gen. scheint das Ziel der Zusammenkünfte anzugeben: ‚um einen
 Bericht der Tat zu verfassen‘. Die Bestimmung eines Nomens durch ein
 Adverb ist seltsam. Vielleicht ist ἐγγράφων zu konjizieren.

 (F.Sch.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000269" xml:space="preserve">
                        <ref>4|4</ref>
                        <p><label>τῶν πεπραγμένων πάντων:</label>
  τὰ πεπραγμένα hier entweder im Sinne von 'Akten', was <bibl><ref
 target="Wolf_1911"><title>Wolf (1911)</title></ref></bibl>, 74 als
 Latinismus erklärt, oder 'das Vorgefallene', πράξεως aufgreifend.

 (F.Sch.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000270" xml:space="preserve">
                        <ref>4f.|7</ref>
                        <p><label>ὑπαναγνωσθέντων: </label>
  ὑπαναγιγνώσκω in der Bedeutung ‚Satz für Satz lesen‘ bereits im
 klassischen Griechisch, vgl. Is. 11, 4; Aeschin. 2, 109; Hyp. <emph
 rend="italics">Eux</emph>. 40. Erst spätgriechisch in der Bedeutung
 ‚laut lesen‘, vgl. Hierocl. <emph rend="italics">in CA</emph> 27 p. 484
 M. So auch an dieser Stelle.

 (F.Sch.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000271" xml:space="preserve">
                        <ref>5f.|11</ref>
                        <p><label>τοῦ κοινοῦ τῆς συγκλήτου:</label>
  κοινόν impliziert einen weiteren Teilnehmerkreis als bei den beiden
 vorher genannten Versammlungsformen. Die Junktur erscheint auch in
 Malal. VII 10,11.

 (F.Sch.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000272" xml:space="preserve">
                        <ref>6|5</ref>
                        <p><label>ὁ αὐτὸς βασιλεὺς τὰ πεπραγμένα ἔσχισεν:</label>
  Entsprechend der obigen Beschreibung der Funktion des Silentiums als
 Gericht in Hochverratsprozessen erfolgte vor der Vollversammlung auch
 die Entscheidung des Kaisers, die er durch die Geste des Zerreißens der
 Protokolle, die über Probos geführt worden waren, zum Ausdruck brachte.
 Nach <bibl><ref target="Leppin_2018"><title>Leppin
 (2018)</title></ref></bibl>, 52 spricht dieser symbolische Akt am Ende
 des Verfahrens dafür, dass der Kaiser an den vorherigen Ermittlungen
 nicht beteiligt gewesen war. Die Geste selbst hat dabei eine starke
 Symbolkraft, da sie die Nichtigkeit aller erhobenen Vorwürfe bzw. die
 Freisprechung des Angeklagten von ihnen verdeutlicht. Zudem
 veranschaulicht sie möglicherweise auch die Bedeutungslosigkeit des
 Probos, an dem der Kaiser gefahrlos einen solchen, im Kontrast zur
 Bestrafung seiner Brüder stehenden Gnadenerweis durchexerzieren konnte,
 vgl. <bibl><ref target="Meier_2014a"><title>Meier
 (2014a)</title></ref></bibl>, 9f. Üblicherweise wurde auf diese Weise
 mit Schuldscheinen verfahren, die im Senat zerrissen wurden. Auch aus
 biblischem Kontext sind Parallelen bekannt, die die Auflösung von
 Schuld durch einen entsprechenden Schuldschein verdeutlichen, vgl. Col.
 2,14: „Gott hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen
 und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben.“ Was hier
 herausgekehrt wird, ist die Gnade und Milde des Kaisers, die den Probos
 nicht in der gleichen Weise wie seine Cousins bestraft. Es ist diese
 Tugend der <emph rend="italics">clementia</emph> bzw. <emph
 rend="italics">philantropía</emph>, die auch in den folgenden Kapiteln
 im Verhalten Justinians und Theodoras deutlich wird und die Kapitel
 thematisch miteinander verbindet.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000273" xml:space="preserve">
                        <ref>7f.|7</ref>
                        <p><label>τὸ ἁμάρτημα ..., ὃ κατ᾿ ἐμοῦ ἔπραξας:</label>
  κατά mit Genitiv hat bei Malalas häufig die metaphorische Bedeutung
 ‚contra‘, vgl. <bibl><ref target="Rüger_1895"><title>Rüger
 (1895)</title></ref></bibl>, 11f. Es steht daher oft bei Verben des
 Kämpfens, vgl. <bibl><ref target="Wolf_1912"><title>Wolf
 (1912)</title></ref></bibl>, 45.

 (F.Sch.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000274" xml:space="preserve">
                        <ref>8|3</ref>
                        <p><label>εὖξαι οὖν, ἵνα καὶ ὁ θεὸς συγχωρήσῃ σοι:</label>
  εὔχομαι wird klassisch mit Infinitiv konstruiert, mit Finalsatz erst im
 späteren Griechisch, vgl. Aristeas 45; D.H. 9, 53; Arr. <emph
 rend="italics">Epict</emph>. 2, 6, 12.

 (F.Sch.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000276" xml:space="preserve">
                        <ref>8f.|11</ref>
                        <p><label>καὶ ἀνυμνήθη ὁ αὐτὸς βασιλεὺς ὑπὸ τῆς συγκλήτου:</label>
  Am Ende der Sitzung werden Lobes- und Dankesakklamationen auf den
 Kaiser durchgeführt, die sich auf dessen Milde gegenüber Probos
 beziehen. Unter einer <emph rend="italics">acclamatio</emph> sind
 rhythmisch oder sprechchorartige Zurufe zu verstehen, die Glückwunsche,
 Lob, Beifall oder auch deren Gegenteil ausdrücken konnten. Im Laufe der
 Kaiserzeit wurden diese zunächst spontanen Äußerungen des Volkes zu
 vorformulierten und zeremoniell festgelegten Sprechakten (<bibl><ref
 target="Hurschmann_1996"><title>Hurschmann (1996)</title></ref></bibl>,
 53f.). Ihre Funktion als „Surrogat politischer Partizipation“
 untersuchte <bibl><ref target="Wiemer_2004"><title>Wiemer
 (2004)</title></ref></bibl> und <bibl><ref
 target="Wiemer_2013"><title>Wiemer (2013)</title></ref></bibl> und
 legte dar, wie dieses Phänomen in spätrömischer Zeit alle
 Gesellschaftsschichten umfasste (es gab im spätrömischen Reich nur eine
 Personengruppe, die niemals akklamierte: der Kaiser und seine Familie,
 <bibl><ref target="Wiemer_2013"><title>Wiemer
 (2013)</title></ref></bibl>, 186), alle Bereiche des öffentlichen
 Lebens durchdrang und andere Formen politischer Kommunikation in den
 Hintergrund drängte (<bibl><ref target="Wiemer_2013"><title>Wiemer
 (2013)</title></ref></bibl>, 191). Die Akklamation entwickelte sich zu
 einem Medium der Kommunikation mit dem abwesenden Kaiser: In den
 Provinzstädten waren lediglich die Statthalter zugegen, die den Kaiser
 vertraten. Über die Anfertigung von Protokollen und die Bearbeitung der
 Akklamationen durch höhere Amtsträger im Auftrag des Kaisers konnte die
 Bevölkerung jedoch mit dem Kaiser in Kontakt treten: „Als die Kaiser
 der Spätantike Akklamationen, die ihnen lediglich in schriftlicher Form
 bekannt wurden, als legitime Willensäußerung ihrer Untertanen
 anerkannten, übertrugen sie einen Modus der Interaktion, der bisher nur
 in der direkten Begegnung zwischen dem Kaiser und seinen Untertanen
 wirksam gewesen war, auf das gesamte Reich und schufen damit ein auf
 ihre Person ausgerichtetes System der Kommunikation, das im Prinzip
 allen Reichsbewohnern offen stand.“ (<bibl><ref
 target="Wiemer_2013"><title>Wiemer (2013)</title></ref></bibl>, 192).

 <lb/><lb/>

  Bemerkung: Es scheint, als ob die Reihenfolge der von Malalas
 beschriebenen Ereignisse vertauscht wurde: Der hier genannte Prozess
 gegen Probos, dessen Grund nicht näher benannt wird, ist mit großer
 Wahrscheinlichkeit ein Hochverratsprozess gewesen (vgl. die
 Ausführungen zu σιλέντιον in diesem Kapitel). Wir erfahren von der
 späteren Exilierung des Probos, die im Jahr 533 wieder aufgehoben
 wurde: Probos wurde in diesem Jahr gemeinsam mit dem <emph
 rend="italics">patricius</emph> Olybrius nach Konstantinopel
 zurückgeholt und erhielt sein Vermögen, das offensichtlich eingezogen
 worden war, zurück (Malal. XVIII 80). Von einem dieser Exilierung
 vorausgehenden Prozess ist bei Malalas im Kontext des Nika-Aufstandes,
 in dem das Vergehen des Probos eher zu verorten sein könnte, keine Rede
 (und auch in keiner weiteren Quelle). Eventuell handelt es sich hier
 also um eine verdrehte Reihung der Ereignisse, die der thematischen
 Einheit der Kapitel 22–24 geschuldet sein könnte.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000275" xml:space="preserve">
                        <ref>8|12</ref>
                        <p><label>ἀνυμνήθη:</label>
  ἀνυμνέω im Sinne von ‚(durch Gesang) preisen‘ erst im kaiserzeitlichen
 Griechisch, vgl. D.H. <emph rend="italics">Rh</emph>. 2, 1 (‚feiern‘);
 Iul. <emph rend="italics">Or</emph>. 5, 172d; Chor. p. 127 B., Procop.
 Gaz. <emph rend="italics">Ep</emph>. 52; Ps.-Luc. <emph
 rend="italics">Philopatr</emph>. 4 (Passiv). Das Verb hat oft eine
 religiöse Konnotationen, vgl. Lampe.

 (F.Sch.)</p>
                    </item>
                </list>

            <!-- Kommentar Ende -->
            </div>
  
            <!-- Bibliographie -->
            <div type="bibliography">
                <listBibl>
    
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                    <bibl xml:id="Wiemer_2013" xml:space="preserve">
                          Wiemer (2013): Wiemer, Hans-Ullrich: 
                        Voces Populi. Akklamationen als Surrogat politischer Partizipation. 2013, 173–202
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Wolf_1911" xml:space="preserve">
                          Wolf (1911): Wolf, Karl: 
                        Studien zur Sprache des Malalas, Tl. 1: Formenlehre. 
                        Diss. München 1911
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Wolf_1912" xml:space="preserve">
                          Wolf (1912): Wolf, Karl: 
                        Studien zur Sprache des Malalas, Tl. 2: Syntax. 
                        Diss. München 1912
                    </bibl>
      
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