<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:lang="de">
<?xml-model href="http://www.stoa.org/epidoc/schema/latest/tei-epidoc.rng" schematypens="http://relaxng.org/ns/structure/1.0"?>
    <teiHeader>
        <fileDesc>
            <titleStmt>
                <title type="main">Historisch-philologischer Kommentar zur Chronik des Johannes Malalas</title>
                <title type="sub">Buch 18, Kapitel 42</title>
                <author>die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HAdW-Forschungsstelle Malalas</author>
                <respStmt xml:id="Malalas">
                    <resp>Export vom 20260604-000003</resp>
                    <name>daffi/HAdW</name>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <date>20260604</date>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>Heidelberger Akademie der Wissenschaften: Forschungsstelle Malalas-Kommentar</publisher>
                <availability status="restricted">
                    <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de">CC BY-NC-SA 4.0</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <p>Export aus Malalas-Datenbank</p>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
        <revisionDesc>
            <listChange>
                <change>
                    <date>20260604-000003</date>
                    <name>die Mitarbeiter der HAdW-Forschungsstelle</name>
                </change>
            </listChange>
        </revisionDesc>
    </teiHeader>
    <text>

            <!-- Kommentar Anfang -->
            <div type="commentary">
  
                <list>
                    <item corresp="#K007059" xml:space="preserve">
                        <ref></ref>
                        <p><label></label>
  XVIII 42 berichtet von einer großen, reichsweiten Heidenverfolgung, in
 deren Zusammenhang Enteignungen stattfanden und die vor allem
 hochrangige Reichsbeamte traf. Im Zuge der Verfolgungen ordnete
 Justinian an, dass „Altgläubige“ keine gehobene Stellung im Staat mehr
 einnehmen dürften und dass allgemein Angehörige von Häresien römisches
 Hoheitsgebiet verlassen müssten. Als Frist für eine Konversion zum
 orthodoxen Glauben wurde der Zeitraum von drei Monaten veranschlagt.

 <lb/><lb/>

  Die Gesetze, die im Kontext der Heidenverfolgung erlassen wurden und
 als „göttlich“ bezeichnet werden, wurden im gesamten Reich
 veröffentlicht und verbreitet, was den umfassenden Charakter der
 Maßnahmen markiert. Zu den wichtigen Gesetzestexten zählen <emph
 rend="italics">Cod Iust.</emph> I 5 sowie <emph rend="italics">Cod.
 Iust.</emph> I 11 (für eine Auswertung der Gesetze im Detail vgl.
 <bibl><ref target="Noethlichs_1998"><title>Noethlichs
 (1998)</title></ref></bibl>, 21ff.). Unter den Novellen gibt es jedoch
 keine, die sich eigens nur dem Heidentum befasst (vgl. <bibl><ref
 target="Noethlichs_2001b"><title>Noethlichs
 (2001b)</title></ref></bibl>, 739f.). Die jüngere Forschung hat
 besonders für den Abschnitt I 11 eine komplette Zuschreibung auf
 Justinian widerlegt: Es gab, wie Arbeiten an den Handschriften des
 Codex belegen konnten, bereits unter Anastasios antipagane
 Gesetzgebung, die in einzelne Paragraphen von <emph rend="italics">Cod
 Iust.</emph> I 11 miteingeflossen ist, die man bisher fälschlich in
 Gänze Justinian zugewiesen hat, vgl. dazu im Detail <bibl><ref
 target="Corcoran_2009"><title>Corcoran (2009)</title></ref></bibl>,
 183–208. Vergleicht man die spezifisch justinianischen Heidengesetze im
 <emph rend="italics">Codex Iustinianus</emph> mit den darin
 aufgenommenen Konstitutionen früherer Kaiser, so fällt ein bedeutender
 Unterschied auf: Während die älteren Verordnungen vornehmlich auf die
 Zurückdrängung des heidnischen Kultes zielten, ging es Justinian darum,
 religiöse Gesinnung gesetzlich zu erzwingen. Damit tritt dem Betrachter
 erneut die zentrale Grundlinie der justinianischen Religions- und
 Kirchenpolitik vor Augen: der Versuch nämlich, das eigene, persönliche
 Bekenntnis der gesamten Reichsbevölkerung aufzuzwingen, vgl. <bibl><ref
 target="Meier_2004a"><title>Meier (2004a)</title></ref></bibl>, 206f.
 sowie <bibl><ref target="Noethlichs_1998"><title>Noethlichs
 (1998)</title></ref></bibl>, 23. Außerhalb der hier erwähnten Aktionen
 finden sich als antiheidnische kaiserliche Maßnahmen ein generelles
 Lehrverbot für Heiden (<emph rend="italics">Cod. Iust.</emph> I 5,18,4;
 I 11,10,2) sowie später im Jahr 562 auch Bücherverbrennungen und die
 Zerstörung heidnischer Bilder und Götterstatuen vgl. <bibl><ref
 target="Noethlichs_2001b"><title>Noethlichs
 (2001b)</title></ref></bibl>, 740 sowie <bibl><ref
 target="Speyer_1981"><title>Speyer (1981)</title></ref></bibl>, 136f.
 In den gleichen Kontext fällt auch das 529 erfolgte Verbot der Lehre
 von Philosophie und Astronomie in Athen, vgl. dazu XVIII 47.

 <lb/><lb/>

  Die Listen der Opfer in der <emph rend="italics">Chronographia</emph>
 und bei Theophanes weisen eine Reihe prominenter Namen auf, darunter
 den <emph rend="italics">patricius</emph> Phokas sowie den <emph
 rend="italics">quaestor sacri palatii</emph> Thomas, den Justinian im
 Zuge dieser Heidenverfolgung durch seinen Vertrauten Tribonian
 ersetzte. Vor allem diese letztere Aktion hat in der Forschung
 Kontroversen darüber hervorgerufen, ob die sehr personalisierte erste
 Heidenverfolgung unter Justinian inszeniert gewesen sein könnte, um
 bestimmten Personen den Zugang zu wichtigen Ämtern zu ermöglichen bzw.
 andere aus ihnen zu verdrängen. Neben der Einsetzung Tribonians vollzog
 sich nämlich noch ein weiterer interessanter Personalwechsel in der
 höchsten Reichsadministration: Auch der <emph rend="italics">praefectus
 praetorio Orientis</emph> Menas (PLRE II (Menas 5), 755) wurde durch
 Demosthenes (PLRE II (Demosthenes 4), 353f.) abgelöst; wie Tribonian
 war auch Demosthenes ein offensichtlicher Vertrauter Justininians, der
 loyal und linientreu dessen politische Vorstellungen umsetzte (vgl.
 XVIII 63 sowie <bibl><ref target="Meier_2004a"><title>Meier
 (2004a)</title></ref></bibl>, 206). Auch wenn keine Beweise dafür
 vorliegen, dass diese „Heidenverfolgungen“ ausschließlich der
 Personalpolitik Justinians dienen sollten, so ist es doch denkbar, dass
 im Zuge von Verfolgungen unliebsame Beamte ohne großes Aufsehen
 entfernt werden konnten (vgl. <bibl><ref
 target="Meier_2004a"><title>Meier (2004a)</title></ref></bibl>, 205f.
 sowie <bibl><ref target="Honoré_1978"><title>Honoré
 (1978)</title></ref></bibl>, 52).

 </p>
                    </item>
                </list>

            <!-- Kommentar Ende -->
            </div>
  

<div xml:id="B000040" n="B000040" rend="inline" type="section">
  <p>            Theoph. I 180, 11–21, Cedr. 647,3–7; <mentioned>Chron. Anon. Pseudo-Diony.</mentioned>
            852, Mich. Syr. 9,24; Procop. <mentioned>Anecd.</mentioned> 11, 31–32; Joh. Lyd.
            <mentioned>De mag.</mentioned> 3,74; <mentioned>Chron. Pasch.</mentioned> 621,9
</p></div> 
        <body>

            <!-- Griechische Transkription -->
            <div type="edition" xml:id="T000044" xml:space="preserve">
                <ab>
                    <lb n="1"/><anchor xml:id="K000630"/>Ἐν αὐτῷ δὲ τῷ χρόνῳ διωγμὸς γέγονεν <anchor xml:id="K000612"/>Ἑλλήνων μέγας, <anchor xml:id="K000613"/>καὶ πολ- 
                    <lb n="2"/>λοὶ ἐδημεύθησαν, ἐν οἷς ἐτελεύτησαν <anchor xml:id="K000587"/>Μακεδόνιος, <anchor xml:id="K000590"/>Ἀσκληπιόδοτος, 
                    <lb n="3"/><anchor xml:id="K000614"/>Φωκᾶς ὁ Κρατεροῦ, καὶ <anchor xml:id="K000615"/>Θωμᾶς ὁ <anchor xml:id="K000616"/>κοιαίστωρ· <anchor xml:id="K000616"/>καὶ ἐκ τούτου πολὺς φόβος 
                    <lb n="4"/>γέγονεν. <anchor xml:id="K000620"/>ἐθέσπισεν δὲ ὁ αὐτὸς βασιλεύς, ὥστε μὴ πολιτεύεσθαι τοὺς 
                    <lb n="5"/>ἑλληνίζοντας, <anchor xml:id="K000624"/>τοὺς δὲ τῶν ἄλλων αἱρέσεων ὄντας <anchor xml:id="K000625"/>ἀφανεῖς γενέσθαι τῆς 
                    <lb n="6"/>Ῥωμαϊκῆς πολιτείας, προθεσμίαν τριῶν μηνῶν <anchor xml:id="K000626"/>λαβόντες <anchor xml:id="K000627"/>εἰς τὸ γενέσθαι 
                    <lb n="7"/>αὐτοὺς κοινωνοὺς <anchor xml:id="K000628"/>τῆς ὀρθοδόξου πίστεως. ὅστις θεῖος τύπος ἐνεφανίσθη 
                    <lb n="8"/>ἐν πάσαις ταῖς <anchor xml:id="K000632"/>ἐξωτικαῖς πόλεσιν. 
                </ab>
            </div>

            <!-- Kommentar Anfang -->
            <div type="commentary">
  
                <list>
                    <item corresp="#K000588" xml:space="preserve">
                        <ref>1|1</ref>
                        <p><label>Ἐν αὐτῷ δὲ τῷ χρόνῳ:</label>
  Der Leser befindet sich noch immer im Zeitraum 528/529 n. Chr.; Theoph.
 I 180,11 legt die hier beschriebenen Aktionen hingegen in die 8.
 Indiktion, also in den Zeitraum 529/530 n. Chr. Zu dieser formelhaften
 Zeitangabe sowie zu der ähnlichen Formel ἐν δὲ τῷ αὐτῷ χρόνῳ: <ref
 target="#K000592">18, 40</ref>. αὐτός erfüllt in den zwei Ausdrücken
 allerdings verschiedene Funktionen: Vor dem bestimmten Artikel τῷ ist
 es kein Adjektiv (mehr), sondern ein Demonstrativpronomen mit nahezu
 deiktischer Kraft: „diese“ (~ οὗτος, vgl. <bibl><ref
 target="Psaltes_1913"><title>Psaltes (1913)</title></ref></bibl>, § 309
 für das sprachliche Phänomen und <bibl><ref
 target="Festugière_1978"><title>Festugière (1978)</title></ref></bibl>,
 223 für die Stellenangaben in der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph>). Diese Verwendung von αὐτός
 antizipiert den neugriechischen Sprachgebrauch: s. neben <bibl><ref
 target="Psaltes_1913"><title>Psaltes (1913)</title></ref></bibl>, § 309
 auch <bibl><ref target="Horrocks_2010a"><title>Horrocks
 (2010a)</title></ref></bibl>, 247.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000630" xml:space="preserve">
                        <ref>1|1</ref>
                        <p><label>Ὅστις:</label>
  Das unbestimmte/verallgemeinernde Relativpronomen des klassischen
 Griechisch ὅστις ist in der <emph rend="italics">Chronographia</emph>
 der Form nach erhalten und oft benutzt (181mal). Dabei ist die relative
 Funktion weitgehend aufgegeben: ὅστις dient normalerweise als Personal-
 bzw. Demonstrativpronomen („er“, „jener“); nicht selten wird es, wie in
 der vorliegenden Stelle, auch adjektivisch gebraucht und bedeutet dann
 so viel wie οὗτος („dieser“): vgl. z.B. auch ὅστις τόπος κέκληται in
 XIII 38 und <bibl><ref target="Weierholt_1963"><title>Weierholt
 (1963)</title></ref></bibl>, 20, 22–23.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000612" xml:space="preserve">
                        <ref>1|8</ref>
                        <p><label>Ἑλλήνων:</label>
  οἱ Ἕλληνες bezeichnet hier die „Heiden“ (so auch <bibl><ref
 target="Wilson_1971"><title>Wilson (1971)</title></ref></bibl>, 27 Anm.
 21 „pagans“), d.h. die Anhänger des alten polytheistischen Glaubens:
 für diese Bedeutung siehe die entsprechenden Einträge in LSJ s.v. II 5,
 Lampe s.v. 2, GLRBP s.v. Der (epochale) Bedeutungswandel des Wortes
 Ἕλληνες nicht zur Bezeichnung der Bewohner der griechischen Halbinsel
 (oder besser: der Sprecher der griechischen Sprache und Teilhaber an
 der griechischen Kultur), sondern der Anhänger des Heidentums ist für
 das erste Mal im vierten Jahrhundert belegt (s. z.B. Eun. <emph
 rend="italics">VS</emph> 6, 5, 3; 10, 6, 3 mit den Anmerkungen von
 <bibl><ref target="Becker_2013"><title>Becker
 (2013)</title></ref></bibl>, 280–281, 465) und entwickelte sich rasch
 zum allgemeinen Sprachgebrauch: siehe die einschlägige Monographie von
 <bibl><ref target="Stenger_2009"><title>Stenger
 (2009)</title></ref></bibl>, insb. 22–33, mit weiterer Literatur.

 <lb/><lb/>

  Ein Problem bei der Beschäftigung mit Justinians Heidenpolitik stellt
 die exakte Definition des Begriffes „Heide“ zur Zeit seiner Herrschaft
 dar. Infolge des jahrhundertelangen Nebeneinanders paganer und
 christlicher Traditionen und Lebensformen war eine Gemengelage
 entstanden, in der Heidnisches und Christliches nicht mehr scharf
 voneinander zu treffen waren, vgl. dazu <bibl><ref
 target="Meier_2004a"><title>Meier (2004a)</title></ref></bibl>, 203ff.
 sowie <bibl><ref target="Maas_1992"><title>Maas
 (1992)</title></ref></bibl>, 4: „The social identity of a late antique
 man […] comprised allegiances to a number of institutions and ideas:
 Christianity, classical urban culture, a traditional education in
 rhetoric, philosophy, and possibly Latin, an appreciation of imperial
 government. In the course of a single day he might read Plato, be
 healed at a saint’s shrine, deliver a panegyric in Latin, praise or
 criticize the emperor, and sing the Trisagion hymn – without any sense
 of contradiction.” Vgl. zum spätantiken Heidentum auch <bibl><ref
 target="Leppin_2004"><title>Leppin (2004)</title></ref></bibl>, passim.
 Für die Herrschaftszeit Justinians ist bekannt, dass er in seine
 Herrschaftsrepräsentation und Herrschaftsauffassung altrömische
 Elemente einband und diese mit christlichen Elementen verwob (vgl. dazu
 <bibl><ref target="Maas_1992"><title>Maas (1992)</title></ref></bibl>,
 41ff.). Bei diesem Vorgehen beschränkte sich der Kaiser jedoch darauf,
 die ihm nützlichen Elemente zu adaptieren und andere, unpassende
 Elemente zu verdrängen (ein gutes Beispiel für diesen Mechanismus
 stellt z.B. die Konstruktion eigener Vergangenheitsbilder durch den
 Kaiser dar, vgl. dazu <bibl><ref target="Maas_1986"><title>Maas
 (1986)</title></ref></bibl>, <bibl><ref
 target="Noethlichs_2001b"><title>Noethlichs
 (2001b)</title></ref></bibl>, 707 sowie <bibl><ref
 target="Meier_2004a"><title>Meier (2004a)</title></ref></bibl>,
 141ff.). Die Kriterien bei der Auswahl nützlicher bzw. unbrauchbarer
 Elemente bestimmte der Kaiser und beanspruchte darüber auch ein Monopol
 für die Definition des Begriffs „Heide“: „[…] als heidnisch wurde
 nunmehr nicht unbedingt alles Altrömische, mit herkömmlichem
 Götterglauben zu assoziierende angesehen, sondern vielmehr nur
 dasjenige, was sich nicht unmittelbar in Justinians spezifische
 Vorstellungen eines christlich-römischen Imperiums fügte. Damit wurde
 der Begriff „Heide“, mehr noch als in den zurückliegenden Jahren,
 politisiert. Der Vorwurf des Heidentums betraf jetzt nicht mehr
 vorwiegend die Neigung zu alten Kulten, sondern implizierte vielmehr
 die Aufrechterhaltung oder gar Propagierung alter Traditionen, die in
 der Konzeption Justinians keinen Platz mehr besaßen, wodurch der
 Vorwurf des Heidentums letztlich zur pauschalen Chiffre für politischen
 Widerstand werden konnte.“ (<bibl><ref
 target="Meier_2004a"><title>Meier (2004a)</title></ref></bibl>, 204.
 Diese Politisierung des Heidenbegriffes kann als Erklärungselement für
 die Tatsache dienen, dass in dieser ersten großen Heidenverfolgung die
 Opfer der Aktionen keine größeren Gruppen bzw. Anhänger bestimmter
 Kulte waren, sondern prominente Einzelpersonen, die sogar namentlich
 genannt werden und die Justinian aus verschiedenen Gründen im Weg
 gewesen sein könnten (s.u.).

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000613" xml:space="preserve">
                        <ref>1f.|10</ref>
                        <p><label>καὶ πολλοὶ ἐδημεύθησαν:</label>
  Ab diesem Halbsatz beginnt die konkrete Auflistung der Maßnahmen, die
 zur ersten großen Heidenverfolgung Justinians gehörten. Die Verfolgung
 fand reichsweit statt und wurde durch Konfiskationen zahlreicher
 Besitztümer sowie durch den Tod bekannter Männer begleitet.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000587" xml:space="preserve">
                        <ref>2|6</ref>
                        <p><label>Μακεδόνιος:</label>
  Einer der Männer, der nach der Darstellung in der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> den Verfolgungen zum Opfer fiel,
 war der <emph rend="italics">referendarius</emph> vor 529 n. Chr.
 Makedonios (PLRE IIIB (Macedonius 1), 801). In der Liste des
 Theophanes, der ebenfalls Angaben zu den von den Verfolgungen
 betroffenen Personen macht und dessen Bericht sich insgesamt als
 vertrauenswürdiger erweist (möglicherweise lag Theophanes eine ältere
 Textversion vor, als wir sie heute über den Baroccianus nachvollziehen
 können), taucht Makedonios allerdings nur als Angeklagter auf, vgl.
 Theoph. I 180,13.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000590" xml:space="preserve">
                        <ref>2|7</ref>
                        <p><label>Ἀσκληπιόδοτος:</label>
  Ein weiteres Opfer ist nach der Liste in der <emph
 rend="italics">Chroographia</emph> der <emph rend="italics">ex
 praefectus</emph> des Jahres 529/530 n. Chr. Asklepiodotos (PLRE IIIA
 (Asclepiodotus 1), 134). Theoph. I 180,14 beschreibt dessen Schicksal
 etwas genauer: Asklepiodotos habe Gift geschluckt und so Selbstmord
 begangen, vgl. Theoph. I 180,14.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000614" xml:space="preserve">
                        <ref>3|1</ref>
                        <p><label>Φωκᾶς ὁ Κρατεροῦ:</label>
  Die Angabe über den Tod des Phokas (PLRE II (Phocas 5), 881f.), den
 Sohn des Krateros, ist mit großer Wahrscheinlichkeit zu
 vernachlässigen. Phokas ist für das Jahr 532 als <emph
 rend="italics">praefectus praetorio Orientis</emph> (vgl. Joh. Lyd.
 <emph rend="italics">De mag.</emph> III 72–76; Procop. <emph
 rend="italics">Pers.</emph> I 24,18 sowie <emph
 rend="italics">Anecd.</emph> 21,6 und <emph rend="italics">Chron.
 Pasch.</emph> ad a. 532) und für 539 n. Chr. als <emph
 rend="italics">iudex pedaneus</emph> in Konstantinopel belegt (vgl.
 <emph rend="italics">Nov.</emph> 82.1, weshalb die Berichterstattung
 des Theophanes glaubwürdiger erscheint, der lediglich von einer
 Inhaftierung des Phokas spricht, vgl. Theoph. I 180,16f.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000615" xml:space="preserve">
                        <ref>3|5</ref>
                        <p><label>Θωμᾶς ὁ κοιαίστωρ:</label>
  Thomas war <emph rend="italics">quaestor sacri palatii</emph> im
 Zeitraum 528–529 und Ehrenkonsul (PLRE IIIB (Thomas 3), 1314f.); zu
 κοιαίστωρ: <ref target="#K007154">12, 8</ref>. Während seiner Amtszeit
 als Quästor, war er in die Abfassung der ersten Version des <emph
 rend="italics">Codex Iustinianus</emph> involviert (vgl. die
 Konstitutionen <emph rend="italics">Haec</emph> und <emph
 rend="italics">Summa</emph>). Auch er kam mit relativer Sicherheit
 nicht bei der Heidenverfolgung 529 n. Chr. ums Lebens, da er in der
 <emph rend="italics">Nov. Iust.</emph> 35, die auf das Jahr 535 datiert
 wird, ehrenvoll erwähnt wird, vgl. <bibl><ref
 target="Meier_2004a"><title>Meier (2004a)</title></ref></bibl>, 205f.,
 besonders 206 mit Anm. 498.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000625" xml:space="preserve">
                        <ref>5f.|8</ref>
                        <p><label>ἀφανεῖς γενέσθαι τῆς Ῥωμαϊκῆς πολιτείας:</label>
  Die periphrastische Wendung ἀφανὴς γίγνεσθαι für ἀφανίζεσθαι ist schon
 klassisch (vgl. LSJ s.v. ἀφανής 2), allerdings ist sie in den dort
 zitierten Stellen nicht mit Genitiv konstruiert (sondern
 unterschiedlich: E. <emph rend="italics">IT</emph> 757 ἐν κλύδωνι …
 ἀφανὴς γένηται, Hdt. 3, 104 ἀφανέες γίνονται ὑπὸ γῆν, Pl. <emph
 rend="italics">Resp.</emph> 360a ἀφανῆ αὐτὸν γενέσθαι τοῖς
 παρακαθημένοις). In der vorliegenden Stelle der Chronik ist τῆς
 Ῥωμαϊκῆς πολιτείας ein klarer <emph rend="italics">genitivus
 separationis</emph>, was für das Verb ἀφανίζω schon in E. <emph
 rend="italics">Phoen.</emph> 1041 πόλεος ἀφανίσειεν … τιν’ ἀνδρῶν
 belegt ist.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000626" xml:space="preserve">
                        <ref>6|6</ref>
                        <p><label>λαβόντες:</label>
  Grammatikalisch richtig wäre hier der Akkusativ Plural des Partizips,
 da das Bezugswort τοὺς ὄντας eben ein Akk. Plural ist. In seiner
 kritischen Anmerkung <emph rend="italics">ad loc.</emph> schlug
 Chilmead (<emph rend="italics">Notae</emph> S. 63, Nr. 77) demzufolge
 λαβόντας vor, was von <bibl><ref target="Dindorf_1831"><title>Dindorf
 (1831)</title></ref></bibl>, 449 in den Text gesetzt wurde. Thurn
 behält den überlieferten Nominativ. Dies ist nicht der einzige Fall
 einer fehlenden Übereinstimmung zwischen Partizip und Bezugswort in
 der (O-Version der)<emph rend="italics">Chronographia</emph>: Aus
 <bibl><ref target="Festugière_1979"><title>Festugière
 (1979)</title></ref></bibl>, 235 lassen sich z.B. folgende, mit der
 vorliegenden vergleichbare Kasusinkongruenzen anführen: V 27 τοῦ
 ἥροως Ἀχιλλέως ... ὄπισθεν συνεπισχύοντος τῷ Αἴαντι, ἐαυτὸν
 ἀποκρύπτων; X 20 τῷ ἱερεῖ Φινεὲς πορθοῦντα; XII 36 φειδόμενος τοῦ
 ἰδίου στρατοῦ ὡς κοπωθέντι. Dort, wo eine minimale Änderung (z.B. die
 Korrektion eines einzigen Buchstabens) genügt, um die richtige
 Kongruenz (wieder?-)herzustellen, haben die Herausgeber diese auch
 vorgenommen: So griff Chilmead nicht nur hier, sondern auch in den
 Text von X 20 ein (πορθοῦντι statt πορθοῦντα, <emph
 rend="italics">Notae</emph> S. 30 Nr. 61), in XII 36 schrieb
 <bibl><ref target="Stauffenberg_1931"><title>Stauffenberg
 (1931)</title></ref></bibl>, 71 κοπωθέντος statt -έντι. Mit dem
 Einschleichen solcher mechanischer Kleinfehler ist prinzipiell bei
 jedem Text zu rechnen und erst recht bei einem Werk, dessen
 Überlieferungszustand so prekär ist wie derjenige der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph>. Andererseits scheint Thurns
 Konservativismus zumindest für diese Stelle angebracht zu sein,
 angesichts der allgemein sehr unklassischen Behandlung der
 Partizipien in der <emph rend="italics">Chronographia</emph>
 (Beispiele werden <emph rend="italics">suo loco</emph> vermerkt; zu
 seiner neuartiger Handhabung der Partizipialkonstruktion siehe
 orientierend <bibl><ref target="Loudová_2005"><title>Loudová
 (2005)</title></ref></bibl>, 62–65).

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000627" xml:space="preserve">
                        <ref>6f.|7</ref>
                        <p><label>εἰς τὸ γενέσθαι αὐτοὺς κοινωνοὺς:</label>
  εἰς ist die Präposition, die in der Chronik am häufigsten einen finalen
 Infinitiv einleitet (42mal). Anders als πρὸς τὸ + finalem Infinitiv,
 was vorzugsweise auf Verben wie ‚sich absichern/schützen vor etw.‘
 folgt und daher oft negiert ist (siehe die Anmerkung zu πρὸς τὸ μὴ
 ἐπιτελεῖσθαι im Kapitel XVIII 41), gesellt sich εἰς τὸ + Inf. zu Verben
 aller Arten und ist i.d.R. positiv. Hier regiert εἰς τὸ einen AcI, was
 vergleichsweise selten vorkommt: siehe zu allem Gesagten <bibl><ref
 target="Rüger_1895"><title>Rüger (1895)</title></ref></bibl>, 46 und
 vor allem <bibl><ref target="Weierholt_1963"><title>Weierholt
 (1963)</title></ref></bibl>, 47–48.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000628" xml:space="preserve">
                        <ref>7|3</ref>
                        <p><label>τῆς ὀρθοδόξου πίστεως:</label>
  Unter dem <emph rend="italics">orthodoxen Glauben</emph> ist in
 justinianischem Kontext derjenige Glaube zu verstehen, den Justinian
 hegte und von dem jede Abweichung als Häresie anzusehen ist. Justinians
 Herrschaftsauffassung sah einen unmittelbaren göttlichen Auftrag vor,
 er beschreibt seine eigene Position und Person in der Konstitution
 <emph rend="italics">Deo auctore</emph> als „von Gott eingesetzt“:
 <emph rend="italics">Deo auctore nostrum gubernantes imperium, quod
 nobis a caelesti maiestate traditum est […]__] (vgl. dazu <bibl><ref
 target="Meier_2004a"><title>Meier (2004a)</title></ref></bibl>,
 104ff.). Diese dezidierte Rückführung der eigenen Herrschaft auf Gott
 ist in solcher Intensität für die Spätantike singulär und wird in den
 Prooemien der Novellen, die als aussagekräftige Quelle für das
 Selbstkonzept Justinians angesehen werden können, begleitet von
 wiederholten Hinweisen darauf, in der Gunst Gottes zu stehen und im
 Einklang mit dem Willen Gottes zu handeln (vgl. u.a. C. <emph
 rend="italics">Deo auctore</emph> 12; C. <emph
 rend="italics">Tanta</emph> 21; C. <emph
 rend="italics">Imperatoriam</emph> 1; <emph rend="italics">Cod.
 Iust.</emph> I 27,2,4b; C. <emph rend="italics">Deo auctore</emph> 14;
 C. <emph rend="italics">Summa</emph> pr.; C. <emph rend="italics">Deo
 auctore</emph> 10; C. <emph rend="italics">Tanta</emph> 9; C. <emph
 rend="italics">Imperatoriam</emph> 3; C <emph
 rend="italics">Summa</emph> 2; C. <emph rend="italics">Tanta</emph> 6b
 sowie <bibl><ref target="Meier_2004a"><title>Meier
 (2004a)</title></ref></bibl>,114. Abgeleitet aus dieser Auffassung
 ergibt sich die vorzügliche Aufgabe des Kaisers, „dessen u. des Reiches
 einziger Schutz von der Gunst Gottes (supernae divinitatis favor) u.
 damit vom wahren christl. Glauben abhängt (<emph rend="italics">Nov.
 Val.</emph> 17 pr. vJ 445), […] diesen Glauben aufzuspüren u. zu
 bewahren (<emph rend="italics">Nov. Theod.</emph> 3 pr. vJ. 438) u.
 Abweichungen [...] zu verbieten.“ (<bibl><ref
 target="Noethlichs_2001b"><title>Noethlichs
 (2001b)</title></ref></bibl>, 708). Eine traditionelle Aufgabe des
 Kaisers (und eine der wichtigsten Herrschaftsmaximen Justinians) war es
 also, die wahre Religion zu gewährleisten und den Menschen den falschen
 Glauben auszutreiben. Zu dieser Kompetenz befähigte den Kaiser sein
 Anspruch, beinahe eine Verkörperung Gottes auf Erden zu sein (vgl. die
 Selbstbezeichnung Justinians in <emph rend="italics">Nov. Iust.</emph>
 98,2 als „gemeinsamer Vater aller“). Eine zweite Maxime schließt sich
 an: Die Hoffnung auf Gott muss der Ansicht Justinians Anfang, Mitte und
 Ende aller gesetzgeberischen Maßnahmen sein (<emph rend="italics">Nov.
 Iust.</emph> 109 pr.), was die Sorge um Kirche, Klerus und Klöster
 sowie die Frage nach dem wahren Glauben miteinschließt (vgl. <bibl><ref
 target="Noethlichs_2001b"><title>Noethlichs
 (2001b)</title></ref></bibl>, 709f.).

  Vor allem die späteren Jahre der Herrschaft Justinians zeigen, dass
 eine wichtige Konstante der Religionspolitik Justinians in dem Versuch
 bestand, die chalkedonische Glaubensformel gegen miaphysitische und
 nestorianische Interpretationen abzusichern und im Sinne des von ihm
 bevorzugten Theologen Kyrillos von Alexandreia neu zu definieren. Dabei
 ging es Justinian in seinen verschiedenen Bemühungen in der Tat um eine
 Einigung der verschiedenen religiösen Bewegungen auf Glaubenssätze,
 allerdings sind diesem Bestreben vor allem persönliche religiöse Motive
 zuzuschreiben, der Wunsch nach der Durchsetzung eigener religiöser
 Anschauungen, wozu ihn die auf allen ihm möglichen Kanälen promulgierte
 Herrschaftsauffassung auch befähigte (vgl. dazu im Detail <bibl><ref
 target="Meier_2004a"><title>Meier (2004a)</title></ref></bibl> 273ff.
 sowie <bibl><ref target="Meier_2004c"><title>Meier
 (2004c)</title></ref></bibl>, 91f.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000632" xml:space="preserve">
                        <ref>8|4</ref>
                        <p><label>ἐξωτικαῖς:</label>
  Das Adjektiv ἐξωτικός ist nachklassisch: Der früheste Beleg findet sich
 in dem nur auf Papyrus (<emph rend="italics">P. Berol.</emph> 9780)
 überlieferten Kommentar des Grammatikers Didymos (tätig um die
 Jahrtausendwende) zu einigen Schriften des Demosthenes: <emph
 rend="italics">Did. in D.</emph> 8, 52 εἰς βραχὺ ὁ δῆμος συνεστάλη τῶν
 ἐ̣ξ̣ω̣[τ]ι̣κῶν προ[σό]δων περικοπεισῶν „weil die auswärtigen Einkünfte
 (scil. des athenischen Volkes) gekürzt worden sind“ (ἐξωτικῶν freilich
 auf dem Papyrus nicht komplett lesbar, aber m.E. unmissverständlich und
 von den Herausgebern richtig ergänzt). Die Belege häufen sich dann
 allmählich und verdichten sich deutlich in den <emph
 rend="italics">Novellae</emph> Justinians. In der Chronik ist das
 Adjektiv nur in der vorliegenden Stelle verwendet; die „auswärtigen
 Städte“ (<bibl><ref target="Wilson_1971"><title>Wilson
 (1971)</title></ref></bibl>, 27 übersetzt mit „outlying“), worum es
 hier geht, sind alle anderen (Groß-)städte des Oströmischen Reiches von
 Konstantinopel aus gesehen: siehe GLRBP s.v. ἐξωτικός 1 mit explizitem
 Bezug auf diese Stelle. Die hier eingenommene konstantinopolitanische
 Perspektive ist sicherlich in erster Linie die des gesetzgebenden
 Kaisers, der eben dort seinen Sitz hatte. Man könnte aber auch fragen,
 ob die Formulierung „in allen auswärtigen Städten“ ein Indiz für die
 Anwesenheit des Chronisten in der Reichshauptstadt zur Zeit der
 Abfassung dieses Kapitels zu sehen ist. Wenn es so wäre, dann müsste
 man den Übergangspunkt von der ersten Edition der Chronik zur
 konstantinopolitanischen Erweiterung vor diesem Kapitel setzen – aber
 eben nur sehr kurz davor, weil man üblicherweise XVIII 40 (aufgrund des
 Wortes θεομηνία für σεισμός, siehe Anmerkung <emph rend="italics">ad
 loc.</emph>) noch zu der ersten Ausgabe rechnet.

 </p>
                    </item>
                </list>

            <!-- Kommentar Ende -->
            </div>
  
            <!-- Bibliographie -->
            <div type="bibliography">
                <listBibl>
    
                    <bibl xml:id="Alivisatos_1913" xml:space="preserve">
                          Alivisatos (1913): Alivisatos, Hamilcar S.: 
                        Die kirchliche Gesetzgebung des Kaisers Justinian I.. 
                        Berlin 1913
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Barrett_1964" xml:space="preserve">
                          Barrett (1964): Barrett, William S.: 
                        Euripides Hippolytos. Edited with Introduction and Commentary by William S. Barrett. 
                        Oxford 1964
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Becker_2013" xml:space="preserve">
                          Becker (2013): Becker, Matthias: 
                        Eunapios aus Sardes: Biographien über Philosophen und Sophisten. Einleitung, Übersetzung, Kommentar. 
                        Stuttgart 2013
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Constantelos_1964" xml:space="preserve">
                          Constantelos (1964): Constantelos, Demetrios J.: 
                        Paganism and the State in the Age of Justinian. 
                        The Catholic Historical Review 1964, 372–380
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Corcoran_2009" xml:space="preserve">
                          Corcoran (2009): Corcoran, S.: 
                        Anastasius, Justinian, and the Pagans: A Tale of Two Law Codes and a Papyrus. 
                        Journal of Late Antiquity 2009, 183–208
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Downey_1958" xml:space="preserve">
                          Downey (1958): Downey, Glanville: 
                        Justinian’s View of Christianity and the Greek Classics. 
                        Anglican Theological Review 1958, 13–22
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Festugière_1978" xml:space="preserve">
                          Festugière (1978): Festugière, André-Jean: 
                        Notabilia  dans  Malalas. I. 
                        Revue  de  Philologie 1978, 221–241
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Festugière_1979" xml:space="preserve">
                          Festugière (1979): Festugière, André-Jean: 
                        Notabilia  dans  Malalas. II. 
                        RPh 1979, 227–237
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Freyburger-Galland_1997" xml:space="preserve">
                          Freyburger-Galland (1997): Freyburger-Galland, Marie-Laure: 
                        Aspects du vocabulaire politique et institutionel de Dion Cassius. 
                        Paris 1997
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Helms_1971" xml:space="preserve">
                          Helms (1971): Helms, Peter: 
                        Syntaktische Untersuchungen zu Ioannes Malalas und Georgios Sphrantzes. 
                        Helikon 1971, 309–388
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Honoré_1978" xml:space="preserve">
                          Honoré (1978): Honoré, Tony: 
                        Tribonian. 
                        London 1978
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Horrocks_2010a" xml:space="preserve">
                          Horrocks (2010a): Horrocks, Geoffrey: 
                        Greek: A History of the Language and Its Speakers. 
                        Malden, MA/Oxford/Chichester 2010
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Irmscher_1986" xml:space="preserve">
                          Irmscher (1986): Irmscher, J.: 
                        Heidnische Kontinuität im justinianischen Staat. 
                        The 17th International Byzantine Congress. Major Papers 1986, 17–30
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="James_1990" xml:space="preserve">
                          James (1990): James, Alan: 
                        The language of Malalas, 1: General survey. 1990, 217–224
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Jeffreys_Jeffreys_Scott_1986" xml:space="preserve">
                          Jeffreys, Jeffreys, Scott (1986): Jeffreys, Elizabeth/Jeffreys, Michael/Scott, Roger: 
                        The Chronicle of John Malalas. A Translation. 
                        Melbourne 1986
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Jeffreys_1990f" xml:space="preserve">
                          Jeffreys (1990f): Jeffreys, Elizabeth: 
                        The Transmission of Malalas' chronicle 1: Malalas in Greek. 1990, 245–267
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Körting_1879" xml:space="preserve">
                          Körting (1879): Körting, Gustav: 
                        De vocibus latinis quae apud J. Malalam chronographum Byzantinum inveniuntur. 
                        Münster 1879
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Leppin_2004" xml:space="preserve">
                          Leppin (2004): Leppin, Hartmut: 
                        Zum Wandel des spätantiken Heidentums. 
                        Millenium 2004, 59–81
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Leppin_2011b" xml:space="preserve">
                          Leppin (2011b): Leppin, Hartmut: 
                        Zu den Anfängen der Kirchenpolitik Justinians. 
                        Justinian 2011, 78–99
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Loudová_2005" xml:space="preserve">
                          Loudová (2005): Loudová, Kateřina: 
                        A few notes on the Language of John Malalas’ Chronicle. 
                        SPFB(klas) 2005, 57–67
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Maas_1986" xml:space="preserve">
                          Maas (1986): Maas, Michael: 
                        Roman History and Christian Ideology in Justinianic Reform Legislation. 
                        Dumbarton Oaks Papers 1986, 17–31
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Maas_1992" xml:space="preserve">
                          Maas (1992): Maas, Michael: 
                        John Lydus and the Roman Past. Antiquarianism and politics in the age of Justinian. 
                        London/New York 1992
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Meier_2004a" xml:space="preserve">
                          Meier (2004a): Meier, Mischa: 
                        Das andere Zeitalter Justinians. Kontingenzerfahrung und Kontingenzbewältigung im 6. Jahrhundert n. Chr.. 
                        Göttingen 2004
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Meier_2004c" xml:space="preserve">
                          Meier (2004c): Meier, Mischa: 
                        Justinian. Herrschaft, Reich und Religion. 
                        München 2004
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Meier_2007d" xml:space="preserve">
                          Meier (2007d): Meier, Mischa: 
                        Naturkatastrophen in der christlichen Chronistik. Das Beispiel Johannes Malalas (6. Jh.). 
                        Gymnasium 2007, 559–586
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Noethlichs_1986" xml:space="preserve">
                          Noethlichs (1986): Noethlichs, Karl Leo: 
                        s.v. Heidenverfolgung. 
                        RAC 1986, 1149–1190
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Noethlichs_1998" xml:space="preserve">
                          Noethlichs (1998): Noethlichs, Karl Leo: 
                        Kaisertum und Heidentum im 5. Jahrhundert. 
                        Heiden und Christen im 5. Jahrhundert 1998, 1–31
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Noethlichs_2001b" xml:space="preserve">
                          Noethlichs (2001b): Noethlichs, Karl Leo: 
                        s.v. Iustinianus (Kaiser). 
                        RAC 2001, 668–763
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Psaltes_1913" xml:space="preserve">
                          Psaltes (1913): Psaltes, Stamatios B.: 
                        Grammatik der byzantinischen Chroniken. 
                        Göttingen 1913
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Rüger_1895" xml:space="preserve">
                          Rüger (1895): Rüger, Anton: 
                        Studien zu Malalas. Präpositionen und Adverbien. Das 18. Buch. Die konstantinischen Excerpte. Die tuskulanischen Fragmente. 
                        Bad Kissingen 1895
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Speyer_1981" xml:space="preserve">
                          Speyer (1981): Speyer, W.: 
                        Büchervernichtung und Zensur des Geistes bei Heiden, Juden und Christen. 
                        Stuttgart 1981
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Stauffenberg_1931" xml:space="preserve">
                          Stauffenberg (1931): Schenk Graf von Stauffenberg, Alexander: 
                        Die römische Kaisergeschichte bei Malalas. 
                        Stuttgart 1931
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Stein_1949" xml:space="preserve">
                          Stein (1949): Stein, Ernest: 
                        Histoire du Bas-Empire, Tome II. De la disparition de l’Empire d’Occident à la mort de Justinien (476–565). 
                        Paris/Bruxelles/Amsterdam 1949
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Stenger_2009" xml:space="preserve">
                          Stenger (2009): Stenger, Jan: 
                        Hellenische Identität in der Spätantike: pagane Autoren und ihr Unbehagen an der eigenen Zeit. 
                        Berlin/New York 2009
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Thurman_1968" xml:space="preserve">
                          Thurman (1968): Thurman, W.S.: 
                        How Justinian I sought to handle the problem of religious dissent. 
                        Greek Orthodox Theological Review 1968, 15–40
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Thurn_Meier_2009" xml:space="preserve">
                          Thurn, Meier (2009): Thurn, Johannes/Meier, Mischa: 
                        Johannes Malalas Weltchronik.. 
                        Stuttgart 2009
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Weierholt_1963" xml:space="preserve">
                          Weierholt (1963): Weierholt, Kristen: 
                        Studien im Sprachgebrauch des Malalas. 
                        Oslo 1963
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Whitby_1991" xml:space="preserve">
                          Whitby (1991): Whitby, Michael: 
                        John of Ephesus and the Pagans: Pagan Survival in the Sixth Century. 
                        Paganism in the later Roman empire and in Byzantium 1991, 111–131
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Wilson_1971" xml:space="preserve">
                          Wilson (1971): Wilson, Nigel: 
                        An Anthology of Byzantine Prose. 
                        Berlin/New York 1971
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Wolf_1912" xml:space="preserve">
                          Wolf (1912): Wolf, Karl: 
                        Studien zur Sprache des Malalas, Tl. 2: Syntax. 
                        Diss. München 1912
                    </bibl>
      
         </listBibl>
     </div>
    
      </body>
    </text>

</TEI>