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                <title type="main">Historisch-philologischer Kommentar zur Chronik des Johannes Malalas</title>
                <title type="sub">Buch 18, Kapitel 46</title>
                <author>die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HAdW-Forschungsstelle Malalas</author>
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                    <resp>Export vom 20260604-000003</resp>
                    <name>daffi/HAdW</name>
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            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <date>20260604</date>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>Heidelberger Akademie der Wissenschaften: Forschungsstelle Malalas-Kommentar</publisher>
                <availability status="restricted">
                    <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de">CC BY-NC-SA 4.0</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <p>Export aus Malalas-Datenbank</p>
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                    <name>die Mitarbeiter der HAdW-Forschungsstelle</name>
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        </revisionDesc>
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    <text>

            <!-- Kommentar Anfang -->
            <div type="commentary">
  

            <!-- Kommentar Ende -->
            </div>
  

<div xml:id="B000048" n="B000048" rend="inline" type="section">
  <p>            Theoph. 218,31–219,14; Cedr. 652,3–12
</p></div> 
        <body>

            <!-- Griechische Transkription -->
            <div type="edition" xml:id="T000053" xml:space="preserve">
                <ab>
                    <lb n="1"/><anchor xml:id="K000751"/>Ἐπὶ δὲ τῆς ὑπατείας Δεκίου <anchor xml:id="K000755"/>προσερρύη Ῥωμαίοις <anchor xml:id="K000754"/>Μοῦνδος <anchor xml:id="K000754"/>ὁ ἐκ 
                    <lb n="2"/>γένους τῶν <anchor xml:id="K000752"/>Γηπέδων καταγόμενος, <anchor xml:id="K000748"/>υἱὸς ὢν ῥηγός, μετὰ τὴν τελευτὴν 
                    <lb n="3"/><anchor xml:id="K000758"/>τοῦ ἰδίου αὐτοῦ πατρὸς <anchor xml:id="K000747"/>πρὸς Θραυστίλαν, θεῖον αὐτοῦ, <anchor xml:id="K000759"/>γεγονώς, καὶ 
                    <lb n="4"/>διῆγεν ἐν τῷ <anchor xml:id="K000741"/>Σιρμίῳ. καὶ γνοὺς τοῦτο ὁ ῥὴξ Ῥώμης ὁ Οὐαλεμεριακὸς 
                    <lb n="5"/>ὁ καὶ Θευδερίχος, <anchor xml:id="K000760"/>πέμψας <anchor xml:id="K000761"/>προετρέψατο τὸν αὐτὸν Μοῦνδον· καὶ πεισθεὶς 
                    <lb n="6"/>ἀπῆλθε πρὸς αὐτὸν <anchor xml:id="K000762"/>μετὰ τῶν ἀνθρώπων αὐτοῦ καὶ <anchor xml:id="K000763"/>διέτριψε πρὸς αὐτόν, 
                    <lb n="7"/><anchor xml:id="K000765"/>ὑπερμαχῶν ὑπὲρ τοῦ Οὐαλεμεριακοῦ τοῦ καὶ Θευδερίχου. ἀναχωρήσας 
                    <lb n="8"/>δὲ Μοῦνδος ἀπὸ Ῥώμης ἀνῆλθεν <anchor xml:id="K004786"/>ἐπὶ τὸν Δανούβιον ποταμόν· καὶ πέμ- 
                    <lb n="9"/>ψας πρὸς τὸν βασιλέα Ἰουστινιανὸν πρεσβευτὰς ᾔτησεν αὐτὸν <anchor xml:id="K000767"/>ὑπὸ τὴν 
                    <lb n="10"/>βασιλείαν αὐτοῦ γενέσθαι. καὶ ἐδέξατο αὐτὸν <anchor xml:id="K000774"/>σὺν τοῖς ἀνθρώποις αὐτοῦ, 
                    <lb n="11"/><anchor xml:id="K000742"/>ποιήσας αὐτὸν στρατηλάτην τοῦ Ἰλλυριῶν ἔθνους, καὶ ἀπέλυσεν αὐτὸν 
                    <lb n="12"/><anchor xml:id="K000770"/>ἐν τῇ ἰδίᾳ στρατηλασίᾳ. καὶ καταλαβόντος αὐτοῦ τὴν χώραν τοῦ Ἰλλυ- 
                    <lb n="13"/>ρικοῦ ἐπέρριψαν αὐτῷ <anchor xml:id="K000776"/>Οὗννοι μετὰ πολλοῦ πλήθους διαφόρων βαρ- 
                    <lb n="14"/>βάρων· <anchor xml:id="K000745"/>καὶ ἐξελθὼν ὥρμησεν κατ᾿ αὐτῶν καὶ πάντας κατανήλωσεν· καὶ 
                    <lb n="15"/><anchor xml:id="K000744"/>ἔπεμψεν <anchor xml:id="K000771"/>πραῖδαν ἐξ αὐτῶν καὶ ἕνα ῥῆγα αὐτῶν· καὶ ἐγένετο εἰρήνη ἐν 
                    <lb n="16"/>τῇ Θρᾴκῃ, καὶ ἐκ τούτου φόβος κατεῖχε τὰ βάρβαρα ἔθνη. 
                </ab>
            </div>

            <!-- Kommentar Anfang -->
            <div type="commentary">
  
                <list>
                    <item corresp="#K000751" xml:space="preserve">
                        <ref>1|1</ref>
                        <p><label>Ἐπὶ δὲ τῆς ὑπατείας Δεκίου:</label>
  Decius (PLRE IIIA (Decius 1), 391), Konsul 529 n. Chr.; von Procop.
 <emph rend="italics">Goth.</emph> III 20,18 unter den <emph
 rend="italics">patricii</emph>, die 546 vor den Goten aus Rom fliehen,
 genannt. Theoph. 218,31 schreibt die Ereignisse dem Jahr 539/40 zu, in
 Folge seiner Verschiebung der bulgarischen Einwanderung in Scythia und
 Mysia des Jahres 528 (<ref target="#K000222">18, 21</ref>) auf 538/9:
 <bibl><ref target="Mango_Scott_1997"><title>Mango, Scott
 (1997)</title></ref></bibl> 317 Anm. 1 und 318 Anm. 1. Ab <ref
 target="#K003050">9, 7</ref> erscheinen wiederholt Konsuldatierungen
 zur chronologisch Fixierung von Ereignissen. <bibl><ref
 target="Jeffreys_1990b"><title>Jeffreys (1990b)</title></ref></bibl>,
 149 weist darauf hin, dass die <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> alle Konsuln erfasst, die zwischen
 526 und 538 n. Chr. überliefert sind – wobei die Konsuln vom Jahr 534
 fehlen. Allerdings wurde in mehreren dieser Jahre das Konsulat gar
 nicht mehr besetzt (vgl. <bibl><ref
 target="Bagnall_Cameron_Schwartz_Worp_1987"><title>Bagnall, Cameron,
 Schwartz, Worp (1987)</title></ref></bibl> 586–611). Dennoch ist es
 bemerkenswert, dass für den Anfang der Regierung Justinians die
 Konsulatsjahre 527–530, 533, 536 (<ref target="#K001091">18, 83</ref>)
 und 538 in der <emph rend="italics">Chronographia</emph> gekennzeichnet
 sind. Überdies kommen Konsuldatierungen als Einführungsformel neuer
 Sinnabschnitte (wie hier) nur in Buch XVIII vor, und zwar in zwei
 Gruppen von aufeinander folgenden Abschnitten, 46–47 und 83–86 (XVIII
 83,1 und 84,1). Ab 542 n.Chr., wurde das Konsulat gar nicht mehr
 besetzt und damit faktisch abgeschafft (zur Ursachendiskussion zuletzt
 <bibl><ref target="Meier_2002b"><title>Meier
 (2002b)</title></ref></bibl>).

 <lb/><lb/>

  Die Datierung des hier erwähnten Ereignisses scheint mit der von
 Marcellinus Comes übereinzustimmen. Laut diesem kämpfte Mundos als
 <emph rend="italics">magister militum per Illyricum</emph> im Jahr 530,
 unter dem Konsulat von Lampadius und Orestes, gegen die Geten und
 "zudem, danach, unter diesen Konsuln" gegen die Bulgaren (<emph
 rend="italics">his autem deinde consulibus</emph>). Es scheint also,
 dass Mundos sich im Jahr zuvor, d.h. unter Decius, Justinian
 angeschlossen hat und zum <emph rend="italics">magister militum</emph>
 ernannt wurde (s. Z. 8ff.) und erst 530 die Barbaren besiegt hat.
 <bibl><ref target="Sarantis_2016"><title>Sarantis
 (2016)</title></ref></bibl> 55–57 geht aber davon aus, dass Mundos’
 Kämpfe gegen die Hunnen und andere Barbaren im Illyricum (Mal.) und
 gegen die Geten im Illirycum und die Bulgaren in Thrakien (Marcell.)
 drei verschiedene Ereignisse sind. Sarantis lässt dabei
 unberücksichtigt, dass die Schlussfolgerung von Mundos’ Feldzug in der
 <emph rend="italics">Chronographia</emph> der Frieden in Thrakien ist
 (s. Z. 15f.). Darüber hinaus schreibt Sarantis alle Ereignisse, die in
 der <emph rend="italics">Chronographia</emph> beschrieben werden, dem
 Jahr 529 zu, was sich nicht von selbst versteht: Nur Mundos’ Wechsel zu
 Justinian wird in der <emph rend="italics">Chronographia</emph> ins
 Jahr 529 datiert, und es ist wahrscheinlich, dass Mundos’ Rückkehr nach
 Illyricum bzw. der Kampf gegen die Barbaren erst 530 stattgefunden
 haben, wie es bei Marcellinus steht.

 <lb/><lb/>

  Die chronologische Struktur des Abschnittes zeigt sich demnach
 komplex. Unter einer genauen Konsuldatierung (529), die eigentlich
 nur den Kern der Erzählung betrifft (Z. 1–2 und 8–12), wird die
 gesamte Geschichte von Mundos eingeordnet, auch mit einem Rückblick
 auf seinen Werdegang (vor 526: Z. 2–8, wo die Erwähnung von
 Theoderich auch als chronologischer Hinweis funktioniert) und einem
 Ausblick auf die folgenden Ereignisse (530: Z. 12–16). Hier wird ein
 Prinzip der chronologischen Darstellung in der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> deutlich: Rein narrative
 Erfordernisse führen dazu, dass Ereignisse verschiedener Jahre in
 einem bestimmten Abschnitt aufgenommen werden, während das für am
 wichtigsten erachtete Ereignis die chronologische Einordnung des
 Abschnitts bestimmt. Die Absicht des Autors entscheidet über die
 Anordnung der verschiedenen Informationen. So wurde in der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> Mundos’ Geschichte unter dem
 Datum seines Anschlusses an Justinian eingeordnet, während
 Marcellinus das Datum der Siege gegen die Geten und Bulgaren
 vorgezogen hat. Marcellinus hat seinerseits den römischen Feldzug
 gegen Persien unter Decius hinzugefügt, wobei in der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph>, die die Ernennung von Belisarios
 als Anführer des Krieges gegen Persien rechtzeitig in <ref
 target="#K000455">18, 34</ref> erwähnt, die Auseinandersetzung Roms
 gegen Persien als eine 31 Jahre lange Ereignisfolge (XVIII 76)
 gesehen wurde, in welcher das Jahr 529 offensichtlich keinen neuen
 Anfang bildete.

 (O.G.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000754" xml:space="preserve">
                        <ref>1|8</ref>
                        <p><label>Μοῦνδος:</label>
  Die Identität des Mundos ist in der modernen Literatur umstritten. Ohne
 Hinweis auf die <emph rend="italics">Chronographia</emph>,
 unterscheidet PLRE II (Mundo), 767f. den Bundesgenossen des Theoderich
 (mit Hinweis auf Ennodius, Marcellinus Comes und Jordanes) und den
 <emph rend="italics">magister militum</emph> Justinians, auf Grund der
 angeblichen Zugehörigkeit des Erstgenannten zu Attilas Familie (Iord.
 <emph rend="italics">Get.</emph> 301; vgl. PLRE IIIA (Mundus),
 903–905). Es ist eben die hiesige Stelle, die entscheidend zeigt, dass
 es um dieselbe Person geht (s. <bibl><ref
 target="Croke_1982"><title>Croke (1982)</title></ref></bibl>). Zur
 Mundos' Herkunft, s. unten.

 <lb/><lb/>

  Die Darstellung entspricht hier dem historiographischen Ziel in der
 <emph rend="italics">Chronographia</emph> sowie dem Erzählstil und der
 narrativen Strategie. So lassen sich die Unterschiede zwischen der
 <emph rend="italics">Chronographia</emph> und den anderen Quellen gut
 erklären, die uns über Mundos informieren, und besonders die Auswahl,
 die der Chronist offensichtlich in der Erzälung von Mundos' Geschichte
 getroffen hat. Erstens konzentriert sich die Darstellung der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> hier auf Justinian und Justinians
 Zeit: Alles was in der Geschichte des Mundos überflüssig ist, kann
 einfach verschwiegen werden. Mundos’ Erfahrung unter Theoderich spielt
 wiederum eine Rolle, um die Fähigkeit des Generals zu bestätigen, und
 seine Ernennung als <emph rend="italics">magister militum</emph> zu
 erklären. Zweitens wird Mundos’ Geschichte hier nach einem Szenario
 dargestellt, das schon dreimal in den vorherigen Kapiteln vorgekommen
 ist (s. unten). Ohne sich blind daran zu halten, wird die Erzählung
 offensichtlich einem Schema angepasst. Drittens stellt er hier eine
 Figur vor, die er für die Erzählung des Nika–Aufstands braucht (s.
 XVIII 71,35): das Profil von Mundos als fähiger und erfahrener Anführer
 wurde dementsprechend hier im Voraus etabliert. Mundos’ Ruf wird durch
 Procop. <emph rend="italics">Goth.</emph> 1,5,2 bestätigt: "Mundos war
 zwar von barbarischer Herkunft, aber war außerordentlich den
 kaiserlichen Interessen wohlgesinnt und militärisch fähig" (ἦν δὲ ὁ
 Μοῦνδος γένος μὲν βάρβαρος, διαφερόντως δὲ τοῖς τε βασιλέως πράγμασιν
 εὔνους καὶ ἀγαθὸς τὰ πολέμια; vgl. <emph rend="italics">Pers.</emph>
 1,24,52: (ἦν γάρ τις τολμητὴς καὶ δραστήριος).

 (O.G.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000753" xml:space="preserve">
                        <ref>2|3</ref>
                        <p><label>Γηπέδων:</label>
  Die Gepiden sind für die Zeit vor dem 5. Jh. schlecht belegt und ihre
 Geschichte kann nicht ohne zahlreiche Hypothesen rekonstruiert worden.
 Es ist unklar, wann sie sich als Gruppe von den restlichen Goten
 unterschieden haben (Pohl in RGA2 11, 131–132; vgl. <bibl><ref
 target="Pohl_1980"><title>Pohl (1980)</title></ref></bibl> für eine
 vollständige Diskussion). Nach dem Tod Attilas und dem Zusammenbruch
 der Hunnischen Macht treten die Gepiden neben Goten, Rugi, Herulern
 oder Sueven als unabhängige Gruppe auf. Die Gepiden leiten 454 den
 intra–hunnischen Kampf beim Fluss Nedao. Im 6. Jh. erstreckt sich das
 Siedlungsgebiet der Gepiden nördlich und nord–östlich von Sirmium (s.
 unten). Ihre Auseinandersetzung mit den Lombarden ca. 565 ist
 gleichbedeutend mit dem Ende ihrer geopolitischen Rolle in der Region.

 (O.G.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000752" xml:space="preserve">
                        <ref>2|3</ref>
                        <p><label>Γηπέδων:</label>
  Während im Lateinischen die unterschiedlichen Formen Gipedae, Gipidae
 und Gepidae, die wahrscheinlich die spätlateinisch–romanische
 Aussprache widerspiegelt, vorkommen, ist die Form Γηπαιδ– (mit der
 orthographische Variante Γηπεδ–) auf Gr. gängig: RGA2 11, 115.

 (O.G.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000748" xml:space="preserve">
                        <ref>2|5</ref>
                        <p><label>υἱὸς ὢν ῥηγός:</label>
  Mundos’ Verbindung zu einem Herrschergeschlecht ist in sich selbst
 glaubwürdig und trägt dazu bei, zu erklären, warum sich Mundos, der
 wahrscheinlich sehr jung von der Nachfolge seines Vaters ausgeschlossen
 wurde, erst Theoderich und später Justinian zuwandte (vgl. z.B. die
 Flucht Kavadhs von seinem Onkel Chosrau zu Justinian: Procop. <emph
 rend="italics">Pers.</emph> I 23,7–24).

 <lb/><lb/>

  Die Texte von Theoph. und Cedr. 652,4 weisen hier leichte Abweichungen
 auf, die wahrscheinlich in der Überlieferung bzw. Zusammenfassung der
 <emph rend="italics">Chronographia</emph> entstanden sind.

 <lb/><lb/>

  <emph rend="italics">Chronographia</emph>: υἱὸς ὢν ῥηγός, μετὰ τὴν
 τελευτὴν τοῦ ἰδίου αὐτοῦ πατρὸς πρὸς Θραυστίλαν, θεῖον αὐτοῦ, γεγονώς,
 καὶ διῆγεν ἐν τῷ Σιρμίῳ.

 <lb/><lb/>

  Theoph.: υἱὸς Γιέσμου, ὅστις μετὰ τὴν τελευτὴν τοῦ πατρὸς αὐτοῦ ἦλθε
 πρὸς Ῥῆγαν, τὸν θεῖον αὐτοῦ ἀπὸ μητρός, ῥῆγα ὄντα τοῦ Σερμίου.

 <lb/><lb/>

  Cedr.: υἱὸς Γιεσμοῦ, ῥὴξ τοῦ Σιρμίου.

 <lb/><lb/>

  Die bedeutendsten Unterschiede betreffen Personenamen und Titel. Der
 Name des Vaters, Giesmos, kommt nur bei Theoph. (und, nach ihm, bei
 Cedr.) vor. Auch wenn es möglich erschiene, eine hunnische Etymologie
 für den Namen Giesmos zu suchen (<bibl><ref
 target="Pritsak_1982"><title>Pritsak (1982)</title></ref></bibl>,
 449–453: nicht ganz überzeugend; zu Mondos’ vermuteter hunnischer
 Herkunft, s. oben), bzw. auch wenn der Name Giesmos auf eine
 vollständigere Fassung der <emph rend="italics">Chronographia</emph>
 zurückgehen könnte, ist es ebenso gut möglich, dass die Wörter υἱὸς
 Γιέσμου, ὅστις aus einer falschen Lesart von υἱὸς ὢν ῥηγός entstanden
 sind. Vgl. z.B. Βώα ῥήγισσα in XVIII 13,3 gegenüber von Βωαρήξ bei
 Theoph. 175,13 (<ref target="#K000178">18, 13</ref>, für zusätzliche
 Abweichungen bei Personennamen). Gleichermaßen ist zu vermuten, dass
 der Name von Mundos’ Onkel Thraustila bei Theoph. zu Ῥῆγαν unter dem
 Einfluss des Königstitels ῥῆγα verändert wurde. Cedr., der Theoph.
 zusammenfasst, hat die Erwähnung des Onkels nicht übernommen und stellt
 damit Giesmos als König von Sirmium dar.

 (O.G.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000758" xml:space="preserve">
                        <ref>3|1</ref>
                        <p><label>τοῦ ἰδίου αὐτοῦ πατρὸς:</label>
  Statt klassisch τοῦ ἑαυτοῦ (bzw. αὑτοῦ) πατρός. Zur Verbreitung von
 ἴδιος in der <emph rend="italics">Chronographia</emph> als
 besitzanzeigendes Fürwort auch: <ref target="#K000676">18, 45</ref>
 ἰδίαν τόγαν. Die Kombination ἴδιος αὐτοῦ ist charakteristisch für die
 <emph rend="italics">Chronographia</emph>, während sie bei anderen
 Chronisten sehr selten ist (<bibl><ref
 target="Patzig_1896"><title>Patzig (1896)</title></ref></bibl>, 353;
 siehe ebd. für die relevanten Stellen aus dem Buch XVIII, z.B. 87,67).
 Diese kumulative Ausdrucksweise, an sich eigentlich redundant,
 antizipiert den Usus der neugriechischen Sprache, wo das sich direkt
 aus dem altgr. ἴδιος, –α, –ον entwickelte Adjektiv δίκος, –α, –ον zur
 Besitzanzeige zusammen mit dem monosyllabischen Personalpronomen (μου,
 σου, του usw.) vorkommt. Im Deutschen kann man diese Kombination
 emphatisch annähernd durch „sein eigen“ wiedergegeben.

 (L.C.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000747" xml:space="preserve">
                        <ref>3|5</ref>
                        <p><label>πρὸς Θραυστίλαν, θεῖον αὐτοῦ, γεγονώς:</label>
  Thraustila bzw. Trapstila, König der Gepiden in Sirmium (Paul. Diac.,
 <emph rend="italics">hist. Rom.</emph>, XV, 15 mit Iord. <emph
 rend="italics">Get.</emph> LVIII, 300; PLRE II (Trapstila), 1124). Die
 Verwandtschaft zwischen Thraustila und Mundos ist nur in der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> belegt. Bei Theoph. 219,1 trägt der
 Onkel des Mundos den Namen Ῥῆγας (höchstwahrscheinlich ein
 Überlieferungsfehler s. oben) und ist als Onkel mütterlicherseits (ἀπὸ
 μητρός) bezeichnet, was sich als Ergänzung des Theophanes selbst
 erklären lässt. Laut Paul. Diac. (<emph rend="italics">loc.
 cit.</emph>) scheiterte Thraustila 488 daran, Theoderich auf seinem
 Marsch nach Italien aufzuhalten, und starb dabei im Kampf gegen
 Theoderich (<emph rend="italics">Trapstilam Gepidarum regem insidias
 sibi molientem bello superans extinxit</emph>). Er wurde auf dem Thron
 durch seinen Sohn Trasericus ersetzt, gegen den Theoderich 504 einen
 neuen Feldzug richtete (Iord. <emph rend="italics">Get.</emph> LVIII,
 300; Cassiod. <emph rend="italics">chron.</emph> § 1344; Ennod., <emph
 rend="italics">pan.</emph> XII). Zu diesem Zeitpunkt scheint sich
 Mundos auf die Seite des Theoderich geschlagen zu haben (s. unten).

 (O.G.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000759" xml:space="preserve">
                        <ref>3|9</ref>
                        <p><label>γεγονώς:</label>
  Part. perf. act. masc. sg. von γίγνομαι. γεγονώς ist hier eine
 Konjektur von <bibl><ref target="Chilmead_1691"><title>Chilmead
 (1691)</title></ref></bibl>, II, 186 Anm. 1 für den überlieferten
 Akkusativ γεγονότα (deutlich zu lesen auf O, f. 291). γεγονώς ist zu
 beziehen auf das Subjekt des ganzen Satzes (Mundos), ist konstruiert
 mit πρὸς + Akk. [πρὸς Θραυστίλαν, θεῖον αὐτοῦ] und drückt die Idee aus,
 dass Mundos nach dem Tod seines Vaters (aber <emph
 rend="italics">vor</emph> dem Übergang zu Theoderich, wie die
 Zeitstufung προσερρύη – γεγονώς implizit) zu seinem Onkel gezogen war
 und sich in Sirmium aufhielt. Für γίγνομαι mit πρὸς + Akk. in der
 Bedeutung ‚go to So–and–So‘ siehe LSJ s.v. γίγνομαι II 3 c (gegen Ende
 des Eintrags). <bibl><ref target="Chilmead_1691"><title>Chilmead
 (1691)</title></ref></bibl>, II, 186 Anm. 1 empfahl seine Konjektur nur
 mit dem lakonischem Kommentar „scriptum velim γεγονώς”; es ist jedoch
 klar, dass das überlieferte Partizip im Akkusativ γεγονότα keineswegs
 beibehalten werden kann: Das einzig mögliche Bezugswort zu γεγονότα
 wäre der Akkusativ πρὸς Θραυστίλαν, aber das Ergebnis dieser
 Kombination ist sowohl an sich („zog zu/bei Thraustila, der sein Onkel
 geworden war“ – war dieser also nicht auch davor Onkel des Mundos
 gewesen?) als auch in dem Satzzusammenhang (das regierende Verb für das
 πρός–Komplement würde ganz fehlen) nicht akzeptabel.

 (L.C.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000741" xml:space="preserve">
                        <ref>4|4</ref>
                        <p><label>Σιρμίῳ:</label>
  Sirmium, heute Sremska Mitroviča, pannonische Stadt am linken Ufer der
 Save (rechter Nebenfluss der Donau: siehe unten Z. 8 ; Barrington 21
 B5). Seit 9 n. Chr. unter römischer Herrschaft, erhielt Sirmium in der
 Zeit der flavischen Kaiser den Status einer Kolonie (Not. dign. occ.
 32, 50; noch als <emph rend="italics">civitas</emph> bei Plin. nat. 3,
 148 bezeichnet). Als strategischer Knotenpunkt gewann die Stadt im 3.
 und 4. Jh. an Bedeutung. Mehrere Kaiser haben sich in Sirmium für lange
 Zeit aufgehalten (Marcus Aurelius, Maximinus Thrax, Claudius II.,
 Diokletian), sind dort geboren (Aurelian, Probus) bzw. gestorben
 (Claudius II.: → XII 28, Probus: XII 33). Nachdem Sirmium eine
 offizielle Kaiserresidenz unter Konstantin geworden war, wurden
 zahlreiche Bauprojekte umgesetzt, u.a. der Bau des Kaiserpalastes, der
 auf früheren Baustrukturen, die auf das Ende des 3. Jh. datiert werden,
 errichtet wurde. Nach der Teilung des römischen Reiches gehörte Sirmium
 zunächst dem Westreich und ab 426 (oder 437) dem Ostreich an
 (<bibl><ref target="Mirković_1971"><title>Mirković
 (1971)</title></ref></bibl>, 42–43).

 <lb/><lb/>

  Die Eroberung durch die Hunnen im Jahr 441 führte zu einer Periode
 zahlreicher Erschütterungen, die sich auch im Stadtbild niederschlugen
 (<bibl><ref target="Bavant_1984"><title>Bavant
 (1984)</title></ref></bibl>, 261–263). 455 fiel die Stadt mit Pannonien
 unter gotische Herrschaft. Ab 474 herrschten in Sirmium die Gepiden,
 bis Theoderich die Stadt 504 wieder an Italien anschloss. Eigentlich
 gehörte Sirmium bis dahin noch dem Ostreich an. 535 übernahm Justinian
 mit Hilfe der Gepiden wieder die Kontrolle über Sirmium; schon im
 darauffolgenden Jahr eigneten sich die Gebiden die Stadt jedoch selbst
 an. Erst 567 schaffte es Justin II. dank der Rivalität zwischen Gepiden
 und Lombarden, Sirmium wiederzugewinnen. Die Niederlage der Gepiden
 hatte aber den Weg für die Awaren geöffnet, die die Stadt 582
 zerstörten.

 (O.G.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000760" xml:space="preserve">
                        <ref>5|4</ref>
                        <p><label>πέμψας:</label>
  Das Partizip des Verbs πέμπω in absoluter Verwendung (d.h. ohne
 Akkusativobjekt) ergänzt in der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> oft das Hauptverb des Satzes und
 wirkt fast wie ein nominaler Instrumentalis; es ist zu übersetzen als
 „durch Gesandte bzw. eine Gesandtschaft“. Den Zweck bzw. Inhalt der
 Gesandtschaft drückt erst das folgende Hauptverb aus; in diesem Fall
 handelt es sich um eine Aufforderung; vgl. auch z.B. V 2 und V 5
 πέμψας ἤγαγεν; XI 6 πέμψας πρὸς αὐτὸν ὑπενόθευσεν αὐτὸν Τραϊανὸς
 βασιλεύς; XIII 21 πέμψας κατεσκεύασε πλοῖα ἐν Σαμοσάτοις; XIII 28 ὁ
 δὲ ἔπαρχος Σαλούστιος πέμψας ἤνεγκεν αὐτὸν ἀπὸ Σαλαμβρίας; XVIII 4
 πέμψας ἐδεήθη. Diese absolute Verwendung des Verbs ist bereits
 klassisch, einige Belege finden sich bei LSJ s.v. πέμπειν 4 (z.B.
 Xen. <emph rend="italics">Anab.</emph> 2, 3, 1 πέμπων τὰ ὅπλα
 παραδιδόναι ἐκέλευε).

 (L.C.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000761" xml:space="preserve">
                        <ref>5|5</ref>
                        <p><label>προετρέψατο:</label>
  Sigmatische Bildung des Aorists Medium von προτρέπω; schon im Attischen
 war ἐτρεψάμην neben dem seltenen ἐτραπόμην homerischer Herkunft (<emph
 rend="italics">Il.</emph> 16,594 ἐτράπετο) gewöhnlich. Von sigmatischen
 Formen macht die <emph rend="italics">Chronographia</emph> auch bei
 einer Vielzahl von Verben, die klassisch bevorzugt oder ausschließlich
 noch die starke (a–sigmatische) Aorist–Konjugation aufweisen, gerne
 Gebrauch: s.<bibl><ref target="Merz_1911"><title>Merz
 (1911)</title></ref></bibl>, 27–29 mit Beispielen.

 (L.C.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000762" xml:space="preserve">
                        <ref>6|4</ref>
                        <p><label>μετὰ τῶν ἀνθρώπων αὐτοῦ:</label>
  Die treueste deutsche Übersetzung dieses Komplements, das in Z. 10
 erneut vorkommt, ist „mit seinen Leuten“, gemeint sind Mundos’
 militärische Anhänger. Diese Bedeutung für ἄνθρωπος ist unklassisch;
 dazu: <ref target="#K004944">6, 19</ref>. Zur verwandten Formulierung
 εἶναι μετά oder εἶναι σύν, in der Bedeutung „ein Heer von x Mann
 haben“: <ref target="#K000126">18, 16</ref>.

 (L.C. mit F.B)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000763" xml:space="preserve">
                        <ref>6|9</ref>
                        <p><label>διέτριψε πρὸς αὐτὸν:</label>
  Dieser Ausdruck bedeutet „verweilte bei ihm“ und verwendet die
 auffällige Kombination πρὸς + Akkusativ statt einer der normalen
 Präpositionalkonstruktionen mit Dativ (in Frage kämen als regierende
 Präpositionen neben πρός auch παρά, ἐν oder ἐπί, siehe LSJ s.v.
 διατρίβω II 2 a für eine Übersicht der Möglichkeiten). Das ist ein
 anschauliches Beispiel für das Überhandnehmen der
 Akkusativkonstruktion bei πρός in der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph>, die die Genitiv– und
 Dativrektion so gut wie zurückgedrängt hat: s. <bibl><ref
 target="Rüger_1895"><title>Rüger (1895)</title></ref></bibl>, 30–31,
 mit Stellenangaben. Allerdings übertreibt <bibl><ref
 target="Rüger_1895"><title>Rüger (1895)</title></ref></bibl>, 31
 (Punkt B1) und vor allem <bibl><ref target="Rüger_1895"><title>Rüger
 (1895)</title></ref></bibl>, 12 (Punkt f) die Sonderstellung dieser
 Passage, die nicht der einzige Chronik–Beleg für πρὸς + Akkusativ als
 „Ausdruck der Ruhe bei διατρίβειν“ ist. Identisch ist die
 Konstruktion in XIII 44, 42–44 καὶ διατρίψαντος ἐν Ῥώμῃ τοῦ αὐτοῦ
 βασιλέως Ἀρκαδίου πρὸς τὸν αὐτοῦ ἀδελφὸν βασιλέα Ὁνώριον, worauf
 schon <bibl><ref target="Patzig_1896"><title>Patzig
 (1896)</title></ref></bibl>, 351 hinweist.

 (L.C.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000765" xml:space="preserve">
                        <ref>7|1</ref>
                        <p><label>ὑπερμαχῶν ὑπὲρ τοῦ Οὐαλεμεριακοῦ τοῦ καὶ Θευδερίχου:</label>
  Klassisch wird ὑπερμαχέω mit dem einfachen Genitiv konstruiert, der
 sich auf die Präposition ὑπερ– im Verb stützt: vgl. Soph. <emph
 rend="italics">Aj.</emph> 1346 σὺ ταῦτ’, Ὀδυσσεῦ, τοῦδ’ ὑπερμαχεῖς
 ἐμοί; „Odysseus, du kämpfst für diesen Mann [i.e. den toten Ajax] gegen
 mich?“; Soph. <emph rend="italics">Ant.</emph> 194 πόλεως ὑπερμαχῶν;
 Eur. <emph rend="italics">Phoen.</emph> 1252 νῦν πόλεως ὑπερμαχεῖς und
 auch etliche Prosa–Stellen aus späteren Zeiten wie z.B. Strab. 13,1,27
 εἶπέ τις τῶν Ἰλιέων „οὐ γὰρ ἦν Ἕκτωρ ὁ ὑπερμαχῶν τῆς πόλεως“ (zumindest
 laut den Handschriften; der letzte Strabon–Ηerausgeber Stefan Radt
 akzeptiert Cobets Neuformulierung der Stelle οὐ γὰρ ἦν Ἕκτωρ τάδε; und
 bewertet den mitüberlieferten Text ὁ ὑπερμαχῶν τῆς πόλεως als eine
 „ursprünglich als Rand geschriebene Erklärung“: siehe <bibl><ref
 target="Radt_2008"><title>Radt (2008)</title></ref></bibl>, 474;
 Strabons Text bei <bibl><ref target="Radt_2004"><title>Radt
 (2004)</title></ref></bibl>, 562 – es scheint aber unwahrscheinlich,
 dass ein Scholiast mit einem nicht eben banalem bzw. geläufigem Wort
 wie ὑπερμαχεῖν den allbekannten Namen Hektor glossieren würde); Jos.
 <emph rend="italics">A.J.</emph> 3,309 τοῦ θεοῦ συμπροθυμουμένου καὶ
 ὑπερμαχοῦντος αὐτῶν und ebd. 9,9 ὅπως ὑπερμάχηται τῆς πόλεως ἐκείνης;
 Plut. <emph rend="italics">Sol.</emph> 30,2 πλῆθος ἦν ἕτοιμον
 ὑπερμαχεῖν τοῦ Πεισιστράτου; App. <emph rend="italics">B.C.</emph>
 4,9,70 ἀλλὰ νῦν ἄρχειν ἐθελοντὰς ὑπερμαχῆσαι τῆς Ῥωμαίων δημοκρατίας;
 Polem. <emph rend="italics">Decl.</emph> 2,53 ὡς στρατιώτης πατρίδος
 ὑπερμαχῶν; Hdn. 7,4,6 ὑπερμαχόμενοι τῶν δεσποτῶν, Ael. <emph
 rend="italics">Ν.Α.</emph> 7,10,9 ὑπερμαχοῦντα τοῦ κειμένου. Man könnte
 die (überflüssige) Doppelung der Präposition ὑπέρ hier als
 Hyperkorrektur werten: Vgl. in diesem Sinne bereits <bibl><ref
 target="Wolf_1912"><title>Wolf (1912)</title></ref></bibl>, 40, wonach
 die Wiederholung von ὑπέρ in ὑπερμαχεῖν „wohl ein Beweis dafür“ ist,
 „dass man den Sinn dieses Genitivs nicht mehr Recht verstand“; siehe
 auch <bibl><ref target="Rüger_1895"><title>Rüger
 (1895)</title></ref></bibl>, S. 11, 13, 26.

 <lb/><lb/>

  Das Partizip Präsens von ὑπερμαχεῖν ist an dieser Stelle Konjektur von
 <bibl><ref target="Chilmead_1691"><title>Chilmead
 (1691)</title></ref></bibl>, II, 186. Damit korrigierte er die in O
 überlieferte, unsinnige Form ὑπερμαχην. Chilmeads ὑπερμαχῶν scheint auf
 den ersten Blick eine Bestätigung in der Parallelstelle bei Theophanes
 (Theoph. 219,3–4 de Boor) zu finden: καὶ πεισθεὶς ἀπῆλθε πρὸς αὐτὸν καὶ
 ἦν μετ’ αὐτοῦ συμμαχῶν αὐτῷ. Der ganze Mundos–Abschnitt bei Theophanes
 (218,31–219,14 de Boor) basiert offensichtlich auf dem hiesigen Kapitel
 (s. i.A. zu den Verhältnissen beider Texte <bibl><ref
 target="Mango_Scott_1997"><title>Mango, Scott
 (1997)</title></ref></bibl>, lxxxi, xcii–xciii; <bibl><ref
 target="Jeffreys_1990f"><title>Jeffreys (1990f)</title></ref></bibl>,
 257–259), sodass man argumentieren könnte, dass Theophanes’ συμ–μαχῶν
 auf das vorliegende ὑπερ–μαχῶν <emph rend="italics">vor</emph> der
 Korruptel zurückgeht und Chilmeads Konjektur unterstützt. Andererseits
 kopierte Theophanes die <emph rend="italics">Chronographia</emph>
 bekanntlich keineswegs wortgetreu, sondern paraphrasierte und
 formulierte sie neu; für kleine textkritische Probleme wie dieses hat
 also Theophanes’ Zeugnis nicht unbedingt das letzte Wort (siehe zu
 diesem Punkt <bibl><ref target="Jeffreys_1990f"><title>Jeffreys
 (1990f)</title></ref></bibl>, 257). Im kritischen Apparat der
 Thurn–Ausgabe (<bibl><ref target="Thurn_2000"><title>Thurn
 (2000)</title></ref></bibl>, 378) ist für ὑπερμαχην eine weitere,
 beachtenswerte Konjektur verzeichnet: der Infinitiv Präsens ὑπερμαχεῖν.
 Im Thurn’schen Apparat wird diese Konjektur auf Athanasios Kambylis
 zurückgeführt (der an der Drucklegung der posthum erschienenen
 Thurn–Ausgabe mitwirkte; s. das von ihm verfasste Geleitwort in
 <bibl><ref target="Thurn_2000"><title>Thurn
 (2000)</title></ref></bibl>, V); sie ist eigentlich viel älter und
 findet sich schon bei <bibl><ref target="Wolf_1912"><title>Wolf
 (1912)</title></ref></bibl>, 69 und darauf aufbauend bei <bibl><ref
 target="Weierholt_1963"><title>Weierholt (1963)</title></ref></bibl>,
 51. Beide hatten auch bereits dargelegt, wie dieser Infinitiv zu
 verstehen sei, nämlich als finaler Infinitiv ohne Artikel: Er könne
 entweder von dem vorausgehenden Verbum des Kommens ἀπέλθη (Z. 5)
 abhängen („er kam … um zu kämpfen“, so sinngemäß Wolf mit dem Hinweis,
 dass der finale Infinitiv nach Verben des Kommens üblich in der Chronik
 ist) oder vom Verb διέτριψε bzw. von der ganzen Aussage (so Weierholt).
 Dieselbe Interpretation dürfte Kambylis vorgeschwebt haben, wie die
 Formel <emph rend="italics">sub(lata) interp(unctione)</emph> im
 kritischen Apparat neben seinem Namen zu verstehen gibt: Kambylis
 wollte offensichtlich das Komma nach πρὸς αὐτόν eliminieren und
 ὑπερμαχεῖν auf den vorausgehenden Satz beziehen. Geht man von
 ὑπερμαχεῖν aus, lässt sich auch die fehlerhafte überlieferte Lesart
 ὑπερμάχην besser erklären, nämlich als Folge akustischer Verwechslung
 (ει und η sind im byzantinischen Griechisch beide i–Laute).

 <lb/><lb/>

  Zu τοῦ Οὐαλεμεριακοῦ τοῦ καὶ Θευδερίχου: <ref
 target="#K000740">18, 46</ref>.

 (L.C.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000767" xml:space="preserve">
                        <ref>9|9</ref>
                        <p><label>ὑπὸ τὴν βασιλείαν αὐτοῦ γενέσθαι:</label>
  Zu dieser Konstruktion: <ref target="#K005096">2, 7</ref>.

 (B.O.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000774" xml:space="preserve">
                        <ref>10|7</ref>
                        <p><label>σὺν τοῖς ἀνθρώποις αὐτοῦ:</label>
  Mundos’ Ernennung als <emph rend="italics">magister militum</emph> ist
 für Justinians Verteidigungsstrategie in der Region umso
 ausschlaggebender, weil der Anführer auch eine eigene Truppe mitbringt.
 Ein Gefolge wird in den Grepes und Boa Episoden (s. oben) ebenfalls
 ausdrücklich erwähnt. Zu Mundos’ Gefolge gehörte 529 sicherlich sein
 Sohn Maurikios, der 536 kurz vor ihm selbst in einem Kampf gegen die
 Goten vor Salona starb (PLRE IIIA (Mauricius I), 854). Die durch den
 Verlust seines Sohnes ausgelöste Wut und seine Rachsucht führen Mundos
 dazu, zu viel zu riskieren: die Schlacht gewinnen die Römer, aber
 Mundos wird getötet (Procop. <emph rend="italics">Goth.</emph>
 1,7,1–8). Maurikios hatte selber einen Sohn und eine Tochter, die uns
 ebenfalls durch Prokop (<emph rend="italics">Goth.</emph> 3,1,36 bzw.
 4,26,13) bekannt sind. Bei Theoph. 219,7 (und Cedr. 652,5) ist ein
 unbenannter Sohn des Mundos das einzige Gefolge, das ihn zu Justinian
 nach Konstantinopel begleitet, was aber abermals eher eine Ergänzung
 zur <emph rend="italics">Chronographia</emph> darstellt und nicht
 unbedingt eine vollständigere Vorlage widerspiegelt.

 (O.G.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000776" xml:space="preserve">
                        <ref>13|4</ref>
                        <p><label>Οὗννοι:</label>
  Wie in XVIII, 21 sind die Barbaren, die in anderen zeitgenössischen
 (etwa Marcell. <emph rend="italics">chron.</emph> 530) und späteren
 (Theoph. 219,9) Quellen als Bulgaren identifiziert werden, als Hunnen
 bezeichnet (<ref target="#K000222">18, 21</ref>).

 (O.G.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000745" xml:space="preserve">
                        <ref>14|2</ref>
                        <p><label>καὶ ἐξελθὼν ὥρμησεν κατ᾿ αὐτῶν καὶ πάντας κατανήλωσεν:</label>
  Laut <bibl><ref target="Sarantis_2016"><title>Sarantis
 (2016)</title></ref></bibl> 54–55 hat Mundos mit der Hilfe herulischer
 Kontingente rechnen können. Zum Verb καταναλίσκω: <ref
 target="#K005591">1, 3</ref>.

 (O.G.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000744" xml:space="preserve">
                        <ref>15|1</ref>
                        <p><label>ἔπεμψεν πραῖδαν ἐξ αὐτῶν καὶ ἕνα ῥῆγα αὐτῶν:</label>
  Laut Theophanes 219 wurden die Gefangenen in Konstantinopel im
 Hippodrom in einem Triumphzug vorgeführt. Siehe dazu <bibl><ref
 target="Croke_1980"><title>Croke (1980)</title></ref></bibl> und
 <bibl><ref target="McCormick_1986"><title>McCormick
 (1986)</title></ref></bibl>, 65.

 (O.G.)</p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000771" xml:space="preserve">
                        <ref>15|2</ref>
                        <p><label>πραῖδαν ἐξ αὐτῶν:</label>
  Fasst man αὐτῶν als Genitiv der Zugehörigkeit (im subjektiven Sinne:
 „ihre Beute“, „die aus ihrem Besitz bestehende Beute“) auf, dann ist ἐξ
 streng genommen überflüssig, und die vorliegende Kombination ließe sich
 als eines der vielen Beispiele für das Überhandnehmen der
 Präpositionalkonstruktionen auf Kosten des einfachen Genitivs in der
 Chronik klassifizieren. In diesem Fall schwingt aber sicherlich auch
 der Separationsgedanke mit (vgl. die Übersetzungen von <bibl><ref
 target="Jeffreys_Jeffreys_Scott_1986"><title>Jeffreys, Jeffreys, Scott
 (1986)</title></ref></bibl>, 264 „booty acquired from them“ und von
 <bibl><ref target="Thurn_Meier_2009"><title>Thurn, Meier
 (2009)</title></ref></bibl>, 470 „ihnen abgenommene Beute“), was die
 Verwendung der Präposition ἐκ rechtfertigt: vgl. <bibl><ref
 target="Wolf_1912"><title>Wolf (1912)</title></ref></bibl>, 38. πραῖδαν
 ist ein Latinismus (<emph rend="italics">praeda</emph>, „Beute“ heißt
 im klassischen Griechisch λεία) und wird entsprechend angeführt in den
 Latinismen–Listen von <bibl><ref target="Körting_1879"><title>Körting
 (1879)</title></ref></bibl>, 16; <bibl><ref
 target="Festugière_1978"><title>Festugière (1978)</title></ref></bibl>,
 239; <bibl><ref target="James_1990"><title>James
 (1990)</title></ref></bibl>, 223, alle mit Verweisen auf die – nicht
 wenigen – weiteren Okkurrenzen des Wortes in der Chronik.

 (L.C.)</p>
                    </item>
                </list>

            <!-- Kommentar Ende -->
            </div>
  
            <!-- Bibliographie -->
            <div type="bibliography">
                <listBibl>
    
                    <bibl xml:id="Bagnall_Cameron_Schwartz_Worp_1987" xml:space="preserve">
                          Bagnall, Cameron, Schwartz, Worp (1987): Bagnall, Roger S./Cameron, Alan/Schwartz, Seth R./Worp, Klaas A.: 
                        Consuls of the Later Roman Empire. 
                        Atlanta 1987
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Bavant_1984" xml:space="preserve">
                          Bavant (1984): Bavant, Bernard: 
                        La ville dans le Nord de l'Illyricum (Pannonie, Mésie I, Dacie et Dardanie). 1984, 
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Chilmead_1691" xml:space="preserve">
                          Chilmead (1691): Chilmead, Edmund: 
                        Johannis Antiocheni cognomento Malalae Historia Chronica … nunc primum edita cum Interpret. &amp; Notis Edm. Chilmeadi …. 
                        Oxonii 1691
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Croke_1980" xml:space="preserve">
                          Croke (1980): Croke, Brian: 
                        Justinian's Bulgar victory celebration. 
                        Byzantinoslavica 1980, 188-195
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Croke_1982" xml:space="preserve">
                          Croke (1982): Croke, Brian: 
                        Mundo the Gepid: from freebooter to Roman general. 
                        Chiron 1982, 125–135
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Festugière_1978" xml:space="preserve">
                          Festugière (1978): Festugière, André-Jean: 
                        Notabilia  dans  Malalas. I. 
                        Revue  de  Philologie 1978, 221–241
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Haase_1991" xml:space="preserve">
                          Haase (1991): Haase, Barbara S.: 
                        Ennodius’ Panegyric to Theoderic the Great. A Translation and Commentary. 
                        Ottawa 1991
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="James_1990" xml:space="preserve">
                          James (1990): James, Alan: 
                        The language of Malalas, 1: General survey. 1990, 217–224
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                    <bibl xml:id="Jeffreys_Jeffreys_Scott_1986" xml:space="preserve">
                          Jeffreys, Jeffreys, Scott (1986): Jeffreys, Elizabeth/Jeffreys, Michael/Scott, Roger: 
                        The Chronicle of John Malalas. A Translation. 
                        Melbourne 1986
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                    <bibl xml:id="Jeffreys_1990b" xml:space="preserve">
                          Jeffreys (1990b): Jeffreys, Elizabeth: 
                        Chronological structures in Malalas’ chronicle. 1990, 111–166
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                    <bibl xml:id="Jeffreys_1990f" xml:space="preserve">
                          Jeffreys (1990f): Jeffreys, Elizabeth: 
                        The Transmission of Malalas' chronicle 1: Malalas in Greek. 1990, 245–267
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                    <bibl xml:id="Körting_1879" xml:space="preserve">
                          Körting (1879): Körting, Gustav: 
                        De vocibus latinis quae apud J. Malalam chronographum Byzantinum inveniuntur. 
                        Münster 1879
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Mango_Scott_1997" xml:space="preserve">
                          Mango, Scott (1997): Mango, Cyril and Scott, Roger: 
                        The Chronicle of Theophanes Confessor. Byzantine and Near Eastern History AD 284–813. 
                        Oxford 1997
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                    <bibl xml:id="McCormick_1986" xml:space="preserve">
                          McCormick (1986): McCormick, Michael: 
                        Eternal victory. Triumphal rulership in late antiquity, Byzantium, and the early medieval West. 
                        Cambridge / Paris 1986
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Meier_2002b" xml:space="preserve">
                          Meier (2002b): Meier, Mischa: 
                        Das Ende des Konsulats im Jahr 541/542 und seine Gründe. Kritische Anmerkungen zur Vorstellung eines ‚Zeitalters Justinians‘. 
                        Zeitschrift für Papyrologie und Epigrapik 2002, 138, 277–299
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Meier_2004a" xml:space="preserve">
                          Meier (2004a): Meier, Mischa: 
                        Das andere Zeitalter Justinians. Kontingenzerfahrung und Kontingenzbewältigung im 6. Jahrhundert n. Chr.. 
                        Göttingen 2004
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Meier_2007d" xml:space="preserve">
                          Meier (2007d): Meier, Mischa: 
                        Naturkatastrophen in der christlichen Chronistik. Das Beispiel Johannes Malalas (6. Jh.). 
                        Gymnasium 2007, 559–586
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Merz_1911" xml:space="preserve">
                          Merz (1911): Merz, Ludwig: 
                        Zur Flexion des Verbums bei Malalas. 
                        Pirmasens 1911
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Mirković_1971" xml:space="preserve">
                          Mirković (1971): Mirković, Miroslava: 
                        Sirmium. Its history from the 1st century A.D. to 582 A.D.. 1971, 
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Patzig_1896" xml:space="preserve">
                          Patzig (1896): Patzig, Edwin: 
                        Rezension zu Rüger 1895. 
                        ByzZ 1896, 5, 350-355
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Pohl_1980" xml:space="preserve">
                          Pohl (1980): Pohl, Walter: 
                        Die Gepiden und die gentes an der mittleren Donau nach dem Zerfall des Attilareiche. 1980, 239–305
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Pritsak_1982" xml:space="preserve">
                          Pritsak (1982): Pritsak, Omeljan: 
                        The Hunnic Langiuage of the Attila Clan. 
                        Harvard Ukrainian Studies 1982, 428-476
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                          Radt (2004): Radt, Stefan: 
                        Strabons Geographika, Band 3, Buch IX–XIII: Text und Übersetzung. 
                        Göttingen 2004
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                    <bibl xml:id="Radt_2008" xml:space="preserve">
                          Radt (2008): Radt, Stefan: 
                        Strabons Geographika, Band 7, Buch IX–XIII: Kommentar. 
                        Göttingen 2008
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Rohr_1995" xml:space="preserve">
                          Rohr (1995): Rohr, Christian: 
                        Der Theoderich-Panegyricus des Ennodius. 
                        Hannover 1995
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                    <bibl xml:id="Rüger_1895" xml:space="preserve">
                          Rüger (1895): Rüger, Anton: 
                        Studien zu Malalas. Präpositionen und Adverbien. Das 18. Buch. Die konstantinischen Excerpte. Die tuskulanischen Fragmente. 
                        Bad Kissingen 1895
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                    <bibl xml:id="Sarantis_2016" xml:space="preserve">
                          Sarantis (2016): Sarantis, Alexander: 
                        Justinian's Balkan Wars: Campaigning, Diplomacy and Development in Illyricum, Thrace and the Northern World A.D. 527-65. 
                        Prenton 2016
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                    <bibl xml:id="Scott_1985" xml:space="preserve">
                          Scott (1985): Scott, Roger D.: 
                        Malalas, The Secret History, and Justinian's Propaganda. 
                        Dumbarton Oaks Papers 1985, 39, 99-109
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                    <bibl xml:id="Thurn_Meier_2009" xml:space="preserve">
                          Thurn, Meier (2009): Thurn, Johannes/Meier, Mischa: 
                        Johannes Malalas Weltchronik.. 
                        Stuttgart 2009
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Thurn_2000" xml:space="preserve">
                          Thurn (2000): Thurn, Johannes: 
                        Ioannis Malalae Chronographia. 
                        Berolini et Novi Eboraci 2000
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Weierholt_1963" xml:space="preserve">
                          Weierholt (1963): Weierholt, Kristen: 
                        Studien im Sprachgebrauch des Malalas. 
                        Oslo 1963
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                    <bibl xml:id="Wilkins_1993" xml:space="preserve">
                          Wilkins (1993): Wilkins, John: 
                        Euripides. Heraclidae with Introduction and Commentary. 
                        Oxford 1993
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                    <bibl xml:id="Wolf_1912" xml:space="preserve">
                          Wolf (1912): Wolf, Karl: 
                        Studien zur Sprache des Malalas, Tl. 2: Syntax. 
                        Diss. München 1912
                    </bibl>
      
         </listBibl>
     </div>
    
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