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                <title type="main">Historisch-philologischer Kommentar zur Chronik des Johannes Malalas</title>
                <title type="sub">Buch 18, Kapitel 51</title>
                <author>die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HAdW-Forschungsstelle Malalas</author>
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                    <resp>Export vom 20260509-000002</resp>
                    <name>daffi/HAdW</name>
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            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <date>20260509</date>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>Heidelberger Akademie der Wissenschaften: Forschungsstelle Malalas-Kommentar</publisher>
                <availability status="restricted">
                    <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de">CC BY-NC-SA 4.0</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <p>Export aus Malalas-Datenbank</p>
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                    <name>die Mitarbeiter der HAdW-Forschungsstelle</name>
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        </revisionDesc>
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    <text>

            <!-- Kommentar Anfang -->
            <div type="commentary">
  
                <list>
                    <item corresp="#K007204" xml:space="preserve">
                        <ref></ref>
                        <p><label></label>
  Kapitel 51 berichtet vom Auftauchen eines umherziehenden Mannes aus
 Italien mitsamt seinem über ungewöhnliche Begabungen verfügenden Hund.
 Bei einer öffentlichen Vorführung des Hundes auf einem nicht näher
 definierten Marktplatz überzeugt sich eine Menschenmenge von seinen
 außerordentlichen, bis in den Bereich der Hellseherei reichenden
 Fähigkeiten.

 <lb/><lb/>

  Für einen Bericht über die öffentliche Vorführung eines Wunder
 vollbringenden Tieres gibt es in der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> und auch in der zeitgenössischen
 Literatur keine direkte Parallele. Ähnlichkeiten bestehen zu Plu.
 Moralia 973E–974A, wo ein dressierter Hund im stadtrömischen
 Marcellus-Theater als „Schauspieler“ auftritt und seine eigene
 Vergiftung simuliert (vgl. <bibl><ref
 target="Toynbee_1983"><title>Toynbee (1983)</title></ref></bibl>, 101).
 Zeitnäher sieht <bibl><ref target="Scott_1990a"><title>Scott
 (1990a)</title></ref></bibl>, 79 Parallelen u.a. zu den
 Wundergeschichten bei Kosmas Indikopleustes (Mitte 6. Jahrhundert) oder
 Theophylaktos Simokates (frühes 7. Jahrhundert), die teils mit Tieren
 in Verbindung stehen; generell bringt er die Passage mit einer Vorliebe
 der zeitgenössischen Literaten und ihres Publikums für legendenhafte
 und unterhaltende Berichte in Verbindung. Bemerkenswert ist die
 Tatsache, dass die Geschichte, die bei keinem Zeitgenossen überliefert
 wird, von späteren Chronisten so häufig übernommen wurde wie kaum eine
 andere in der <emph rend="italics">Chronographia</emph> enthaltene
 Begebenheit aus der Regierungszeit Justinians. Noch häufiger wiederholt
 wurde nur die Information über die Errichtung der Hagia Sophia (vgl.
 XVIII 86). <bibl><ref target="Scott_2006"><title>Scott
 (2006)</title></ref></bibl>, 45 bemerkt dazu ironisch, beim Erscheinen
 des Hundes handele es sich offenbar um eines der wichtigsten Ereignisse
 der justinianischen Ära. Er sieht hier in erster Linie einen Beleg für
 die byzantinische „fondness for a good story“ (<bibl><ref
 target="Scott_2010"><title>Scott (2010)</title></ref></bibl>, 251).
 Zumindest für das ursprüngliche Auftreten der Geschichte in der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> stellt sich jedoch die Frage, ob
 sie über ihren unterhaltenden Charakter hinaus auch noch aus anderen
 Gründen als besonders berichtenswert erschienen sein könnte. Parallelen
 zu anderen aufsehenerregenden Einzelfiguren (s. Z. 1) bezeugen deutlich
 die hervorgehobene Rolle von Wundern und Wundertätern in der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph>. Mit dem Hund wiederum wurde in der
 Antike eine Vielzahl von Eigenschaften verknüpft: Einerseits galt er
 durch seine Rolle als Haus- und Jagdtier traditionell als treuer
 Begleiter; gleichzeitig sah man in ihm aber auch ein lasterhaftes Tier
 und fürchtete seine Wildheit, was nicht zuletzt mit dem schon in der
 Antike vieldiskutierten Phänomen der Tollwut zusammenhing (vgl. zur
 ambivalenten Wahrnehmung des Hundes in der griechisch-römischen Welt
 <bibl><ref target="Toynbee_1983"><title>Toynbee
 (1983)</title></ref></bibl>, 108f.; <bibl><ref
 target="Loth_1994"><title>Loth (1994)</title></ref></bibl>, 786–803).
 „Hund“ und „hündisch“ begegnen in der gesamten antiken Literatur, und
 auch noch in der <emph rend="italics">Chronographia</emph> (XVI 16,25;
 XVII 10,14), als Schimpfwörter. In der christlichen Schrifttradition
 findet diese Haltung ihren Widerhall: In verschiedenen Märtyrerviten
 werden Inquisitoren, Folterer und sogar Satan persönlich mit Hunden
 gleichgesetzt. Andererseits begegnen Hunde in der Hagiographie als
 Begleiter und Helfer verschiedener Heiliger (zu beiden Phänomenen
 <bibl><ref target="Loth_1994"><title>Loth (1994)</title></ref></bibl>,
 819–822; vgl. zu letzterem auch die Vorläufer in der klassischen
 Mythologie: <bibl><ref target="Mainoldi_1984"><title>Mainoldi
 (1984)</title></ref></bibl>, 59–93). Eine besonders prominente Episode
 aus dem Leben des Petrus hat auch in die <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> Eingang gefunden: In X 32
 (neronische Zeit) lässt der selbsternannte „Christus“ Simon Magus seine
 Tür durch einen Hund bewachen, der zum allgemeinen Erstaunen die
 erwünschten von den unerwünschten Gästen zu trennen vermag. Diesen Hund
 veranlasst Petrus dazu, ihn mit Menschenstimme bei seinem Herrn
 anzukündigen – der Auftakt zu einem ausgedehnten Wettstreit der beiden
 Männer in ihrer Wundertätigkeit. In den apokryphen Petrus-Akten, wo
 sich die Begebenheit erstmals findet, hält der Hund eine regelrechte
 Ansprache an Simon, in der der „Magier“ als Betrüger und Petrus als
 wahrer Diener Gottes auf Erden ausgewiesen werden (A.Petr.c.Sim. 12;
 <bibl><ref target="Hennecke_Schneemelcher_1964"><title>Hennecke,
 Schneemelcher (1964)</title></ref></bibl>, 202). Das göttliche Wirken
 entfaltet sich hier also gleichermaßen in einem Tier wie umgekehrt nach
 christlicher Vorstellung schon die Schlange im Garten Eden (Gen 3)
 stellvertretend für Satan gesprochen hatte. Vorbilder hat auch die
 Assoziation von Hunden mit hellseherischen Fähigkeiten: Im römischen
 Vorzeichenglauben gilt das Bellen und Heulen von Hunden als böses <emph
 rend="italics">omen</emph> (vgl. <bibl><ref
 target="Burress_1935"><title>Burress (1935)</title></ref></bibl>,
 35–37; <bibl><ref target="Scholz_1937"><title>Scholz
 (1937)</title></ref></bibl>, 25–28; <bibl><ref
 target="Loth_1994"><title>Loth (1994)</title></ref></bibl>, 802;
 <bibl><ref target="Février_2003"><title>Février
 (2003)</title></ref></bibl>). Auch im christlichen Kontext sind solche
 Vorstellungen verschiedentlich weitertradiert worden (vgl. August.
 civ.D. 3,23; Oros. 5,18). Die überkommene Verbindung des Hundes mit
 dämonischen und/oder mantischen Eigenschaften mag den Glauben an die
 hellseherischen Fähigkeiten des auf dem Marktplatz auftretenden Hundes
 beim umstehenden (und lesenden) Publikum befördert haben. In jedem Fall
 waren entsprechende Vorstellungen dazu angetan, der Begebenheit abseits
 ihres unterhaltenden Charakters auch eine zeichenhaft/ominöse
 Konnotation zu verleihen. Die Charakterisierung des Hundes als blind,
 die sich bei Theophanes findet und in die Ausgabe von Thurn aufgenommen
 wurde, verweist bereits in den mantischen Bereich, was zum Ende des
 Abschnittes hin (Z. 13f) mit dem Hinweis auf den „pythischen Geist“
 noch einmal aufgenommen wird.

 </p>
                    </item>
                </list>

            <!-- Kommentar Ende -->
            </div>
  

<div xml:id="B000044" n="B000044" rend="inline" type="section">
  <p>            Theoph. 224,15–27 de Boor; Cedr. 657,4–14 Bekker; Georg. Mon. 643,20–644,12 de Boor; Leo
            Gramm. 130,1–12 Bekker; Zon. 3,158,3–13 Büttner-Wobst; Mich. Gly. 500,20–501,1 Bekker.
</p></div> 
        <body>

            <!-- Griechische Transkription -->
            <div type="edition" xml:id="T000049" xml:space="preserve">
                <ab>
                    <lb n="1"/><anchor xml:id="K000684"/>Ἐν αὐτῷ δὲ τῷ χρόνῳ <anchor xml:id="K000804"/>ἀνεφάνη τις ἐκ τῆς Ἰταλῶν χώρας κοσμο- 
                    <lb n="2"/>δρομῶν <anchor xml:id="K000711"/>&lt;ὀνόματι Ἀνδρέας&gt;, ἔχων μεθ’ ἑαυτοῦ <anchor xml:id="K000686"/>κύνα ξανθὸν &lt;καὶ 
                    <lb n="3"/>τυφλόν&gt;, ὅστις κελευόμενος ὑπὸ τοῦ ἀναθρεψαμένου ἐποίει τινὰ θαύμα- 
                    <lb n="4"/>τος ἄξια. ὁ γὰρ αὐτὸν ἀναθρεψάμενος ἑστὼς <anchor xml:id="K000710"/>ἐν τῇ ἀγορᾷ, καὶ ὄχλου 
                    <lb n="5"/>περιεστῶτος εἰς τὸ θεάσασθαι, <anchor xml:id="K000807"/>λάθρᾳ τοῦ κυνὸς ἐκομίζετο παρὰ τῶν 
                    <lb n="6"/>ἑστώτων δακτυλίδια <anchor xml:id="K000808"/>&lt;χρυσᾶ τε καὶ ἀργυρᾶ καὶ σιδηρᾶ&gt;, καὶ <anchor xml:id="K000809"/>ἐτίθει εἰς 
                    <lb n="7"/>τὸ ἔδαφος περισκέπων αὐτὰ ἐν χώματι. καὶ ἐπέτρεπε τῷ κυνὶ <anchor xml:id="K000810"/>ἐπᾶραι καὶ 
                    <lb n="8"/>δοῦναι ἑκάστῳ τὸ ἴδιον· καὶ ἐρευνῶν ὁ κύων τῷ στόματι <anchor xml:id="K000811"/>ἐπεδίδου ἑκά- 
                    <lb n="9"/>στῳ τὸ γνωριζόμενον. <anchor xml:id="K000812"/>ὁ δὲ αὐτὸς κύων καὶ διαφόρων βασιλέων νομί- 
                    <lb n="10"/>σματα <anchor xml:id="K000813"/>μιγνύμενα ἐπεδίδου κατ’ ὄνομα. παρεστῶτος δὲ ὄχλου ἀνδρῶν 
                    <lb n="11"/>τε καὶ γυναικῶν ἐπερωτώμενος ἐδείκνυε τὰς ἐν γαστρὶ ἐχούσας καὶ τοὺς 
                    <lb n="12"/>ὄντας πορνοβοσκοὺς καὶ μοιχοὺς καὶ κνιποὺς καὶ μεγαλοψύχους· καὶ 
                    <lb n="13"/>ἀπεδείκνυε <anchor xml:id="K000814"/>πάντα μετὰ ἀληθείας. ὅθεν <anchor xml:id="K000688"/>ἔλεγον πολλοί, ὅτι πνεῦμα Πύθω- 
                    <lb n="14"/>νος ἔχει. 
                </ab>
            </div>

            <!-- Kommentar Anfang -->
            <div type="commentary">
  
                <list>
                    <item corresp="#K000684" xml:space="preserve">
                        <ref>1|1</ref>
                        <p><label>Ἐν αὐτῷ δὲ τῷ χρόνῳ:</label>
  Die Zeitangabe ist aufgrund der Konsuldatierung sicher auf 530 n. Chr.
 zu beziehen. Theophanes (224,15 de Boor = AM 6036, gefolgt von Cedr.
 657,4 Bekker) datiert das Ereignis auf 543/44 n. Chr. <bibl><ref
 target="Mango_Scott_1997"><title>Mango, Scott
 (1997)</title></ref></bibl>, 325 gehen davon aus, dass er die Episode
 um einen Indiktionszirkel verschoben hat, was bei Theophanes nicht
 ungewöhnlich wäre (vgl. die Analogie Theoph. 222,31–223,27 de Boor = AM
 6035 über die Auxumiten, abhängig von XVIII 15: <bibl><ref
 target="Mango_Scott_1997"><title>Mango, Scott
 (1997)</title></ref></bibl>, 324). <bibl><ref
 target="Scott_2006"><title>Scott (2006)</title></ref></bibl>, 35
 vermutet, Theophanes habe für die späten 520er und die 530er Jahre die
 militärischen Aktivitäten Justinians besonders betonen wollen, was
 (unter anderem) dazu geführt habe, dass er diese nicht-militärische
 Passage in ein späteres Kapitel seiner Erzählung verlegte.
 Bemerkenswert ist, dass Theophanes, Georgios Monachos, Georgios
 Kedrenos und Michael Glykas die Notiz über den Hund jeweils innerhalb
 einer Reihe von Unglücksfällen wie Erdbeben, Überschwemmungen, Seuchen
 und Hungersnöten platzieren (Theoph. 224,11–225,10 de Boor; Georg. Mon.
 641,1–644,12 de Boor; Cedr. 656,16–658,11 Bekker; Mich. Glyc.
 499,14–501,12 Bekker; vgl. dazu auch <bibl><ref
 target="Duffy_2009"><title>Duffy (2009)</title></ref></bibl>, 37).

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000711" xml:space="preserve">
                        <ref>2|2</ref>
                        <p><label><ὀνόματι Ἀνδρέας>:</label>
  Der bei Theophanes überlieferte griechische Name Andreas wird von Thurn
 dem ursprünglichen Text zugerechnet. Die italische Herkunft des Mannes
 spricht nicht gegen diese Ergänzung, da der Eigenname durch das Neue
 Testament bzw. den Apostel Andreas bereits weit über die griechische
 Welt hinaus verbreitet war.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000710" xml:space="preserve">
                        <ref>4|8</ref>
                        <p><label>ἐν τῇ ἀγορᾷ:</label>
  Es handelt sich hierbei um die einzige Ortsangabe innerhalb der
 entsprechenden Passage des Codex Baroccianus. Auch Theophanes, dessen
 Text insgesamt ausführlicher ausfällt, bietet diesbezüglich keine
 Ergänzung. Angesichts der starken Konzentration der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> auf Antiochia (zumindest in den
 Abschnitten bis Kap. XVIII 76) läge es mangels näherer Hinweise
 zunächst nahe, auch diese Episode in der syrischen Metropole zu
 verorten. Allerdings geben einige der späteren, direkt oder indirekt
 die <emph rend="italics">Chronographia</emph> zurückgreifende
 Berichterstatter als Ort des Geschehens nicht Antiochia, sondern
 Konstantinopel an (Georg. Monach. 643,20–644,1: ἐν Κωνσταντινουπόλει;
 Zon. XIV 6,38: τῷ Βυζαντίῷ). Auch wenn diese Lokalisierung vermutlich
 als Ergänzung der mittelbyzantinischen Chronisten anzusehen ist – für
 die es offenbar selbstverständlich war, das Geschehen in der
 Reichshauptstadt anzusiedeln –, ziehen diese Hinweise die aus dem
 Stellenkontext heraus naheliegende Verortung in Syrien bzw. Antiochia
 in Zweifel. Wo die Episode stattgefunden hat, muss insofern offen
 bleiben. Angesichts des expliziten Hinweises auf die Bewegung des
 Hundehalters Andreas (Charakterisierung als κοσμοδρομῶν/κωμοδρομῶν) hat
 man wohl ohnehin davon auszugehen, dass das Tier auf einer ganzen Reihe
 von Marktplätzen in ähnlicher Weise vorgeführt worden war und
 entsprechend nicht eine einzelne Ortschaft, sondern eine Region gemeint
 ist. Die unbestimmte Lokalisierung kann vielleicht als Hinweis darauf
 gewertet werden, dass in der <emph rend="italics">Chronographia</emph>
 hier, wie schon von <bibl><ref target="Scott_1981"><title>Scott
 (1981)</title></ref></bibl>, 23 vermutet, mündliche Informationen
 verarbeitet wurden, da sie doch zu einer in der Bevölkerung
 kursierenden aufsehenerregenden Geschichte passt. Sowohl <bibl><ref
 target="Scott_1981"><title>Scott (1981)</title></ref></bibl>, 23 als
 auch <bibl><ref target="Jeffreys_1990a"><title>Jeffreys
 (1990a)</title></ref></bibl>, 211 betonen jedoch die Unmöglichkeit, den
 mündlichen Ursprung solcher Informationen zu belegen.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000807" xml:space="preserve">
                        <ref>5|5</ref>
                        <p><label>λάθρᾳ τοῦ κυνὸς:</label>
  <bibl><ref target="Rüger_1895"><title>Rüger
 (1895)</title></ref></bibl>, 10 (Punkt c) und 19 wollte in der
 Hinzufügung des Genitivs τοῦ κυνός zu dem in der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> sonst absolut verwendeten Adverb
 λάθρᾳ („heimlich“) ein weitere „Unregelmäßigkeit“ sehen, die seiner
 Meinung nach zusammen mit vielen anderen für die Andersartigkeit – d.h.
 konkret: für die spätere Abfassungszeit – des 18. Buches der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> spricht. Diese These wird heute –
 zumindest in dieser pauschalisierten Form – weitgehend abgelehnt.
 Spezifisch zu diesem (vermeintlichen) Indiz ist darüber hinaus
 festzuhalten, dass die Verbindung von λάθρᾳ und τοῦ κυνός keine
 sprachliche Besonderheit im Sinne Rügers darstellt, sondern inhaltlich
 motiviert ist: Wie schon <bibl><ref target="Patzig_1896"><title>Patzig
 (1896)</title></ref></bibl>, 352 richtig gesehen hatte, bringt λάθρᾳ in
 der <emph rend="italics">Chronographia</emph> normalerweise keinen
 Genitiv mit sich, weil bzw. wenn die Handlung sich heimlich auf der
 Ebene der menschlichen Akteure vollzieht (s. z.B. II 16, 39: Die
 mythische Argos-Königin Dirke hat den Verdacht gefasst, dass ihr Mann
 König Lykos λάθρᾳ μιγνύμενος μετ’ αὐτῆς, gemeint ist dessen schöne
 Nichte Antiope; V 31, 4: der gerade in seine Heimat zurückgekehrte
 Orestes λάθρᾳ εἰσῆλθε πρὸς τὴν Ἠλέκτραν, ἀδελφὴν αὐτοῦ). An
 vorliegender Stelle spielt sich die Aktion – die Sammlung der
 Fingerringe – nicht hinter dem Rücken eines oder mehrerer Menschen,
 sondern hinter dem Rücken eines Wunderhundes ab: Und dieser besondere
 Umstand will durch den entsprechenden Genitiv präzisiert werden.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000808" xml:space="preserve">
                        <ref>6|3</ref>
                        <p><label><χρυσᾶ τε καὶ ἀργυρᾶ καὶ σιδηρᾶ>:</label>
  Ein weiterer Zusatz aus Theophanes (224,30 de Boor), Kedrenos (657,7
 Bekker) und Georgios Monachos (644,4 de Boor); s. oben Z.2 &lt;ὀνόματι
 Ἀνδρέας&gt; und 2f. &lt;καὶ τυφλόν&gt;.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000809" xml:space="preserve">
                        <ref>6|10</ref>
                        <p><label>ἐτίθει:</label>
  Für die 3. Pers. Sing. des Imperfekts Akt. von τίθημι benutzt die <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> auch die nach klassischem
 Konjugationsmodell ungebräuchliche Endung mit -η, in IV 16 Z. 7 ὁ
 Μίνωος … ἐθαλασσοκράτει πολεμήσας Ἀθηναίοις καὶ νόμους ἐτίθη. Die zwei
 Endungen unterschieden sich in der Aussprache des byzantinischen
 Griechisch nicht mehr, da beide i-Laute waren: s. <bibl><ref
 target="Merz_1911"><title>Merz (1911)</title></ref></bibl>, 39.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000810" xml:space="preserve">
                        <ref>7|11</ref>
                        <p><label>ἐπᾶραι:</label>
  Inf. Aor. Akt. des Verbes ἐπαίρω, mit – regulärer – α-Bildung; s.
 <bibl><ref target="Merz_1911"><title>Merz (1911)</title></ref></bibl>,
 22 für ein Verzeichnis von weiteren Aorist-Formen von αἴρω und dessen
 Komposita in der <emph rend="italics">Chronographia</emph>.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000811" xml:space="preserve">
                        <ref>8|11</ref>
                        <p><label>ἐπεδίδου:</label>
  3. Pers. Sing. Imperf. Akt. von ἐπιδίδωμι, nach ganz „attischer Weise“
    (so formuliert von <bibl><ref target="Merz_1911"><title>Merz
    (1911)</title></ref></bibl>, 39 Anm.1); anderswo erscheint für und
    statt δίδωμι auch die kontrahierte Form δίδοω, z.B. in XVIII 29, 5
    διδοῦντες (s. <bibl><ref target="Merz_1911"><title>Merz
    (1911)</title></ref></bibl>, 39). ἐπεδίδου kommt in diesem Kapitel
    ein zweites Mal vor (Z.10) und bezeichnet wieder die
    „Rückgabeaktion“ des Hundes (erst Fingerringe zu deren Besitzern,
    dann Münzen zu den jeweiligen Kaisern), vgl. LSJ. s.v. ἐπίδιδωμι 5
    „give into another‘s hands, deliver“.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000812" xml:space="preserve">
                        <ref>9|4</ref>
                        <p><label>ὁ δὲ αὐτὸς κύων … κατ’ ὄνομα:</label>
  Paris. gr. 1710 bietet eine detailreiche Beschreibung des Tricks mit
 den Kaisermünzen, woraus klarer hervorgeht, was genau auf dem
 Marktplatz vonstattenging: ἔλεγε [scil. der Hundehalter] δὲ πάλιν τῷ
 αὐτῷ κυνί· ἐλθὲ καὶ δός μοι τὸ νόμισμα τοῦ βασιλέως Λέοντος. καὶ
 ἐρευνῶν ὁ κύων ἐλάμβανε τῷ στόματι καὶ ἐδίδει αὐτό. καὶ πάλιν ἔλεγεν·
 ἐπίδος μοι τὸ Ζήνωνος καὶ ἐπεδίδει αὐτό, ὡσαύτως καὶ ἑκάστου βασιλέως,
 οὗ ἕλεγεν αὐτῷ, ἐπεδίδει τὸ ἴδιον χάραγμα, „Er sagte aber wieder zu
 diesem Hund: ‚Komm und gib mir den <emph rend="italics">solidus</emph>
 des Kaisers Leon.‘ Und der Hund schnüffelte, nahm ihn mit dem Maul auf
 und lieferte ihn ab. Und wieder sprach er: ‚Gib mir den des Zenon‘. Und
 er lieferte diesen nach, wie auch die Münzen eines jeglichen Kaisers:
 Welchen Namen er immer nannte, er gab jeweils die richtige Prägung ab“
 (Übersetzung von <bibl><ref target="Thurn_Meier_2009"><title>Thurn,
 Meier (2009)</title></ref></bibl>, 472 Anm. 311).

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000813" xml:space="preserve">
                        <ref>10|2</ref>
                        <p><label>μιγνύμενα:</label>
  Bezogen auf νομίσματα: „vermischte Münzen“, d.h. in einem Haufen ohne
 jegliche Ordnung gesammelte Münzen. μιγνύμενα ist die Lesart von
 Theophanes (224,23 de Boor) und – wohl von diesem abhängig – Kedrenos
 (657,10 Bekker). Die Handschift O bezieht hingegen das Zahlwort μυρία,
 „a large number of coins“ (Übersetzung von <bibl><ref
 target="Jeffreys_Jeffreys_Scott_1986"><title>Jeffreys, Jeffreys, Scott
 (1986)</title></ref></bibl>, 266; <bibl><ref
 target="Thurn_Meier_2009"><title>Thurn, Meier
 (2009)</title></ref></bibl>, 472 geben hingegen Theophanes’ Text
 wieder) auf νομίσματα. Eine Wahl zwischen diesen zwei Lesarten ist
 schwierig, weil beide einen guten Sinn ergeben: Mit μυρία liegt die
 Emphase auf der großen Zahl der Münzen, die der Hund auf Befehl seines
 Besitzers und beim Nennen des entsprechenden Kaisernamens (s. die
 genauere Beschreibung der Zuweisungsübung bei Paris. gr. 1710, zitiert
 im Kommentar zu Z. 9) ausfindig machen kann; mit μιγνύμενα tritt
 hingegen weniger der quantitative, sondern eher der qualitative Aspekt
 der Übung in den Vordergrund: Die Münzen liegen wirklich ohne jegliche
 Ordnung auf dem Marktplatz. Man könnte μυρία als <emph
 rend="italics">lectio facilior</emph> bewerten und denken, dass der
 Urtext μιγνύμενα hatte – was Theophanes direkt übernahm –, während
 μυρία eine spätere Korruptel ist. Es ist aber nicht auszuschließen,
 dass μιγνύμενα eine selbständige Nachbesserung von Theophanes ist. Eine
 Stelle in der Beschreibung der Übung in Paris. gr. 1710 könnte als ein
 leichtes Indiz für μυρία interpretiert werden, denn in jenem Text wird
 u.a. gesagt, dass der Hund für jeden ihm genannten Kaiser (ἑκάστου
 βασιλέως, οὗ ἕλεγεν αὐτῷ) den Trick wiederholt: Betont wird also vor
 allem der quantitative Aspekt. Eine derartige Überlegung ist bei weitem
 nicht ausschlaggebend, es fehlt an dieser Stelle an Anhaltspunkten für
 eine motivierte Entscheidung.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000814" xml:space="preserve">
                        <ref>13|2</ref>
                        <p><label>πάντα:</label>
  Nicht nur die Handschrift O der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph>, sondern auch mehrere Zeugnisse der
 Parallelüberlieferung (Theoph. 224,26 de Boor; Georg. Mon. 644,11 de
 Boor; Zon. 3,158,13 Büttner-Wobst) lesen an dieser Stelle den Akk.
 Neutr. Plur. von πᾶς, πάντα – nur Kedrenos bietet den Akk. Mask. Plur.
 πάντας (Cedr. 657,13 Bekker). Bei der Lesart von Kedrenos handelt es
 sich wohl um ein bloßes Versehen oder vielleicht um eine
 Verschlimmbesserung dieses Chronisten, der πάντα an die vorangehende
 Reihe von Maskulina in Akkusativ – τοὺς ὄντας πορνοβοσκοὺς καὶ μοιχοὺς
 καὶ κνιποὺς καὶ μεγαλοψύχους – anpassen wollte oder sich von dieser
 Sequenz unbewusst beeinflussen ließ. Kedrenos’ πάντας kann jedoch
 unmöglich richtig sein. Gegen diese Form sprechen, wie gesagt, sowohl
 die restliche Parallelüberlieferung als auch Logik und Grammatik des
 Satzes: Denn am allerersten Platz der erwähnten Akkusativ-Reihe kommen
 keine männlichen, sondern weibliche Akteure vor, schwangere Frauen (τὰς
 ἐν γαστρὶ ἐχούσας), und diese können nicht unter πάντας subsumiert
 werden (obwohl fraglos mit dem Satz „der Hund zeigte πάντα(ς)
 wahrheitsgemäß an“ auch sie gemeint sind), sehr wohl hingegen unter dem
 allgemein gefassten, üblichen πάντα im Sinne von „alle Dinge“ (vgl.
 LSJ. s.v. πᾶς D 2).

  Nach dem Satz „der Hund zeigte alles wahrheitsgemäß an“ fügt der Kodex
 Paris. gr. 1710 noch eine weitere Leistung des Hundes hinzu: καὶ ὅσας
 γυναῖκας ἐγκύους ἐμαντεύσατο ὁ κύων εἴτε ἀρρενικόν ἔχειν ἤ θῆλυ, οὕτως
 ἐγέννησαν. καὶ ἐξεπλήττοντο πάντες, „Und alle Frauen gebaren, je
 nachdem der Hund einen männlichen oder weiblichen Spross zugewiesen
 hatte, dementsprechend. Und alle waren außer sich vor Staunen“
 (Übersetzung von <bibl><ref target="Thurn_Meier_2009"><title>Thurn,
 Meier (2009)</title></ref></bibl>, 473 Anm. 312). Diese Ausdehnung des
 Themas „schwangere Frauen“ ist merkwürdig: Erstens hat der vorherige
 Satz „der Hund zeigte alles wahrheitsgemäß an“ klar einen
 zusammenfassend-abschließenden Ton, sodass man danach eigentlich kein
 Detail mehr erwartet; zweitens passt dieses letzte Wunder nicht so
 richtig in das bisher skizzierte Bild einer effektvollen, und ephemeren
 Darbietung auf einem Marktplatz: Während die anderen Übungen ihre
 Höhepunkte auf der Stelle erreichen und ihre Wirkung auf das Publikum
 sozusagen „in Echtzeit“ entfalten, sind Prophezeiungen über das
 Geschlecht der Leibesfrüchte ungeeignet, dem Hund und seinem Besitzer
 sofortigen Erfolg zu bringen, da sie sich erst nach Wochen oder Monaten
 als richtig erweisen können. Wenn es eine Stelle gibt, wo die Zusätze
 des Kodex Paris. gr. 1710 für diese Anekdote den Eindruck von freier,
 bloß auf die Steigerung der Sensation gerichteten Phantasie erwecken
 (s. Z. 2f.), dann eben diese Schlussbemerkung.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K000688" xml:space="preserve">
                        <ref>13|6</ref>
                        <p><label>ἔλεγον πολλοί, ὅτι πνεῦμα Πύθωνος ἔχει:</label>
  Der Verweis auf den pythischen Geist erfolgt sicher nicht beiläufig.
 <bibl><ref target="Duffy_2009"><title>Duffy
 (2009)</title></ref></bibl>, 37 macht auf eine bemerkenswerte
 Parallele in den biblischen <emph rend="italics">Acta
 Apostolorum</emph> aufmerksam (<emph rend="italics">Act.</emph>
 16,16–18), wo der Apostel Paulus einer Sklavin begegnet, die – in zu
 der <emph rend="italics">Chronographia</emph> praktisch identischer
 Formulierung – "den pythischen Geist hatte" (ἔχουσαν πνεῦμα Πύθωνα).
 Am tatsächlichen Vorhandensein der Weissagekräfte werden hier keine
 Zweifel geäußert: In der Tat erkennt die Frau den Apostel und seine
 Begleiter als Diener des höchsten Gottes. Kritik wird jedoch an der
 finanziellen Ausbeutung ihrer Wahrsagekunst durch die Besitzer der
 Sklavin laut, die ihre außergewöhnlichen Kräfte zur eigenen
 Bereicherung einsetzen. Der Geist wird ihr schließlich durch Paulus
 ausgetrieben. Es ist zweifelsohne davon auszugehen, dass viele
 Zeitgenossen mit dieser Bibelstelle vertraut waren. Wenn also über
 den wundersamen Hund der <emph rend="italics">Chronographia</emph>
 "viele sagten" (ἔλεγον πολλοί), dass ihm der pythische Geist
 innewohnte, nährt das "the note of mystery and foreboding"
 (<bibl><ref target="Duffy_2009"><title>Duffy
 (2009)</title></ref></bibl>, 37) des Berichts.

 <lb/><lb/>

  Die Wahrsagekunst verbindet die Passage über den Hund auch mit XVIII
 90, wo die Vorhersagen einer Seherin aus Konstantinopel mitsamt ihren
 Folgen geschildert werden: Die Frau kündigte demnach die baldige
 Vernichtung aller durch Ansteigen des Meeresspiegels an. Daraufhin habe
 das Volk in Konstantinopel eine Bittprozession abgehalten, um Gott
 gnädig zu stimmen. Diese Reaktion zeigt deutlich das
 Erschütterungspotential, das solchen ominösen Nachrichten für viele
 Zeitgenossen innewohnte. Im hiesigen Fall handelt es sich gleichwohl
 nicht um zukunftsgerichtete Vorhersagen und damit um ein konkretes
 Bedrohungsszenario, sondern alleine um ein Ereignis, das angesichts
 seiner unheilvollen Konnotationen als prinzipiell bedeutsam berichtet
 wird, ohne dass allerdings ein konkretes Deutungsangebot gemacht wird.

 (J.B.)</p>
                    </item>
                </list>

            <!-- Kommentar Ende -->
            </div>
  
            <!-- Bibliographie -->
            <div type="bibliography">
                <listBibl>
    
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                    <bibl xml:id="Moffatt_Tall_2012" xml:space="preserve">
                          Moffatt, Tall (2012): Moffatt, Ann/Tall, Maxeme: 
                        Constantine Porphyrogennetos The Book of Ceremonies in 2 volumes. Volume I Book I including the Appendix to Book 1 (Imperial Expeditions). 
                        Canberra 2012
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Patzig_1896" xml:space="preserve">
                          Patzig (1896): Patzig, Edwin: 
                        Rezension zu Rüger 1895. 
                        ByzZ 1896, 5, 350-355
                    </bibl>
      
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                          Reiske (1829): Reiske, Johann Jakob: 
                        Constantini Porphyrogeniti Imperatoris de Cerimoniis aulae Byzantinae libri duo. Volumen I. 
                        Bonnae 1829
                    </bibl>
      
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                          Ronconi (2015): Ronconi, Filippo: 
                        La première circulation de la « chronique de Théophane » : Notes paléographiques et codicologiques. 2015, 121–147
                    </bibl>
      
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                          Rüger (1895): Rüger, Anton: 
                        Studien zu Malalas. Präpositionen und Adverbien. Das 18. Buch. Die konstantinischen Excerpte. Die tuskulanischen Fragmente. 
                        Bad Kissingen 1895
                    </bibl>
      
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                          Scholz (1937): Scholz, Herbert: 
                        Der Hund in der griechisch-römischen Magie und Religion. 
                        , Berlin, 1937
                    </bibl>
      
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                          Scott (1981): Scott, Roger: 
                        Malalas and Justinian’s Codification. 
                        Proceedings of the 1. Australian Byzantine Studies Conference, Canberra 17–19 May, 1978 1981, 12–31
                    </bibl>
      
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                          Scott (1990a): Scott, Roger: 
                        Malalas and his contemporaries. 1990, 67–85
                    </bibl>
      
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                          Scott (2006): Scott, Roger: 
                        Narrating Justinian: from Malalas to Manasses. 2006, 29–46
                    </bibl>
      
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                          Scott (2010): Scott, Roger: 
                        Text and Context in Byzantine Historiography. 2010, 
                    </bibl>
      
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                          Scott (2015): Scott, Roger: 
                        The First Half of Theophanes’ Chronicle. 2015, 239–260
                    </bibl>
      
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                          Thurn, Meier (2009): Thurn, Johannes/Meier, Mischa: 
                        Johannes Malalas Weltchronik.. 
                        Stuttgart 2009
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                          Thurn (2000): Thurn, Johannes: 
                        Ioannis Malalae Chronographia. 
                        Berolini et Novi Eboraci 2000
                    </bibl>
      
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                          Toynbee (1983): Toynbee, Jocelyn M. C.: 
                        Tierwelt der Antike. 
                        Philipp von Zabern, 
                        Mainz 1983
                    </bibl>
      
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