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            <titleStmt>
                <title type="main">Historisch-philologischer Kommentar zur Chronik des Johannes Malalas</title>
                <title type="sub">Buch 18, Kapitel 88</title>
                <author>die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HAdW-Forschungsstelle Malalas</author>
                <respStmt xml:id="Malalas">
                    <resp>Export vom 20260426-000003</resp>
                    <name>daffi/HAdW</name>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <date>20260426</date>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>Heidelberger Akademie der Wissenschaften: Forschungsstelle Malalas-Kommentar</publisher>
                <availability status="restricted">
                    <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de">CC BY-NC-SA 4.0</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <p>Export aus Malalas-Datenbank</p>
            </sourceDesc>
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                    <date>20260426-000003</date>
                    <name>die Mitarbeiter der HAdW-Forschungsstelle</name>
                </change>
            </listChange>
        </revisionDesc>
    </teiHeader>
    <text>

            <!-- Kommentar Anfang -->
            <div type="commentary">
  
                <list>
                    <item corresp="#K007266" xml:space="preserve">
                        <ref></ref>
                        <p><label></label>
  Kapitel 88 widmet sich in bemerkenswerter Kürze dem Feldzug Belisars in
 Italien, der 535 begonnen hatte und 540 mit der Aufgabe des
 Ostgotenkönigs Vitigis in Ravenna endete. Dabei bleiben die vielen
 Rückschläge und Probleme des Feldzuges ganz unerwähnt, während die
 räumliche Verortung unpräzise erscheint. Ein Zusatz am Ende des
 Abschnittes bezieht sich möglicherweise bereits auf einen zehn Jahre
 späteren Feldzug des Narses und verweist darauf, dass der Krieg in
 Italien mit der Niederlage des Vitigis noch nicht beendet war.

 </p>
                    </item>
                </list>

            <!-- Kommentar Ende -->
            </div>
  

<div xml:id="B000079" n="B000079" rend="inline" type="section">
  <p>            Theoph. 205, 24–28 de Boor; Cedr.409.5, 20–23 Tartaglia; Zon. 3, 168, 15–169, 18 Büttner-
            Wobst (?).
</p></div> 
        <body>

            <!-- Griechische Transkription -->
            <div type="edition" xml:id="T000218" xml:space="preserve">
                <ab>
                    <lb n="1"/>Καὶ <anchor xml:id="K001261"/>τῷ αὐτῷ χρόνῳ <anchor xml:id="K001180"/>κατεπέμφθη <anchor xml:id="K001262"/>Βελισάριος ἐν Ῥώμῃ· καὶ πολεμή- 
                    <lb n="2"/>σας παρέλαβε τήν τε Ῥώμην καὶ Σικελίαν καὶ τὰς <anchor xml:id="K001189"/>πέριξ πόλεις κρατουμέ- 
                    <lb n="3"/>νας ὑπὸ <anchor xml:id="K001264"/>Οὐιττιγή, <anchor xml:id="K001186"/>ῥηγὸς τῶν Γότθων. <anchor xml:id="K001290"/>καὶ πολεμήσας, καὶ παραλαβὼν 
                    <lb n="4"/>τὸν αὐτὸν <anchor xml:id="K001187"/>Οὐιττιγὴν καὶ τὴν γυναῖκα αὐτοῦ καὶ τὸν υἱὸν αὐτοῦ, ἤγαγεν 
                    <lb n="5"/>ἐν Βυζαντίῳ. 
                    <lb n="6"/>Καὶ <anchor xml:id="K001266"/>μετ’ ὀλίγον καιρὸν ὁ αὐτὸς βασιλεὺς <anchor xml:id="K001192"/>ἔπεμψε <anchor xml:id="K001267"/>Ναρσῆν τὸν κουβι- 
                    <lb n="7"/>κουλάριον <anchor xml:id="K001193"/>μετὰ πολλῆς βοηθείας ἐν Ῥώμῃ <anchor xml:id="K001196"/>κατὰ τῶν αὐτῶν Γότθων. 
                </ab>
            </div>

            <!-- Kommentar Anfang -->
            <div type="commentary">
  
                <list>
                    <item corresp="#K001261" xml:space="preserve">
                        <ref>1|2</ref>
                        <p><label>τῷ αὐτῷ χρόνῳ:</label>
  Einfacher <emph rend="italics">Dativus Temporis</emph> (d.h. ohne ἐν),
 nicht unüblich für diese Formel in der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph>: <ref target="#K000674">18,
 45</ref>. Der in der <emph rend="italics">Chronographia</emph> übliche
 relative chronologische Anschluss „zur selben Zeit“ bezieht sich hier
 augenscheinlich auf die im vorangegangenen Kapitel XVIII 87 angegebene
 dritte Indiktion, <emph rend="italics">i.e.</emph> auf 539/40 n. Chr.
 Bei der im hiesigen Abschnitt thematisierten Eroberung Italiens durch
 Belisar handelt es sich freilich um einen jahrelangen Konflikt:
 Belisars Entsendung in Richtung Sizilien fiel bereits in das Jahr 535;
 sein Einmarsch in Rom auf den 9./10. Dezember 536; der Fall der Stadt
 Ravenna und die Gefangennahme des Gotenkönigs Vitigis schließlich, die
 das vorläufige Ende dieses Konflikts bedeuteten, datieren auf Mai 540
 (zur Chronologie dieses wechselhaften Krieges vgl. zusammenfassend
 <bibl><ref target="Heather_1996"><title>Heather
 (1996)</title></ref></bibl>, 260–267; <bibl><ref
 target="Wolfram_2001b"><title>Wolfram (2001b)</title></ref></bibl>,
 337–349) – und damit etwa zeitgleich zur Eroberung Antiochias durch die
 Perser, die unmittelbar vorangehend berichtet wird. Die <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> bietet im Folgenden also eine
 Kompaktdarstellung des gesamten so genannten ersten Gotenkrieges, wobei
 nicht dessen Beginn, sondern sein erfolgreicher Abschluss (vielleicht
 auch die Rückkehr Belisars nach Konstantinopel mitsamt seinen gotischen
 Gefangenen?) als chronologischer Aufhänger gewählt wird.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K001180" xml:space="preserve">
                        <ref>1|5</ref>
                        <p><label>κατεπέμφθη ... ἐν Ῥώμῃ:</label>
  Verb der Bewegung (καταπέμπω, ‚aussenden‘) nicht kombiniert mit einer
 Richtungsangabe (εἰς + Akk.), sondern mit einer Ortsbestimmung (ἐν +
 Dat.). Die Verwechselung, ja die Austauschbarkeit zwischen den zwei
 Präpositionen εἰς und ἐν (mit den jeweiligen Rektionen) ist ein
 häufiges Phänomen in der <emph rend="italics">Chronographia</emph>: Für
 Details und Diskussion <ref target="#K000638">18, 43</ref>.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K001262" xml:space="preserve">
                        <ref>1|6</ref>
                        <p><label>Βελισάριος:</label>
  Zu Belisar, Justinians berühmtem Feldherrn, <ref
 target="#K000036">18, 4</ref>.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K001189" xml:space="preserve">
                        <ref>2|10</ref>
                        <p><label>πέριξ:</label>
  πέριξ ist ein seltenes Wort in der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph>: In der O-Version kommt es achtmal
 vor, fünfmal als Adverb ‚ringsum‘ bzw. ‚in der Umgebung‘ (vgl. neben
 vorliegender Stelle VI 11 τὰ ὄντα ἔθνη πέριξ; X 34 ἔχει πέριξ κάγκελλον
 λίθινον; XIII 38; XVIII 60 τῶν πέριξ πόλεων), einmal substantiviert als
 ‚die Nachbarorte‘ (XII 11 τὰ πέριξ) und zweimal als Präposition mit
 Genitiv (XVIII 27 πέριξ τῆς πόλεως; XVIII 60 πέριξ τοῦ φοσσάτου, dazu
 siehe <bibl><ref target="Rüger_1895"><title>Rüger
 (1895)</title></ref></bibl>, 10–11, 21, 28, 56).

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K001264" xml:space="preserve">
                        <ref>3|3</ref>
                        <p><label>Οὐιττιγή:</label>
  Vitigis, ostgotischer König 536 bis 540 (PLRE IIIB (Vitigis),
 1382–1386), hier der Genitiv des Eigennamens Οὐττιγίς, dekliniert nach
 dem Modell von Σαπώρης, -η, -ῃ, -ην, -η, siehe <bibl><ref
 target="Wolf_1911"><title>Wolf (1911)</title></ref></bibl>, 22 u. 16.
 Die Handschrift O (f. 311, siehe <bibl><ref
 target="Bury_1897"><title>Bury (1897)</title></ref></bibl>, 230) liest
 Οὐιττιγί, itazistische Entstellung der richtigen Schreibweise; diese
 wurde wiederhergestellt durch <bibl><ref
 target="Dindorf_1831"><title>Dindorf (1831)</title></ref></bibl>, 480.

 <lb/><lb/>

  Vitigis hatte sich möglicherweise bereits unter Theoderich (Regierung
 von 471/493 bis 526, <ref target="#K002740">15, 10</ref>) als Soldat
 hervorgetan und war unter dessen Nachfolger Athalarich (526–534, <ref
 target="#K002746">15, 10</ref>) zum <emph
 rend="italics">Spatharius</emph> („Schwertträger“ – wohl eine wichtige
 Beraterfunktion) ernannt worden (nach RGA2 34 (2007), 151, s.v. Witiges
 [L. Rübekeil] sind allerdings auch seine ersten militärischen
 Aktivitäten entgegen Procop. <emph rend="italics">BG</emph> I 11,5 erst
 auf die Zeit Athalarichs zu beziehen). Laut Prokop war Vitigis
 nichtadeliger Herkunft und kam nur aufgrund seiner militärischen
 Verdienste an die Macht. Er beerbte den von den Goten nach der Einnahme
 Neapels durch Belisar abgesetzten Theodahat (534–536), den er kurze
 Zeit später auf der Flucht nach Ravenna habe abfangen und umbringen
 lassen (Procop. <emph rend="italics">BG</emph> I 11,5–9). Vitigis war
 der erste ostgotische König in Italien, der nicht der amalischen
 Dynastie des Theoderich entstammte. Er versuchte sich daher umgehend
 durch eine (laut Procop. <emph rend="italics">BG</emph> I 11,27
 erzwungene) Heirat mit der Enkelin Theoderichs, Matasuntha, zu
 legitimieren (nach <bibl><ref target="Heather_1996"><title>Heather
 (1996)</title></ref></bibl>, 263 mit Anm. 8 allerdings eine primär auf
 Justinian zielende Aktion). Obwohl er den Byzantinern zwischenzeitlich
 ernsthafte militärische Probleme bereitete (Belagerung Roms 537/538,
 Belagerung von Rimini 538, Rückeroberung Mailands unter Unterstützung
 der Franken und Burgunder 539), wurde er Ende 539 schließlich von
 Belisar in Ravenna eingeschlossen, das im Mai 540 nach langen
 Verhandlungen an diesen überging. Nach seiner Gefangennahme wurden
 Vitigis und seine Familie sowohl von Belisar als auch von Justinian
 ehrenvoll behandelt: In Konstantinopel erhielt er den Ehrentitel eines
 <emph rend="italics">patricius</emph>. Er starb etwa zwei Jahre später
 ebendort. Vgl. <bibl><ref target="Heather_1996"><title>Heather
 (1996)</title></ref></bibl>, 263–267; <bibl><ref
 target="Amory_1997"><title>Amory (1997)</title></ref></bibl>, 460f.;
 <bibl><ref target="Wolfram_2001b"><title>Wolfram
 (2001b)</title></ref></bibl>, 341–349; RGA (2. Aufl.) 34 (2007),
 150–153, s.v. Witiges (L. Rübekeil ); <bibl><ref
 target="Wiemer_2013b"><title>Wiemer (2013b)</title></ref></bibl>.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K001290" xml:space="preserve">
                        <ref>3|7</ref>
                        <p><label>καὶ πολεμήσας:</label>
  Die pleonastisch anmutende Wiederholung des Verbes ‚Krieg führen‘ in
 zwei aufeinanderfolgenden Sätzen (s. Z. 1); <bibl><ref
 target="Thurn_Meier_2009"><title>Thurn, Meier
 (2009)</title></ref></bibl>, 503 übersetzen hier mit ‚er lieferte eine
 Schlacht‘, was tatsächlich dem Sinn entsprechen dürfte, auch wenn
 Vitigis’ Kapitulation nicht aus einer Schlacht, sondern aus
 Verhandlungen resultierte.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K001187" xml:space="preserve">
                        <ref>4|3</ref>
                        <p><label>Οὐιττιγὴν:</label>
  Die Handschrift O (f. 311, siehe auch <bibl><ref
 target="Bury_1897"><title>Bury (1897)</title></ref></bibl>, 230) liest
 Οὐΐττιγην. Den richtigen Akzent stellt <bibl><ref
 target="Chilmead_1691"><title>Chilmead (1691)</title></ref></bibl>, II,
 222 wieder her.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K001266" xml:space="preserve">
                        <ref>6|2</ref>
                        <p><label>μετ’ ὀλίγον καιρὸν:</label>
  Wörtlich „nach kurzer Zeit“. <bibl><ref
 target="Thurn_Meier_2009"><title>Thurn, Meier
 (2009)</title></ref></bibl>, 503 übersetzen hingegen, offensichtlich
 zur inhaltlichen Anpassung, „nach einiger Zeit“. Bei Theoph. 205, der
 die Passage ähnlich, aber nicht wortgleich wiederholt, fehlt diese
 zeitliche Überleitung. Inhaltlich ergänzt wird hier, dass Narses von
 Justinian entsandt worden sei „πρὸς τὸ διακρατῆσαι τὰ ἐκεῖσε“ („to
 maintain control of those parts“, Übs. <bibl><ref
 target="Mango_Scott_1997"><title>Mango, Scott
 (1997)</title></ref></bibl>, 299). Das Problem besteht nun darin zu
 entscheiden, auf welche Entsendung des Narses genau sich der Satz
 bezieht: Der Eunuch Narses (zu seiner Person <ref target="#K001267">18,
 88</ref>) wurde von Justinian nämlich zwei Mal nach Italien geschickt;
 einmal während des hier thematisierten Feldzuges Belisars (Narses war
 538 mit 5000 Mann nach Italien geschickt, aber bereits 539 aufgrund
 eines schweren Zerwürfnisses mit Belisar 539 wieder abberufen worden:
 <bibl><ref target="Leppin_2011a"><title>Leppin
 (2011a)</title></ref></bibl>, 217f.), das zweite Mal über zehn Jahre
 später, nämlich im Jahr 551 auf einer eigenständigen Mission. Diese
 zweite Entsendung wird etwas später in XVIII 110 thematisiert; kurz
 darauf steht der entscheidende Sieg des Narses über den Goten Totila
 (XVIII 116). Laut <bibl><ref target="Mango_Scott_1997"><title>Mango,
 Scott (1997)</title></ref></bibl>, 311, Anm. 90 liegt „a misplaced
 reference to Narses’ arrival in Italy in 538“ vor, stehe auch aus
 Versehen die erste Entsendung des Eunuchen hinter der in das Jahr 540
 gehörenden (<ref target="#K001261">18, 88</ref>) Absetzung des Vitigis.
 Theophanes habe dies dann nachträglich rationalisiert, indem er den
 Zweck von Narses’ <emph rend="italics">zweiter</emph> Expedition
 ergänzte. Wenn jedoch der Text der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> explizit in die Zukunft verweist
 und Theophanes’ Text sich inhaltlich offensichtlich auf die spätere
 Mission bezieht, erscheint es auch möglich, dass <emph
 rend="italics">beide</emph> Texte ebendiese <emph
 rend="italics">zweite</emph> Entsendung des Narses meinen. Es läge
 demnach kein Fehler vor, sondern ein zeitlicher Vorgriff im Sinne eines
 Ausblickes (unter Verwendung einer der in der <emph
 rend="italics">Chronographia</emph> häufig vorkommenden unscharfen
 zeitlichen Formulierungen). Womöglich soll mit einem solchen Hinweis
 verdeutlicht werden, dass der Konflikt in Italien mit der Niederlage
 des Vitigis noch nicht an sein Ende gekommen war. Zudem würde damit
 geradezu explizit gemacht, dass „einige Zeit“ nach dem Erfolg Belisars
 eben nicht mehr er selbst, sondern sein Konkurrent Narses das Vertrauen
 des Kaisers erhielt – der dann auch den entscheidenden Sieg im Kampf
 gegen die Goten erringen sollte (XVIII 116).

 <lb/><lb/>

  μετά + Akkusativ kommt in der <emph rend="italics">Chronographia</emph>
 ausschließlich zur Angabe von Zeitabständen vor, insbesondere in
 formelhaften Phrasen wie μετ’ ὀλίγον καιρὸν (vgl. neben vorliegender
 Stelle X 52; XIII 14 etc.) oder μετὰ χρόνον (XVIII 89), siehe für
 Diskussion und weitere Belege <bibl><ref
 target="Rüger_1895"><title>Rüger (1895)</title></ref></bibl>, 43.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K001192" xml:space="preserve">
                        <ref>6|8</ref>
                        <p><label>ἔπεμψε ...  ἐν Ῥώμῃ:</label>
  Verb der Bewegung (πέμπω, ‚senden‘) nicht kombiniert mit einer
 Richtungsangabe (εἰς + Akk.), sondern mit einer Ortsbestimmung (ἐν +
 Dat.). Die Verwechslung, ja die Austauschbarkeit zwischen den zwei
 Präpositionen εἰς und ἐν (mit den jeweiligen Rektionen) ist ein
 häufiges Phänomen in der <emph rend="italics">Chronographia</emph>;
 dazu: <ref target="#K000638">18, 43</ref>.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K001267" xml:space="preserve">
                        <ref>6f.|9</ref>
                        <p><label>Ναρσῆν τὸν κουβικουλάριον:</label>
  Zur Person des Narses <ref target="#K001291">18, 66</ref>.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K001193" xml:space="preserve">
                        <ref>7|2</ref>
                        <p><label>μετὰ πολλῆς βοηθείας:</label>
  Zum Wort βοήθεια <ref target="#K000789">1, 9</ref>.

 </p>
                    </item>
                </list>
                <list>
                    <item corresp="#K001196" xml:space="preserve">
                        <ref>7|7</ref>
                        <p><label>κατὰ τῶν αὐτῶν Γότθων:</label>
  κατά mit Genitiv kommt in der <emph rend="italics">Chronographia</emph>
 fast ausschließlich in der feindlichen Bedeutung ‚gegen‘ vor, siehe für
 Diskussion und Belege <bibl><ref target="Rüger_1895"><title>Rüger
 (1895)</title></ref></bibl>, 11 C(d), 20, 37.

 </p>
                    </item>
                </list>

            <!-- Kommentar Ende -->
            </div>
  
            <!-- Bibliographie -->
            <div type="bibliography">
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                          Amory (1997): Amory, Patrick: 
                        People and Identity in Ostrogothic Italy, 489–554. 
                        Cambridge 1997
                    </bibl>
      
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                          Bury (1897): Bury, John B.: 
                        Johannes Malalas: The Text of the Codex Baroccianus. 
                        ByzZ 1897, 219–230
                    </bibl>
      
                    <bibl xml:id="Chilmead_1691" xml:space="preserve">
                          Chilmead (1691): Chilmead, Edmund: 
                        Johannis Antiocheni cognomento Malalae Historia Chronica … nunc primum edita cum Interpret. &amp; Notis Edm. Chilmeadi …. 
                        Oxonii 1691
                    </bibl>
      
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                          Dindorf (1831): Dindorf, Ludwig: 
                        Iohannis Malalae Chronographiae ex recensione L. Dindorfii. 
                        Bonn 1831
                    </bibl>
      
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                          Heather (1996): Heather, Peter: 
                        The Goths. 
                        Cambridge, MA 1996
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                          Leppin (2011a): Leppin, Hartmut: 
                        Justinian. Das christliche Experiment. 
                        Stuttgart 2011
                    </bibl>
      
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                          Mango, Scott (1997): Mango, Cyril and Scott, Roger: 
                        The Chronicle of Theophanes Confessor. Byzantine and Near Eastern History AD 284–813. 
                        Oxford 1997
                    </bibl>
      
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                          Rüger (1895): Rüger, Anton: 
                        Studien zu Malalas. Präpositionen und Adverbien. Das 18. Buch. Die konstantinischen Excerpte. Die tuskulanischen Fragmente. 
                        Bad Kissingen 1895
                    </bibl>
      
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                          Stein (1949): Stein, Ernest: 
                        Histoire du Bas-Empire, Tome II. De la disparition de l’Empire d’Occident à la mort de Justinien (476–565). 
                        Paris/Bruxelles/Amsterdam 1949
                    </bibl>
      
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                          Thurn, Meier (2009): Thurn, Johannes/Meier, Mischa: 
                        Johannes Malalas Weltchronik.. 
                        Stuttgart 2009
                    </bibl>
      
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                          Thurn (2000): Thurn, Johannes: 
                        Ioannis Malalae Chronographia. 
                        Berolini et Novi Eboraci 2000
                    </bibl>
      
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                          Wiemer (2013b): Wiemer, H.-U.: 
                        Die Goten in Italien. 
                        Historische Zeitschrift 2013, 296, 593–628
                    </bibl>
      
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                          Wolf (1911): Wolf, Karl: 
                        Studien zur Sprache des Malalas, Tl. 1: Formenlehre. 
                        Diss. München 1911
                    </bibl>
      
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                          Wolfram (2001b): Wolfram, Herwig: 
                        Die Goten. Von den Anfängen bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts. 
                        München 2001
                    </bibl>
      
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