Malalas 17.15

Inhalt

Dieser Abschnitt, der in der australischen Übersetzung und bei Thurn zu einem Kapitel zusammengefasst ist, enthält hintereinander vier verschiedene Nachrichten über Naturkatastrophen: Geschildert werden Erdbeben in (1) Dyrrhachion (Epiros), (2) Korinth und (3) Anazarbos sowie (4) eine Überflutung in Edessa (Osrhoene). Der letzte Fall wird mit einer im Vergleich deutlich genaueren Beschreibung versehen, die anhand der slawischen Überlieferung ergänzt werden kann; überdies folgen hier noch Ausführungen zu früheren natürlichen Extremereignissen und auf selbige bezogenen Weissagungen am gleichen Ort. Für alle genannten Fälle wird von kaiserlichen Hilfsmaßnahmen berichtet.

Philologisch-Historischer Kommentar
Parallelüberlieferung
Literatur

1
Ἐν δὲ τῷ αὐτῷ χρόνῳ συνέβη παθεῖν ὑπὸ θεομηνίας τὸ λεγόμενον
2
Δορράχιον, πόλιν τῆς νέας Ἠπείρου ἐπαρχίας, ἐξ ἧς ὑπῆρχεν Ἀναστά-
3
σιος ὁ βασιλεύς· ὅστις καὶ πολλὰ ἔκτισεν ἐκεῖ, | παρεσχηκὼς αὐτοῖς καὶ
4
τὸ ἱπποδρόμιον. δὲ βασιλεὺς Ἰουστῖνος πολλὰ παρέσχεν εἰς ἀνανέωσιν
5
τῇ αὐτῇ Δορραχηνῶν πόλει, ἥτις πρῴην μὲν ἐλέγετο Ἐπίδαμνος· ὁμοίως
6
δὲ καὶ τοῖς περιλειφθεῖσιν ἐφιλοτιμήσατο. ἐν δὲ τῷ αὐτῷ χρόνῳ καὶ ἡ
7
Κόρινθος μητρόπολις τῆς Ἑλλάδος ἔπαθεν· καὶ πολλὰ κἀκεῖ ἐχαρίσατο ὁ
8
αὐτὸς βασιλεύς. ἐν δὲ τῷ μεταξὺ χρόνῳ ἔπαθεν ὑπὸ θεομηνίας Ἀνάζαρ-
9
βος, μητρόπολις τῆς δευτέρας Κιλικίας τὸ τέταρτον αὐτῆς πάθος· ἀνήγει-
10
ρεν δὲ αὐτὴν ὁ αὐτὸς βασιλεύς. ἐν αὐτῷ δὲ τῷ χρόνῳ κατεπόθη ὑπὸ
11
θεομηνίας ὑδάτων ποταμιαίων Ἔδεσα, πόλις μεγάλη τῆς Ὀσδροηνῆς
12
ἐπαρχίας, μητρόπολις, ἐν ἑσπέρᾳ, τοῦ αὐτοῦ ποταμοῦ κατὰ μέσον τῆς
13
πόλεως παρερχομένου καὶ παρεχομένου αὐτῇ πλοῦτον πολὺν καὶ τέρψιν
14
τοῦ λεγομένου Σκίρτου, τὸ τηνικαῦτα δὲ πλημμυρήσαντος δίκην θα-
15
λάσσης τοὺς οἴκους σὺν τοῖς οἰκοῦσι σύροντος ποντίζοντος, ὅτε οἱ ἐνοι-
16
κοῦντες ἐβόων ἐλεηθῆναι καὶ περισωθῆναι ἀδύνατοι ὄντες ἑαυτοῖς βοηθῆ-
17
σαὶ αὕτανδροι σὺν τοῖς οἴκοις ἀπώλοντο. ἔλεγον δὲ οἱ περισωθέντες καὶ
18
οἰκοῦντες τὴν αὐτὴν πόλιν, ὅτι καὶ ἐν ἄλλῳ καιρῷ κατέκλυσεν τὴν αὐτὴν
19
πόλιν ὁ αὐτὸς ποταμός, ἀλλ᾽ οὐχ οὕτως ἀπώλεσεν· ῾ἐπεὶ μεμαθήκαμεν,
20
ὅτι καὶ ἐν ἄλλοις χρόνοις ἐγένετο τὸ αὐτὸ σχῆμα᾽. μετὰ δὲ τὸ παυθῆναι
21
τὴν ὀργὴν καὶ τὰ ὕδατα, ˂εἰς˃ τὰ πλησίον {τῶν θεμελίων} τοῦ αὐτοῦ
22
ποταμοῦ οἰκήματα φιλοκαλίας ˂τῶν θεμελίων˃ τυγχάνοντα εὑρέθη πλὰξ
23
λιθίνη μεγάλη, ἐν ᾗ ἐπεγέγραπτο ἐν γλυφῇ ταῦτα· ῾Σκίρτος ποταμὸς
24
σκιρτήσει κακὰ σκιρτήματα πολίταις.᾽ ἡ δὲ αὐτὴ Ἔδεσα πόλις ἐκτίσθη
25
ὑπὸ Σελεύκου τοῦ Νικάτορος, λαβοῦσα τείχη· ἥντινα ὠνόμασεν ὁ αὐτὸς
26
Σέλευκος ὁ Μακεδὼν Ἀντιόχειαν τὴν μιξοβάρβαρον, καὶ ὅτε ἔπαθεν τὸ
27
πρῶτον αὐτῆς | πάθος, μετεκλήθη Ἔδεσα. πολλὰ δὲ παρέσχεν ὁ αὐτὸς
28
βασιλεὺς ἐν ἑκάστῃ πόλει, ἀνακαινίσας ἐν πολλαῖς εὐπρεπείαις καὶ τοῖς
29
σωθεῖσι πολλὰ χαρισάμενος· τὴν δὲ Ἔδεσαν μετωνόμασεν Ἰουστινού-
30
πολιν.
Philologisch-Historischer Kommentar
1/1 Ἐν δὲ τῷ αὐτῷ χρόνῳ: Die lange Zusammenstellung von Katastrophen in verschiedenen Orten des Reiches ist von Jeffreys/Jeffreys/Scott 1986, 236f. und Thurn 2000, 344f. in einem Kapitel zusammengebracht worden, hätte nach der Logik der Editionseinteilung aber auch auf mehrere Kapitel aufgeteilt werden können, da die einzelnen Katastrophenberichte durch die verbreitete Datierungsformel τῷ αὐτῷ χρόνῳ (o.ä.) unterteilt werden.

Der Mangel an konkreten Datierungsformeln in der O-Version von Buch XVII erschwert alle Versuche, die Ereignisse näher zeitlich einzuordnen. Zwar bieten Theophanes und andere spätere Autoren z.T. sehr präzise Daten, doch divergieren diese untereinander zuweilen erheblich; ihre Reihung der einzelnen Begebenheiten unterscheidet sich zudem häufig stark von derjenigen, die in O überliefert wird – den allgemeinen Verschiebungstendenzen in der byzantinischen Chronistik entsprechend. Die Orientierung an den bei Theophanes gegebenen Daten in Guidoboni/Comastri/Traina 1994, 313f. (vgl. Ambraseys 2009, 181-183) ist daher in keiner Weise zwingend. (Jonas Borsch)
1/7 παθεῖν ὑπὸ θεομηνίας: Zum Verb πάσχειν, das oft mit θεομηνία verbunden ist, und den Erdbeben in der Chronographia insgesamt VII 18, 3. (Olivier Gengler, Brendan Osswald)
2/1 Δορράχιον, πόλιν τῆς νέας Ἠπείρου ἐπαρχίας: Dyrrhachion, heutiges Durrës an der albanischen Adria-Küste, 627 v.Chr. von Korinth und Kerkyra unter dem Namen Epidamnos gegründet. Schon im 5. Jh. v. Chr. wurden Münzen mit dem Namen Dyrrhachion geprägt, der in römischer Zeit (ab 229 v.Chr.) in latinisierter Form in den allgemeinen Gebrauch überging (vgl. jedoch noch in dieser Malalas-Passage den Verweis auf den älteren Namen, s.u. Z. 5). Cicero (fam. 14,1) nennt Dyrrhachion eine civitas libera; etwa in augusteischer Zeit wurde die Stadt zur colonia italischen Rechts. Am westlichen Ende der via Egnatia gelegen, kam dem Ort von der römischen Bürgerkriegszeit bis ins Mittelalter ökonomische und strategische Bedeutung als Hafen und später auch Festung zu. Bereits 345/46 war Dyrrhachion von einem zerstörerischen Erdbeben betroffen, das eventuell von einem Tsunami begleitet wurde, vgl. Guidoboni/Comastri/Traina 1994, 251; Ambraseys 2009, 144. A. Ducellier, LMA 3 (1986), Sp. 1497 kennt überdies ein Erdbeben im Jahr 314 (ohne Stellenbelege), das "verheerend" gewirkt haben soll, was sich mit den Nachrichten über den von Guidoboni et al. und Ambraseys auf 345/46 datierten Fall nicht deckt. Angesichts moderner Überbauung ist der Ort archäologisch nur ausschnitthaft erfasst. Zur Stadtgeschichte vgl. die Überblicke bei Ducellier (s.o.), 1497–1500; ODB 1 (1991), s.v. Dyrrachion, 668 (T.E. Gregory); DNP 3 (1997), s.v. Dyrrhachion, 858 (E. Wirbelauer). (Jonas Borsch)
2f./7 ἐξ ἧς ὑπῆρχεν Ἀναστάσιος ὁ βασιλεύς: Zu Anastasios XVI 1, 1. Die Abstammung dieses Kaisers aus Dyrrhachion bzw. Epiros wird von Malalas schon in der anlässlich seines Amtsantrittes gegebenen Charakterisierung betont und ist auch außerhalb der Chonographia gut belegt, vgl. PLRE II (Anastasius 4), 78. (Jonas Borsch)
3/4 ὅστις καὶ πολλὰ ἔκτισεν ἐκεῖ: Es handelt sich hier um einen chronologischen Rückverweis: Die Erwähnung des Anastasios gibt den Anlass, diesen Kaiser in aller Kürze als Wohltäter seiner Heimatstadt Dyrrhachion auszuweisen, was auch Joh. Ant. fr. 312 Roberto = fr. 243 Mariev bezeugt. (Jonas Borsch mit Florian Battistella)
3f./10 παρεσχηκὼς αὐτοῖς καὶ τὸ ἱπποδρόμιον: Laut Puk 2014, 93 geht es hier nicht um die Finanzierung eines Hippodroms, sondern um die Ausrichtung von Wagenrennen. Auch wenn hier im Kontext die Verbindung von πολλὰ ἔκτισεν ἐκεῖ mit παρεσχηκὼς αὐτοῖς καὶ τὸ ἱπποδρόμιον denken lassen kann, dass Anastasios Baumaßnahmen initiiert und die Veranstaltung einer Feier finanziert hat, ist der verwendete Wotschatz nicht so eindeutig, wie von Puk 2014, 93 Anm. 42 behauptet ("ἱπποδρόμιος bezeichnet jedoch nur ein Pferderennen und ist nicht zu verwechseln mit dem Gebäude ἱππόδρομος"). Tatsächlich bezeichnet ἱπποδρόμιον in der Chronographia sowohl die Feier, in deren Rahmen Pferde- und Wagenrennen veranstaltet wurden, als auch durch Metonymie die (mehr oder weniger dauerhaft gebaute) Struktur, innerhalb derer sie stattfanden: XVIII 144, 1f.. (Olivier Gengler)
4ff./3 ὁ δὲ βασιλεὺς Ἰουστῖνος πολλὰ παρέσχεν εἰς ἀνανέωσιν [...]· ὁμοίως δὲ καὶ τοῖς περιλειφθεῖσιν ἐφιλοτιμήσατο: Dem im Baroccianus verbreiteten Muster entsprechend werden mit dem letzten Satz des Katastrophenberichtes Hilfsmaßnahmen durch den regierenden Kaiser spezifiziert, was auch in diesem Fall - wie häufig - mit einer denkbar allgemeinen Formel (πολλὰ παρέσχεν) geschieht (dazu auch: XV 4, 3). Die Bestimmung der Hilfen "zur Erneuerung" (εἰς ἀνανέωσιν) könnte andeuten, dass infolge des Bebens größere Veränderungen der städtischen Struktur notwendig geworden waren; allerdings handelt es sich auch hier um eine standardisierte Formel, die zunächst einmal der näheren Spezifizierung des Zweckes (bauliche Maßnahmen) gegenüber anderen Möglichkeiten der Hilfe dient (z.B. Unterstützung/Rettung Überlebender, vgl. Mal. X 43: καὶ πολλὰ αὐτοῖς τοῖς περισωθεῖσιν ἐχαρίσατο καὶ τῇ πόλει εἰς ἀνανέωσιν ὁ αὐτὸς βασιλεύς; Mal. XVIII 19: καὶ πολλὰ ἐφιλοτιμήσατο ὁ αὐτὸς βασιλεὺς εἰς τὴν ἐκχόησιν τοῦ περισωθῆναι τοὺς ὄντας ὑπὸ τὴν γῆν, ὡσαύτως δὲ καὶ τοῖς ζήσασι καὶ τῇ πόλει εἰς ἀνανέωσιν). Auch im hiesigen Fall wird Hilfe für die "Überlebenden" (περιλειφθεῖσιν) von der für den Wiederaufbau bestimmten getrennt aufgeführt. Scheinbar ging diese Hilfe also an Privatpersonen. Welche Gruppen genau gemeint sind, bleibt jedoch unklar. Zur spätantiken Katastrophenhilfe vgl. allgemein Borsch 2018a, 257–263. (Jonas Borsch)
6/6 ἐν δὲ τῷ αὐτῷ χρόνῳ: Auch für das folgende Ereignis (Beben in Korinth) wird eine präzise zeitliche Einordnung durch die bereits angeführten Probleme erschwert: XVII 15, 1. Theophanes (168,10–11 de Boor) und Kedrenos (638 Bekker) legen es gemeinsam mit dem Beben in Dyrrhachion in das Jahr 521/22, wohingegen die Chronik von Zuqnin (48 Witakowski) 529/30 angibt. Als gesichert kann keine dieser Angaben gelten. (Jonas Borsch)
7f./7 πολλὰ κἀκεῖ ἐχαρίσατο ὁ αὐτὸς βασιλεύς: Abermals wird der Abschnitt über das Unglück mit dem Verweis auf die Unterstützung durch den Kaiser abgeschlossen, wobei ein Bemühen um sprachliche Variation erkennbar wird. (Jonas Borsch)
8/3 ἐν δὲ τῷ μεταξὺ χρόνῳ: "In der Zwischenzeit": Dem. de fals. leg. (19) 149: ἐν τῷ μεταξὺ χρόνῳ; Clem. Alex. Strom. II 18,86,6: ἐν τῷ μεταξὺ; Nov. 134,6 682,14--15 Krueger. Vgl. auch in der Chronographia: V 26,1 (Καὶ ἐν τῷ μεταξὺ); XIV 4,1 (Ἐν τῷ δὲ μεταξὺ). Mit diesem Ausdruck wird angedeutet, dass das darauf Folgende vor oder gleichzeitig mit dem letztgenannten Ereignis stattgefunden hat. (Olivier Gengler)
8/3 ἐν δὲ τῷ μεταξὺ χρόνῳ: Diese Datierungformel ist in dieser Zusammensetzung singulär und wirkt wie eine Zusammensetzung aus ἐν τῷ μεταξύ (was im Sinne von "währenddessen", evtl. "bald", ab und an begegnet: Mal. V 26,1, V 30,19, XIV 4,1; XVII 23,1) und ἐν τῷ αὐτῷ χρόνῳ, der am weitesten verbreiteten Formel. Jeffreys/Jeffreys/Scott 1986, 237 übersetzen "in the next year", was aber nicht dem präzisen Wortlaut entspricht – vielleicht ergibt sich diese Übersetzung aus Theoph. 171, wo dieses Ereignis auf ein späteres Datum, nämlich in 524/25 gelegt wird (vgl. darauf aufbauend die Datierungen des Bebens bei Guidoboni/Comastri/Traina 1994, 314 und Ambraseys 2009, 183f.). Offensichtlich hat Theophanes hier allerdings den längeren Malalas-Eintrag (= XVII 14) auseinanderdividiert und auf zwei verschiedene Einträge verteilt; seine chronologische Einordnung ist damit wenig aussagekräftig; dazu schon XVII 15, 1. (Jonas Borsch)
8/8 ἔπαθεν ὑπὸ θεομηνίας ... τὸ τέταρτον αὐτῆς πάθος: Für die Stadt Anazarbos (dazu: X 53, 13) ist dieses "vierte" Beben das letzte, das Erwähnung findet. Die ersten drei πάθη werden gemeinsam aufgezählt und datieren von spätrepublikanischer Zeit bis in die frühe Kaiserzeit: X 53, 4. Zur figura etymologica ἔπαθεν ... τὸ ... πάθος und der Zählung von Katastrophen in der Chronographia: VIII 24, 3f.. (Jonas Borsch mit Brendan Osswald)
9f./10 ἀνήγειρεν δὲ αὐτὴν ὁ αὐτὸς βασιλεύς: Abermals wird hier kursorisch – jedoch mit nochmals variierender Wortwahl – die Unterstützung durch den Kaiser zum Ausdruck gebracht, s. bereits XVII 15, 4ff.. Posamentir 2011, 223f. äußert mit aller Vorsicht die Vermutung, dass ein durch Erdbeben und/oder äußere Bedrohungen bedingter Neu- und Umbau im 6. Jh. den Anlass für eine Umgestaltung des Stadtgebietes gegeben hat, in deren Zuge die Stadtmauer unter Verwendung zahlreicher Spolien und unter Miteinbeziehung eines verkleinerten Gebietes verstärkt wurde. S. zu den methodologischen Erschwernissen dieser These jedoch auch Posamentir 2016. (Jonas Borsch)
10/7 ἐν αὐτῷ δὲ τῷ χρόνῳ: Rückkehr zur üblichen Datierungsformel. Aus O ergibt sich kein sicheres Datum (s.o.), doch die Parallelüberlieferung ist hier ergiebiger als in den vorangegangenen Fällen: Theophanes' (171,18–27) Einordnung in das 7. Regierungsjahr Justins (524/25) findet Bestätigung in Chron. Edess. 9 Guidi/128 Hallier, Ps.-Dion. 41 Witakowski und Ps.-Zach. VIII 4, wo jeweils das Jahr 836 der seleukidischen Ära (524/25) genannt wird. Ps.-Zach. ergänzt zudem die dritte Inditiktion, die im infragekommenden Zeitraum auf September 524 bis August 525 fällt, und den 22. April als präzises Datum. Vgl. die entsprechenden Datierungen bei Hallier 1892, 129; Vasiliev 1950, 350; Segal 1970, 156; Meier 2004a, 658. (Jonas Borsch)
11f./4 Ἔδεσα, πόλις μεγάλη τῆς Ὀσδροηνῆς ἐπαρχίας, μητρόπολις: Edessa, heutiges Urfa (Türkei), Stadt im nördlichen Mesopotamien; zur Geschichte der Stadt, die lokaler Tradition zufolge unter dem persönlichen Schutz Christi stand, XII 38, 28. Auch in diesem Fall macht Malalas den hohen Status des Ortes als Metropolis explizit. (Jonas Borsch)
12/3 ἐν ἑσπέρᾳ: Vgl. Ps.-Dion. 41: zur dritten Nachtstunde; Ps.-Zach. VIII 4: "dinnertime" (Übers. Greatrex). In beiden Parallelberichten hat das Auftreten zur gegebenen Uhrzeit Konsequenzen für die Bewohner: Diese werden im Schlaf/beim Bad/beim Abendessen überrascht (Ps.-Dion.) bzw. noch mit Essen im Mund vom Tod ereilt (Ps.-Zach.). (Jonas Borsch)
12ff./5 τοῦ αὐτοῦ ποταμοῦ ... ἀπώλοντο: Die Beschreibung des Unglückes in der griechisch-, slawisch- und syrischsprachigen Überlieferung unterscheidet sich zwar in Detailtreue und einzelnen Inhalten, ergibt aber nichtsdestotrotz ein kohärentes Gesamtbild. Der in O erhaltene Hinweis, dass der Fluss Skirtos mitten durch die Stadt geflossen sei, findet sich auch in Theoph. 171,20–21, Ps.-Dion. 41 und Ps.-Zach. VIII 4; bei Procop. aed. II 7,2 heißt es, der Fluss fließe "mitten auf die Stadt zu" (ἐπὶ τὴν πόλιν φέρεται μέσην, Übers. Veh). Der slawische Malalas und Theophanes verbinden die entsprechende Information mit einem Hinweis auf den Reichtum, den die vorteilhafte Lage im Allgemeinen mit sich bringe; diesmal jedoch (so die slawische Überlieferung) habe die Nähe zum Fluss zerstörerische Konsequenzen – ein rhetorischer Topos der paradoxen Katastrophe, der aber gleichzeitig vom Vorhandensein eines Risikobewusstseins zeugt (zu ähnlichen Tendenzen in der weiteren zeitgenössischen Überlieferung XVII 15, 18ff.).

Details zum Ausmaß der Zerstörungen fehlen ganz. Vgl. jedoch Procop. aed. II 7,5, wo der Einsturz eines großen Teiles der Stadtmauer, die Überschwemmung nahezu der gesamten Stadt und daraus resultierend enorme Schäden spezifiziert werden; Ps.-Dion. 42–43 mit Ausführungen zum sukzessiven Brechen der Stadtmauer durch den Druck der Wassermassen, die in der Folge die Stadt gefüllt hätten; ferner Ps.-Zach. XVIII 4, Mich. Syr. IX 12 und Chron. Edess. 9 Guidi/128 Hallier, jeweils mit Erwähnung der Stadtmauer. Auch die Hauptkirche der Stadt, die Hagia Sophia, scheint durch das Hochwasser zerstört worden zu sein; so jedenfalls suggeriert es Procop. aed. II 7,6, der ihren Wiederaufbau durch Justinian verzeichnet; vgl. Mich. Syr. IX 29, dem zufolge die Kirche in den 550er-Jahren durch den Edessener Bischof Amazonios neu geweiht wurde, sowie einen anlässlich der Weihung kompilierten syrischen Hymnos (dazu Palmer/Rodley 1988, 121f. Anm. 2 und Meier 2004a, 393 Anm. 260 mit Überblick über die umfassende Literatur).

Die Konsequenzen für die Bewohner werden abermals besonders ausführlich in Ps.-Dion. (42) dargestellt, wo u.a. vom Eindringen des Wassers in das Bad der Stadt zu lesen ist, in dessen Folge zahlreiche Menschen zu Tode gekommen seien. Laut Procop. aed. II 7,5 kam ein Drittel der Einwohner Edessas bei dem Hochwasser ums Leben. Die Zahl von 30.000 Opfern bei Segal 1970, 156 entstammt einem späten Zeugnis (El. Nisib. 119 Chabot/57 Brooks). (Jonas Borsch)
17/7 ἔλεγον δὲ οἱ περισωθέντες καὶ οἰκοῦντες τὴν αὐτὴν πόλιν: Eine der wenigen Stellen in der Chronographia (hier allerdings nur im slawischen Text überliefert), die auf mündliche Zeugen zu verweisen scheint (übersetzt mit ἔλεγον, vgl. auch den slawischen Zusatz im Katastrophenbericht zum Beben von 526, hier übersetzt mit εἶπαν: XVII 16, 42: Zu Malalas' Verwendung von mündlichen Informationen allgemein Borsch/Radtki-Jansen 2017). Die περισωθέντες καὶ οἰκοῦντες τὴν αὐτὴν πόλιν können natürlich auch Bewohner der Stadt meinen, die das frühere Unglück schriftlich niedergelegt haben; lokale Chroniken mit entsprechenden Schwerpunkten existierten jedenfalls: XVII 15, 18ff.. Vasiliev 1950, 351 zitiert für die slawische Fassung eine andere Version: Hier ist anstelle von Überlebenden (περισωθέντες) von "other old dwellers who were driven from the city" die Rede, wobei aus der Formulierung nicht eindeutig hervorgeht, ob Überlebende des Unglückes oder womöglich frühere Bewohner Edessas gemeint sind. (Jonas Borsch)
18ff./5 ὅτι καὶ ἐν ἄλλῳ καιρῷ κατέκλυσεν τὴν αὐτὴν πόλιν ὁ αὐτὸς ποταμός, ἀλλ᾽ οὐχ οὕτως ἀπώλεσεν· ῾ἐπεὶ μεμαθήκαμεν, ὅτι καὶ ἐν ἄλλοις χρόνοις ἐγένετο τὸ αὐτὸ σχῆμα᾽: Über die regelmäßige Wiederkehr von Hochwassern in den vorangegangenen Jahrhunderten sind wir gut informiert, vgl. Segal 1970, 155f. Wichtigste Quellen sind zwei lokale Chroniken, nämlich die des Josua Stylites sowie das Chronicon Edessenum, in denen Hochwasser eine zentrale Rolle spielen. Beide Schriften gehören in das 6. Jahrhundert und bezeugen den Stellenwert von Überschwemmungen in der zeitgenössischen lokalen Tradition.

Das hier fragliche Ereignis findet im Chronicon Edessenum ebenfalls Erwähnung (9 Guidi/128 Hallier); analog zu Malalas' Erdbebenzählungen (XVII 16, 2f.) wird es dort als das vierte Hochwasser in der Geschichte Edessas bezeichnet. Auch die drei vorangegangenen Hochwasser kommen zur Darstellung, angefangen mit einem Ereignis des Jahres 201/202, das verheerende Auswirkungen gehabt zu haben scheint und dessen Darstellung die Chronik programmatisch eröffnet (84–88 Hallier). Es war also früher durchaus schon zu zerstörerischen Überflutungen gekommen. Die hiesige Aussage der anonymen Edessener (die Stadt war bereits früher einmal überflutet worden, wobei aber keine vergleichbaren Zerstörungen angerichtet worden waren) steht dazu nicht zwingend im Widerspruch: Sie bezieht sich auf ein konkretes früheres Ereignis, das in der Erinnerung scheinbar noch besonders präsent war. Wenn es sich hier tatsächlich um eine mündliche Auskunft handelt, dann war dieses Ereignis noch Teil des "living memory". Der von Thurn als wörtliche Rede verstandene Zusatz ("'For we have learned', they said, 'that the same thing has happened on other occasions'", Übers. Jeffreys/Jeffreys/Scott 1986, 237; vgl. hingegen ohne wörtliche Rede Thurn/Meier 2009, 432) deutet auf indirekte Rezeption hin und bezieht sich allgemeiner auf frühere Zeiten; er könnte daher als Anspielung auf die weiter zurückliegenden (womöglich auch in der edessenischen Chronistik überlieferten) Fälle zu verstehen sein. (Jonas Borsch)
20ff./10 μετὰ δὲ τὸ παυθῆναι ... πολίταις᾽: Bei Aufräumarbeiten kommt ein Orakel in Inschriftenform zutage (die Wortspiele im Text lassen auf einen syrischsprachigen Ursprung schließen, XVII 15, 23), das die Katastrophe vorhergesagt haben soll. Für ein vergleichbares Orakel für Antiochia, bezogen auf die dortigen Erdbebengefahren und niedergeschrieben durch den Wundertäter Apollonios von Tyana, s. Mal. X 51. Ungeachtet ihrer ominösen Konnotierung bezeugen solche Orakel ein Bewusstsein für lokale Naturrisiken, vgl. Borsch 2018a, 233. Auch dass sich auf solche Risiken bezogene Gegenstände im Boden finden, ist in der Chronographia kein neues Phänomen, s. Mal. XIII 3 zur Auffindung einer alten, der Bebenabwehr dienenden Poseidonstatue in Antiochia unter Konstantin. (Jonas Borsch)
21/6 ˂εἰς˃: Bei εἰς handelt es sich um eine Veränderung durch Kambylis (vgl. Thurn 2000, 345). Das im Codex Baroccianus überlieferte κατὰ stammt von zweiter Hand und steht interlinear (vgl. fol. 269r Z. 9--10). Nach Bury 1897, 229 ergänzte es möglicherweise Chilmead, wovon Thurn 2000, 345 überzeugt scheint ("i.e. Chilm."), Jeffreys/Jeffreys/Scott 1986, 237 hingegen nicht. (Florian Battistella)
22/3 φιλοκαλίας: Hier in der spätantiken Bedeutung '(wieder) in Ordnung bringen': XVIII 128, 1. (Laura Carrara)
23/9 Σκίρτος ποταμὸς σκιρτήσει κακὰ σκιρτήματα πολίταις: Mango/Scott 1997, 262 Anm. 3 äußern unter Verweis auf A. Palmer die Vermutung, dass es sich bei diesem (auch bei Theophanes überlieferten) Wortspiel um eine Übersetzung aus dem Syrischen handelt, "since a literal translation produces a perfect line of Syriac verse." (Jonas Borsch)
25/7 ἥντινα ὠνόμασεν ... μετεκλήθη Ἔδεσα: Für Meyer 1905, 1934, hat diese Angabe, wonach die Stadt infolge eines Unglückes von Antiochia Mixobarbaros (Ἀντιόχειαν τὴν μιξοβάρβαρον) in Edessa umbenannt worden sei, "gar keinen Wert". Das Motiv der Namensänderungen infolge von Katastrophen entspricht einem bei Malalas geläufigen Erzählmuster (X 53, 5), das nicht immer tatsachenbasiert sein muss (vgl. etwa Mal. X 53 zum angeblichen Namensgeber von Anazarbos, dem Katastrophenhelfer "Zarbos": X 53, 7). Die Chronographia ist jedoch tatsächlich nicht die einzige Quelle, die angibt, dass Edessa ehemals Antiochia genannt wurde. Plinius der Ältere, Naturalis Historia, V 86,1--2, erwähnt Edessam, quae quondam Antiochia dicebatur, Callirrhoen, a fonte nominatam. Plinius' Aussage wird durch eine Münze des Antiochus IV Epiphanes (175--164) bestätigt, die den folgenden Schriftzug trägt: ΑΝΤΙΟΧΕΩΝ ΤΩΝ ΕΠΙ ΚΑΛΛΙΡΟΗΙ; Gardner 1878, 41; Babelon 1890, CII-III, während Steph. Byz., I 334, 8, eine Stadt Antiochia ἐπὶ τῆς Καλλιρρόης λίμνης erwähnt, die vielleicht Edessa ist. Es ist jedoch zu beachten, dass Steph. Byz. weder s.v. Ἀντιόχεια noch s.v. Ἔδεσσα von einer Gleichstellung der beiden Städte berichtet. Eine oder mehrere Umbenennungen haben demnach sicher stattgefunden; lediglich Chronologie und Anlässe sind unsicher. Die Münze erlaubt nicht festzustellen, seit wann die Stadt diesen Namen hat. Plinius und Stephanus geben keine Zeitangabe (contra Segal 1970, 6, Anm. 2, der irrtumlich schreibt: „Pliny incorrectly maintains that the city bore the name Antioch before it was called Edessa“).

Der Name Edessa ist zweifelsfrei bereits makedonischen Ursprunges (s. Appian, Syriaca, 297--298) und wurde wegen der Ähnlichkeit des Ortes mit dem von Edessa in Makedonien gewählt (Steph. Byz. V 13,1--2, s.v. Ἔδεσσα: Ἔδεσσα· πόλις Συρίας. διὰ τὴν τῶν ὑδάτων ῥύμην οὕτω κληθεῖσα, ἀπὸ τῆς ἐν Μακεδονίᾳ). Es scheint daher wahrscheinlich, dass die Stadt den Namen Edessa erhielt, als die Verbindungen zu Mazedonien noch stark waren, d.h. bei ihrer Gründung durch Seleukos, während der Name Antiochia möglicherweise erst später in der Seleukidenzeit vergeben wurde. Auch die Tatsache, dass das hier angegebene Epitheton μιξοβάρβαρος im Gegensatz zu Καλλιρρόη in keiner anderen Quelle zu finden ist, macht misstrauisch. Der Begriff μιξοβάρβαρος selbst, wahrscheinlich abwertend, sieht eher nach einem populären Spitzname als nach einem offiziellen Name aus. Der Nachweis der Chronographia ist daher nützlich, um die Identifizierung von Edessa mit Antiochia Kallirhoe zu bestätigen, aber er sollte vielleicht nicht für bare Münze genommen werden.

Man kann darüber hinaus sehen, dass die Zeugnisse nur von Forschern des 19. Jahrhunderts erwähnt werden. Nach Droysen 1878, III/2, 208--209, 303, 312, sei Edessa unter Seleukos I. in Antiochia umbenannt worden, wäre die Stadt Antiochia Kallirhoe von Antiochos IV. und Steph. Byz. eine weitere Stadt und der Passus bei Plinius wie folgt zu verstehen: „Edessa Kallirhoe war (...) der Name der Stadt, und zwar der spätere keinesweges aber, (...) Antiocheia an der Kallirhoe“; schließlich vermutet er, „daß Edessa bereits von Alexander gegründet worden, daß etwa in ihrer nächsten Nähe die μιξοβάρβαρος von Seleukos hinzugebaut, diese aber allmählich in jene aufgenommen, die Doppelstadt in dem gemeinsamten Namen Edessa zusammengefasst ist“. Babelon 1890, CII-CIII, zitiert zwar auch den Passus der Chronographia, stellt aber merkwürdigerweise fest, dass nichts die Hypothese von Droysen rechtfertigt ("rien ne justifie cette hypothèse"). Für Babelon lässt sich mit Malalas die Behauptung begründen, dass Edessa einst Antiochia hieß, aber er geht weder auf den Begriff μιξοβάρβαρος ein noch darauf, dass Malalas diese Bezeichnung mit Seleukos I. verbindet. Die Stadt hätte ihren Namen geändert, als eine Militärkolonie gegründet wurde, wahrscheinlich unter Antiochus IV., und den Namen Edessa nach dem Tod von Antiochus IV. angenommen (Babelon 1890, CII-III, Babelon 1892, 352). Diese Version wird grosso modo von neueren Autoren aufgegriffen, die nicht einmal mehr die Chronographia zitieren. Nach Segal 1970, 6, und Drijvers 1980, 9--10, wurde die Stadt von Seleukos I. Edessa genannt, nahm dann den Namen Antiochia Kallirrhoe an, als sie eine antiochenische Kolonie erhielt, vor oder unter Antiochus IV. und nahm dann wieder den Namen Edessa an. (Brendan Osswald mit Jonas Borsch)
27ff./7 πολλὰ δὲ παρέσχεν ὁ αὐτὸς βασιλεὺς ἐν ἑκάστῃ πόλει, ἀνακαινίσας ἐν πολλαῖς εὐπρεπείαις καὶ τοῖς σωθεῖσι πολλὰ χαρισάμενος: Der Satz fasst nochmals die Spenden für alle betroffenen Städte zusammen – gemeint sind neben Edessa offenbar die drei von Erdbeben betroffenen Orte. Dabei werden Wiederaufbaumaßnahmen und Hilfen für Überlebende unterschieden (s. dazu bereits XVII 15, 4ff.). Die allgemeine Formulierung suggeriert panegyrisch eine glänzende Instandsetzung der Städte (ἀνακαινίσας ἐν πολλαῖς εὐπρεπείαις). Vgl. zu Edessa Procop. aed. II 7,6–16, demzufolge die maßgeblichen Arbeiten durch Justinian durchgeführt wurden, der neben dem Wiederaufbau der innerstädtischen Gebäude v.a. umfassende Maßnahmen zum Hochwasserschutz und die Erneuerung der Stadtmauer veranlasst habe. (Jonas Borsch)
Parallelüberlieferung
Evagr. IV 8 (155,10–23 Bidez/Parmentier); Theoph. 168,8–11, 171,14–28 de Boor; Leo Gramm. 124,12–18 Bekker; Cedr. 398,3 (7–9 Tartaglia) = 638,14–16, 639,20–640,5 Bekker; Ioh. Nik. 100 Charles; Xanth. HE, PG 147,225A–B; Cram. Anecd. Paris. II 319,29–330,2; Zon. III 149,3–13 Pinder/Büttner-Wobst. Vgl. Procop. HA 18,41–44, 18,37; Procop. aed. II 7,4–16; Ps.-Zach. VIII 4; Ps.-Dion. 41–44 Witakowski; Mich. Syr. IX 12.
Literatur
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